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Diplomarbeit, 2004, 140 Seiten
Autor: Katharina Paschkowski
Fach: Touristik / Tourismus
Details
Tags: Analytische, Betrachtung, Einflusses, Auseinandersetzungen, Tourismus, Entwicklung, Destination, Nordirland
Jahr: 2004
Seiten: 140
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 106 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-31930-0
Dateigröße: 1046 KB
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gemäß Paragraph 31 der Rahmenprüfungsordnung für die Fachhochschulen in Bayern
(RaPO) vom 17.10.2001 in der jeweils gültigen Fassung
Analytische Betrachtung des Einflusses terroristischer Auseinandersetzungen auf den Tourismus
anhand der touristischen Entwicklung der Destination Nordirland
Diplomarbeit abgegeben am: 08.07.2004
Autorin: Katharina Paschkowski
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ... II
Abbildungsverzeichnis ... VI
Abkürzungsverzeichnis ... VIII
1. Einleitung ... 1
2. Die Destination Nordirland ... 3
2.1. Allgemeine Fakten und Zahlen ... 3
2.1.1. Land und Leute ... 3
2.1.2. Landesnatur ... 6
2.1.3. Politik und Religion ... 7
2.1.4. Wirtschaft ... 9
2.2. Geschichte ... 10
2.2.1. Die Geschichte Irlands von den Anfängen bis zur Teilung 1921 ... 11
2.2.2. Die Geschichte Nordirlands seit 1921 ... 14
3. Der Terrorismus
3.1. Der Terrorismus – Allgemein ... 15
3.1.1. Historische und theoretische Grundlagen ... 15
3.1.2. Die Organisationsweise und Psychologie des Terrorismus ... 18
3.1.3. Der Terrorismus und die Medien ... 21
3.1.3.1. Allgemeiner Zusammenhang zwischen Terrorismus und Medien ... 21
3.1.3.2. Die Medien in Nordirland ... 24
3.1.4. Die Zukunft des Terrorismus ... 26
3.2. Der Terrorismus in Nordirland ... 29
3.2.1. Politische und historische Hintergründe ... 30
3.2.1.1. Die Troubles ... 30
3.2.1.2. Der Friedensprozess ... 33
3.2.2. Organisation, Aufbau und Wirkungsweise der beteiligten Kriegsparteien ... 36
3.2.2.1. Die Republikanischen Parteien und Paramilitärs ... 37
3.2.2.1.1. Die IRA ... 37
3.2.2.1.2. Sinn Féin ... 41
3.2.2.1.3. Republikanische Splittergruppen ... 42
3.2.2.2. Unionistische Verbände, Parteien und Paramilitärs ... 43
3.2.2.2.1. Loyalistische Paramilitärs ... 43
3.2.2.2.2. Unionistische/ Loyalistische Parteien ... 44
3.2.2.2.3. Oranier-Orden (Orange Order) ... 44
3.2.2.3. Die Sicherheitskräfte in Nordirland ... 45
3.2.2.3.1. Die Armee ... 45
3.2.2.3.2. Die Polizei ... 46
4. Der Tourismus in Nordirland ... 47
4.1. Theoretische Grundlagen ... 47
4.2. Der Tourismus in Nordirland ... 49
4.2.1. Facts and Figures - Fakten und Zahlen ... 50
4.2.2. Allgemeine Gegebenheiten und touristische Besonderheiten ... 57
4.2.2.1. Touristische Infrastruktur - Transport und Verkehr ... 57
4.2.2.2. Touristische Infrastruktur – Beherbergung ... 59
4.2.2.3. Touristische Infrastruktur – Gastronomie ... 61
4.2.2.4. Freizeitgestaltung – Sport ... 62
4.2.2.5. Freizeitgestaltung – Kultur ... 64
4.2.2.6. Gastfreundschaft ... 65
4.2.2.7. Ahnenforschung ... 65
4.2.3. Touristische Sehenswürdigkeiten und Anziehungspunkte ... 66
4.2.3.1. Belfast ... 66
4.2.3.2. County Antrim ... 67
4.2.3.3. County Armagh ... 68
4.2.3.4. County Down ... 68
4.2.3.5. County Fermanagh ... 69
4.2.3.6. County Derry ... 69
4.2.3.7. County Tyrone ... 70
4.2.4. Aufbau und Arbeitsweise touristischer Institutionen ... 70
4.2.4.1. Überregionale Institutionen ... 70
4.2.4.1.1. Tourism Ireland Ltd. ... 70
4.2.4.1.2. Northern Ireland Tourist Board (NITB) ... 71
4.2.4.1.3. Invest Northern Ireland/ Invest NI ... 72
4.2.4.1.4. Tourism Review Group ... 72
4.2.4.2. Regionale Tourismusorganisationen ... 72
4.2.4.2.1. Fermanagh Lakeland Tourism (FLT) ... 73
4.2.4.2.2. Derry Visitor & Convention Bureau ... 73
4.2.4.2.3. Kingdoms of Down (KOD) ... 74
4.2.4.2.4. Causeway Coast and Glens (CCAG) ... 74
4.2.4.2.5. Belfast Visitor & Convention Bureau (BVCB) ... 74
4.2.4.3. Internationale Partnerorganisationen: VisitBritain ... 75
4.3. Die Entwicklung des Tourismus in Nordirland ... 75
4.3.1. Die Anfänge des nordirischen Tourismus bis 1968 ... 75
4.3.2. Der Tourismus in Nordirland von 1969 bis 1979 ... 79
4.3.3. Der Tourismus in Nordirland von 1980 bis 1989 ... 80
4.3.4. Der Tourismus in Nordirland von 1989 bis 1993 ... 82
4.3.5. Der Tourismus in Nordirland von 1994 bis 1997 ... 83
4.3.6. Der Tourismus in Nordirland von 1998 bis 1999 ... 85
4.3.7. Der Tourismus in Nordirland ab dem Jahr 2000 ... 86
5. Fazit: Auswirkungen des Terrorismus auf den Tourismus ... 91
5.1. Grundlegende Überlegungen ... 91
5.1.1. Definitionen, Strukturierungen und Klassifizierungen ... 91
5.1.2. Auswirkungen terroristischer Anschläge auf den Tourismus ... 92
5.1.3. Krisenmanagement ... 96
5.2. Zusammenhang Terrorismus – Tourismus: Nordirland ... 98
6. Perspektiven und Zukunftsaussichten für Nordirland ... 108
6.1. Politik und Wirtschaft ... 108
6.2. Tourismus ... 110
6.2.1. Produktpolitik und Marketing ... 111
6.2.1.1. Neue Märkte, Produkte und Zielgruppen ... 111
6.2.1.2. Vorhandene Märkte, Produkte und Zielgruppen ... 112
6.2.1.3. Imagewechsel ... 113
6.2.1.4. Anpassung an Trends ... 114
6.2.1.5. Gemeinsames Marketing ... 115
6.2.2. Personalpolitik ... 117
6.2.3. Tourismuspolitik ... 117
6.2.4. Einfluss eines wachsenden Tourismus auf die politische Stabilität ... 118
Anhang ... 120
Literaturverzeichnis ... 124
1. Einleitung
„In war, whichever side may call itself the victor, there are no winners, but all are losers.“
Neville Chamberlain1
Internationale Untersuchungen haben ergeben, dass Gewalt und Terrorismus zwangsläufig einen Einbruch des Tourismus mit sich bringen. Während der Tourist die Wahl hat, Reisen in Krisengebiete zu vermeiden, sind die Folgen für die betroffenen Destinationen oft katastrophal und können sich je nach Ausmaß und Schwere der Anschläge über Wochen, Monate oder Jahre hinziehen. Auch im Fall Nordirlands kam es mit dem Ausbruch der Gewalttätigkeiten im Jahre 1969 zu einem enormen Einbruch des Tourismus. In den darauf folgenden fünfundzwanzig Jahren kam die nordirische Fremdenverkehrsbranche fast völlig zum Stillstand und man verlor zunehmend den Anschluss an den internationalen Standard. Der britische Schriftsteller und Reisejournalist für die Sunday Mail, Frank Barrett, umschrieb die Begegnung mit Vertretern des Northern Ireland Tourist Board (NITB)2 in den neunziger Jahren - vor dem Karfreitagsabkommen - folgendermaßen: „Some of the most awkward moments in my 20-year career as a travel writer have been when I’ve bumped into representatives of NITB at travel shows. It was like talking to an aged and confused aunt who thinks her favourite dog is still alive, and you play along with the delusion. Northern Ireland pretended it had a holiday destination to sell and for courtesy’s sake travel journalists would go along with it all.”3
Erst der erfolgreiche Friedensprozess und der Waffenstillstand der IRA im Jahre 1994 brachten der nordirischen Tourismusindustrie wieder einen deutlichen Aufschwung. Doch noch immer erreicht die Fremdenverkehrsbranche Nordirlands nicht die erwünschten Besucherzahlen, zu denen sie fähig wäre - das wahrscheinliche Potential lässt sich annähernd durch den Vergleich mit ähnlichen Destinationen abschätzen – und die zusätzlich zu einer Stabilisierung wirtschaftlicher und politischer Bedingungen beitragen könnten.
Aber kann man sich in einem Land, das man lediglich mit Steine werfenden Kindern, Terroristen und bis zu den Zähnen bewaffneten Militärs assoziiert, einen Tourismus überhaupt vorstellen? Bilder dieser Art wurden jahrzehnte lang durch die weltweiten Medien verbreitet und erzeugten Angst und Unsicherheit bei potentiellen Besuchern. Doch Angst resultiert fast immer aus Unwissenheit und Vorurteilen. Um sich der Destination Nordirland nähern zu können und die Möglichkeiten und Umfang eines potentiellen Tourismus in dieser Region zu erkennen, muss man sich zunächst mit den allgemeinen Gegebenheiten und Hintergründen der Vergangenheit und Gegenwart vertraut machen und sollte sich auf der Suche nach einem möglichen Verständnis des nordirischen Konfliktes nicht von den Worten des Parteivorsitzenden der Social Democratic and Labour Party und Friedensnobelpreisträgers, John Hume, abschrecken lassen4:
"Anyone who isn′t confused in Northern Ireland doesn′t really understand what is going on."
Nordirland erweist sich tatsächlich als ein Land der Widersprüche: politisch, ideologisch und gesellschaftlich zerrissen, aber dennoch von großer Schönheit und natürlichem Reichtum. Noch immer erinnern Mauern, Stacheldraht, Graffitis, Flaggen und bemalte Bordsteine,5 vereinzelte Kontrollpunkte und Wandgemälde an die Auseinandersetzungen im Norden der irischen Insel und wirken verständlicherweise im ersten Moment beängstigend. Doch diese Erscheinungen gehören zur nordirischen Historie und stellen zugleich eine Besonderheit des Nordens dar. Mich persönlich faszinierte es auf meinen Reisen nach Nordirland immer wieder, an jeder Straßenecke Zeitzeugen zu finden und die jüngste Vergangenheit so intensiv miterleben zu können. Denn bereits der chinesische Weise Konfuzius umschrieb die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Historie mit den Worten:
„Study the past, if you would divine the future.“
2. Die Destination Nordirland
2.1. Allgemeine Fakten und Zahlen
2.1.1. Land und Leute
Nordirland (amtliche Bezeichnung: Northern Ireland), im Westen und Norden an den Atlantischen Ozean, im Süden an die Irische See und die Republik Irland angrenzend, nimmt als Provinz des Vereinigten Königreichs von Großbritannien den nordöstlichen Teil der Insel Irland ein – jenen Teil, der sich nach Osten an Schottland neigt und an dessen schmalster Stelle nur 18 km Wasser (der sogenannte „North Channel“) die beiden Inseln voneinander trennt.
[...]
1 Vgl. Anhang „Erläuterungen“.
2 Vgl. Kapitel “Die touristischen Organisationen in Nordirland”.
3 Lennon, Ron; „The challenge of Northern Ireland Tourism“, Cornell Hotel and Restaurant Administration Quarterly; 1995; http://www.sciencedirect.com.
4 http://www.frommers.com.
5 Vgl. Anhang “Erläuterungen”.
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