Bei GRIN registrieren oder einloggen

Your e-mail-address or password is wrong
Jetzt registrieren
Für neue Autoren: kostenlos, einfach und schnell
Dies wird Ihr Benutzername, bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an

Passwort vergessen

Your e-mail-address or password is wrong

Neues Passwort anfordern
Peter Bichsel: San Salvador close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Peter Bichsel: San Salvador

Seminararbeit, 2004, 15 Seiten
Autor: Mirja Schnoor
Fach: Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.

Details

Veranstaltung: Seminar: Kurzgeschichten des 20. Jahrhunderts
Institution/Hochschule: Universität Bielefeld
Tags: Peter, Bichsel, Salvador, Seminar, Kurzgeschichten, Jahrhunderts
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 15
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 5  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V30831
ISBN (E-Book): 978-3-638-32008-5

Dateigröße: 246 KB
Anmerkungen :
Interpretation, Vergleich mit "Musikdosen", Anwendungsmöglichkeiten im Deutschunterricht



Textauszug (computergeneriert)

Universität Bielefeld
Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
Seminar: Kurzgeschichten des 20. Jahrhunderts

Peter Bichsel: San Salvador

von: Mirja Krüger

 


INHALT

EINLEITUNG 3

1. „SAN SALVADOR“ 4

1.1 Inhalt und Gliederung 4
1.2 Strukturskizze 6
1.3 Erzählweise 7
1.4 Arbeitsanregung zur Textinterpretation 9

2. VERGLEICH: „MUSIKDOSEN“ 11

3. FAZIT 14

LITERATUR 15


 

EINLEITUNG

„San Salvador“ erschien zuerst 1964 im Band „Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen“. Dieser Band enthielt 21 Kurzgeschichten des damals noch unbekannten Schweizer Autors Peter Bichsel und wurde völlig unerwartet zum großen Erfolg sowohl bei Literaturkritikern als auch auf dem Buchmarkt. Bichsels Motive in diesem Buch sind „Sachverhalte aus dem Alltag kleiner Leute, er schildert unscheinbare Situationen, er vergegenwärtigt Zustände, er erzählt geringfügige Vorgänge, er veranschaulicht kaum wahrnehmbare Stimmungen, er zeigt Reaktionen“.1

Bichsel zeigt Menschen wie es Tausende gibt, niemand weiß, woher sie kommen und wohin sie gehen. Sie hinterlassen keine Spur. Eine Biographie von ihnen existiert nicht. Wenige haben einen Namen, oder wo ein Name genannt wird, ist er so unauffällig, daß er bald in Vergessenheit gerät.2 Auch aus diesem Grund sind Bichsels Kurzgeschichten für die Schule ideal, denn sie spiegeln viele Merkmale einer Kurzgeschichte wider, wie offener Anfang, offenes Ende, keine individualisierten Charaktere. Vorherrschendes Thema im vorliegenden Band sind dabei anonymisierte Menschen, die von „einer großen Einsamkeit befallen“3 sind und sich nicht verständigen können – auch dann nicht, wenn sie miteinander sprechen. „Sie leben und warten jeder für sich allein“.4

Auch dies ist ein Thema, was sich in der Schule zu behandeln lohnt, da es sich mit den alltäglichen Erfahrungen in unserer Gesellschaft und in unseren Beziehungen zu anderen Menschen leider nur zu häufig deckt. Hilfreich ist dabei, dass sich Bichsels alltägliche Charaktere in alltäglichen Situationen befinden und so die Übertragung bzw. Abstraktion relativ leicht fällt. In der vorliegenden Ausarbeitung soll unter anderem das Thema der Isolation und Sprachlosigkeit näher beleuchtet werden, und zwar zunächst an der Kurzgeschichte „San Salvador“ und anschließend auch noch im Vergleich mit der Geschichte „Musikdosen“, die beide im oben erwähnten Band erschienen. Dabei sollen die Geschichten an sich sowie Möglichkeiten der Annährung im Schulunterricht untersucht werden.

1. „SAN SALVADOR“

1.1 Inhalt und Gliederung

In der Kurzgeschichte „San Salvador“ von Peter Bichsel geht es um einen Mann namens Paul, der an einem Mittwochabend bei sich zu Hause auf die Kinder aufpasst und auf die Rückkehr seiner Frau Hildegard aus dem Kirchenchor wartet. Die Kurzgeschichte lässt sich inhaltlich in sechs Abschnitte 5 gliedern. Im ersten Abschnitt probiert Paul zunächst einen neuen Füllfederhalter aus, den er sich gekauft hat, und schreibt damit verschiedene Dinge auf ein Blatt Papier, wie seinen Namen, Adressen, Wellenlinien. Danach nimmt er sich ein neues Blatt, auf das er die zwei Kernsätze der Geschichte schreibt: „Mir ist es hier zu kalt“ und „ich gehe nach Südamerika“.6 Anschließend beobachtet er, wie die Tinte eintrocknet und unterschreibt dieses Blatt noch. Der zweite Abschnitt ist dadurch gekennzeichnet, dass Paul einfach nur dasitzt. Anschließend werden einige Tätigkeiten Pauls beschrieben, die offensichtlich dem Zeitvertreib dienen sollen:

[...]


1 Reich-Ranicki, Marcel: Literatur der kleinen Schritte. Deutsche Schriftsteller heute. München: Piper 1967. S. 91.

2 Meier, Regula A.: Peter Bichsels Kurzprosa in “Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen“. In: Stefan Grunwald (Hrsg.): Theorie und Kritik. Zur vergleichenden und neueren deutschen Literatur. Festschrift für Gerhard Loose zum 65. Geburtstag. Bern: Franke 1974. S. 141-148. S. 147.

3 Ebd.

4 Reich-Ranicki, M.: Literatur der kleinen Schritte. S. 94.

5 Abschnitt eins: Z. 1-11

Abschnitt zwei: Z. 12
Abschnitt drei: Z. 13-25
Abschnitt vier: Z. 26-37
Abschnitt fünf: Z. 38-44
Abschnitt sechs: Z. 45-47 (Zeilenangaben, auch bei den Zitaten, nach der Ausgabe von Walter 1972)

6 San Salvador, Z. 5-6.


Kommentare

Bisher keine Kommentare

Kommentar hinzufügen
Ihr Kommentar wird redaktionell geprüft und dann freigeschaltet

Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:


Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/30831/peter-bichsel-san-salvador
please wait Bitte warten