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Die Umweltanalyse als Ausgangspunkt im Internationalen Marketing, dargestellt am Beispiel der Slowakei

Scholary Paper (Seminar), 2004, 27 Pages
Author: Sebastian Bone
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research

Details

Event: Seminar Marketing Hauptstudium
Institution/College: TU Bergakademie Freiberg
Tags: Umweltanalyse, Ausgangspunkt, Internationalen, Marketing, Beispiel, Slowakei, Seminar, Marketing, Hauptstudium
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 27
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 20  Entries
Language: German
Archive No.: V30861
ISBN (E-book): 978-3-638-32035-1

File size: 278 KB


Excerpt (computer-generated)

Die Umweltanalyse als Ausgangspunkt im Internationalen
Marketing, dargestellt am Beispiel der Slowakei

von: Sebastian Bone

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 03

2 Die Umweltanalyse 04

2.1 Globale Umwelt 05

2.1.1 Politisch-rechtliche Umwelt 06
2.1.2 Ökonomische Umwelt 08
2.1.3 Sozio-kulturelle Umwelt 10
2.1.4 Technologische Umwelt 14
2.1.5 Ökologische Umwelt 16

2.2 Lokale Umwelt 17
2.3 Bedeutung der Umweltanalyse im internationalen Marketing 19

3 Die Umweltanalyse am Beispiel der Slowakei 20

4 Zusammenfassung 24
 


 

1 Einleitung

Ohne internationale Tätigkeiten wären viele Unternehmen heute nicht mehr in der Lage wirtschaftlich zu arbeiten. Internationalität kann zu einer Risikodiversifizierung führen, so dass bereits viele Unternehmen die Bedeutung und Chancen auf internationalen Märkten erkannt haben und aktiv nutzen. Durch die Europäische Union (EU) wurden für Unternehmen Möglichkeiten geschaffen, die ein internationales Agieren vereinfachen. Die bedeutendsten Neuerungen waren der europäische Binnenmarkt ohne Kapitalflussbehinderungen und die europäische Währungsunion, die mit der Einführung des Euros in einem Großteil der EUMitgliedsländer abgeschlossen wurde. Dies führt dazu, dass bereits viele Unternehmen auf internationale Erfahrungen zurückblicken können.

Am 01.05.2004 vergrößerte sich die EU durch den Beitritt von Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern auf insgesamt 25 Mitgliedsstaaten. Durch die sogenannte EU-Osterweiterung öffneten sich die Grenzen vor allem zu den Ländern, die noch vor zwei Jahrzehnten hinter dem ‚Eisernen Vorhang’ lagen. Die EU-Osterweiterung rückt ein großes Marktpotenzial in den Blickpunkt der Unternehmen. Auch wenn unter den neuen Mitgliedern viele ehemalige sozialistische Staaten sind, verkaufen sich dort Produkte nicht mehr von selbst, da u. a. aufgrund der nun existierenden Sortimentsbreite sowie -tiefe eine große Produktauswahl für die Konsumenten vorhanden ist. Marketing hat auch in diesen Ländern eine große Bedeutung und ist essentiell für den Markterfolg. Trotz der Universalität des Marketings existieren zwischen den einzelnen Märkten und Konsumenten deutliche Unterschiede.1 Diese bedingen eine auf das jeweilige Land angepasste Marketingpolitik und -strategie. Als Ausgangspunkt für diese kann eine Umweltanalyse dienen, welche die differenten Aspekte in den jeweiligen Ländern aufzeigt. Im Rahmen dieser Arbeit soll zunächst die Umweltanalyse als Grundlage des internationalen Marketings dargestellt werden. Es wird auf die verschiedenen Aspekte der Umweltanalyse eingegangen und ihre Bedeutung im internationalen Marketing hervorgehoben. Eine Umweltanalyse am Beispiel der Slowakei, einem der zehn neuen Mitgliedsländer der EU dient als Praxisbeispiel. Abschließend soll das Thema zusammengefasst und mit einer kritischen Betrachtung der Umweltanalyse komplettiert werden.

2 Die Umweltanalyse

In den letzten Jahren haben sich die Unternehmen in zunehmenden Maße auf die Probleme und Bedürfnisse der Käufer auf den ausländischen Märkten ausgerichtet.2 Im Gegensatz zur Aussage Levitts, der 1983 von einem immer homogeneren Weltmarkt mit universal vorhandenen Bedürfnissen ausging3, wird heute die herrschende Meinung, dass „(...) die Verbraucher sich in ihren Bedürfnissen unterscheiden und dass Marketingprogramme effektiver sind, wenn sie genau an jede Zielgruppe angepasst werden.“4 vertreten. Nachdem einige Firmen mit einer standardisierten Marketingstrategie negative Erfahrungen gesammelt haben, so z. B. Henkel mit der Einführung von Persil in Ungarn, wo falsche Annahmen über die Produktbekanntheit zu einem katastrophalen Image führten5, oder der Nestlé Konzern, der durch den Transfer seines europäischen Kaffeesortiments in die USA einen Verlust von Marktanteilen hinnehmen musste6, wird heutzutage eher auf eine differenzierte Marketingstrategie gesetzt. Um eine auf den jeweiligen Zielmarkt angepasste Strategie entwickeln zu können, entsteht ein hoher Informationsbedarf. Dieser hohe Informationsbedarf vor dem Eintritt in einen neuen Markt geht einher mit einem höheren Maß an Unsicherheit, einer höheren Komplexität und einem erhöhten Koordinationsbedarf.7 „Die Entscheidung zur Internationalisierung führt somit zu einer Veränderung, Multiplizierung und Komplizierung der Marketingaktivitäten.“8 Die Umweltanalyse bietet hier eine geeignete Möglichkeit, die Informationsbeschaffung nicht weiter zu verkomplizieren. Hierbei werden die jeweiligen, für eine Marketingstrategie relevanten Aspekte in unterschiedliche Kategorien zusammengefasst. Die Zuordnung der einzelnen Kategorien wird in der Literatur unterschiedlich beschrieben. Keegan, Schlegelmilch, Stöttinger teilen die Umweltanalyse in wirtschaftliche Umwelt und Wettbewerb, technologische Umwelt, politische Umwelt, regulative Bestimmungen, rechtliche Umwelt sowie soziale und kulturelle Umwelt auf.9 Meffert spricht zum einen von einer globalen Umwelt, welche in die politisch-rechtliche, sozio-kulturelle, technologische und ökonomische Umwelt unterteilt wird. Zum anderen wird die Aufgabenumwelt erwähnt, die Konsumenten, Handel und Wettbewerber im internationalen Wettbewerb erfasst.10 In Zusammenarbeit mit Bolz wurde die Unterteilung der globalen Umwelt noch um die natürliche Umwelt erweitert.11 Homburg und Krohmer sprechen von ökonomischen, politischrechtlichen sowie kulturell-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.12 Schreyögg differenziert die globale Umwelt, die aus der technologischen, politisch-rechtlichen, sozio-kulturellen, ökologischen und makroökonomischen Umwelt besteht, und spricht auch über die von Meffert erwähnte Aufgabenumwelt.13

Im Folgenden wird die Umweltanalyse in die Analyse der globalen und lokalen Umwelt aufgeteilt. Die globale Umwelt umfasst die politisch-rechtliche, die ökonomische, die kulturelle, die technologische sowie die ökonomische Umwelt. Bei der lokalen Umwelt handelt es sich im Wesentlichen um das Fünf-Kräfte-Modell von Porter aus dem Jahr 1980.14 Dieses Modell untersucht die Rivalität unter den derzeitigen Wettbewerbern, Bedrohung durch neue Wettbewerber, Substitutionsprodukte, Verhandlungsmacht der Lieferanten sowie Verhandlungsmacht der Abnehmer. Die Ausprägungen dieser fünf Kräfte haben einen Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens.15 Diese Aufteilung wird gewählt, da so wesentliche Aspekte zum jeweiligen Themengebiet zusammengefasst werden können und dadurch ein kompakter Überblick über das jeweilige Land ermöglicht wird. Insgesamt kann diese Aufteilung nur eine analytische Hilfskonstruktion darstellen, die einzelne potenziell relevante Einflüsse verdeutlichen kann.16 In der praktischen Anwendung müssen die nicht klar abzugrenzenden Komponenten sowie deren Interdependenzen berücksichtigt werden.

2.1 Globale Umwelt

Dieser Abschnitt wird die einzelnen Bereiche der globalen Umweltanalyse allgemein betrachten. Darunter zählen die politisch-rechtliche, die ökonomische, die kulturelle sowie die technologische Umwelt.

2.1.1 Politisch-rechtliche Umwelt

[...]


1 Vgl. Keegan, Schlegelmilch, Stöttinger (2002), S. 11.

2 Vgl. Meffert, Bolz (1998), S. 7.

3 Vgl. Levitt (1983), S. 92.

4 Kotler, Bliemel (2001), S. 635.

5 Vgl. Schrader (2004), S. 16.

6 Vgl. Keegan, Schlegelmilch, Stöttinger (2002), S. 11.

7 Vgl. Homburg, Krohmer (2003), S. 906.

8 Meffert (2000), S. 1231.

9 Vgl. Keegan, Schlegelmilch, Stöttinger (2002), S. 206 – 207.

10 Vgl. Meffert (2000), S. 1233.

11 Vgl. Meffert, Bolz (1998), S. 52.

12 Vgl. Homburg, Krohmer (2003), S. 907.

13 Vgl. Schreyögg (1999), S. 311 ff.

14 Vgl. Homburg, Krohmer (2003), S. 167.

15 Vgl. ebenda, S. 168.

16 Vgl. Schreyögg (1999), S. 313.


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