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Das Delphiverfahren

Research Paper, 2001, 47 Pages
Author: Juliane Richter
Subject: Pedagogy - Miscellaneous Topics

Details

Event: Seminar Das Delphiverfahren - eine Studie
Institution/College: Dresden Technical University (Erziehungswissenschaften)
Tags: Delphiverfahren, Seminar, Delphiverfahren, Studie
Category: Research Paper
Year: 2001
Pages: 47
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V309
ISBN (E-book): 978-3-638-10226-1
ISBN (Book): 978-3-638-93402-2
File size: 133 KB

Abstract

Worin liegen die Vorteile, eine Arbeit, die sowieso schon zum Teil von den selben Menschen, aber in administrativer Abhängigkeit geleistet wird, sich aufzubürden, um in einen Wettbewerb mit etablierten großen Trägern zu treten? Vielleicht spielt hierbei auch die gerade moderne und von den letzten beiden Regierungen geförderten Entwicklung eine erhebliche und nicht zu unterschätzende Rolle. Folgende Fragen möchten wir versuchen zu beantworten: * Werden in Zukunft nur noch Jugendliche aus reichen Elternhäusern betreut, die genug Geld für die Entwicklung ihrer Kinder ausgeben können? * Wird sich die Entwicklung auf dem Sektor der Entgelte weiter bis in das Unermeßliche steigern lassen? * Welchen Einfluß wird der Staat auf diese Entwicklung ausüben? * Wird in Zukunft wieder die Qualität der Quantität geopfert? * Welchen Einfluß wird die EU auf das einmalige Prinzip der Subsidiarität haben? * Welche Erfahrungen liegen diesbezüglich in anderen Ländern vor? * Wie wird sich die EU-Erweiterung nach Osten auf dieses System auswirken? Über 90 % der privaten Unternehmer in dieser Branche stammen selbst aus der Sozialpädagogik, kennen sich also in diesem Metier aus und kennen demzufolge auch den Hilfebedarf. Nach Aussagen des Landesjugendamtes Brandenburg ( persönliches Gespräch mit Frau Stör) sind derzeit über 1000 stationäre Plätze nicht belegt. Im Gegensatz dazu steht, daß alle im Land Brandenburg existierenden privaten Träger keinerlei Probleme mit der Auslastung haben, sondern im Gegenteil mehr Anfragen als Plätze vorhanden sind. Diese Diskrepanz ist offensichtlich und erfordert Analysen.


Excerpt (computer-generated)


Juliane Seifert

Das Delphiverfahren

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3
2. Historische Entwicklung der Hilfen zur Erziehung und die sich daraus ergebende Fragestellung 5
3. Hypothetische Überlegung 8
4. Pädagogische Relevanz 9
5. Festlegung der Untersuchungsform 10
6. Vorüberlegung zur Entwicklung des Fragebogens 13
7. Definitionen der Schlüsselbegriffe 14
8. Auswertung der Fragebögen und Diagramme 18
9. Zusammenfassung 45
Literatur 47

1. Einleitung

Worin liegen die Vorteile, eine Arbeit, die sowieso schon zum Teil von den selben Menschen, aber in administrativer Abhängigkeit geleistet wird, sich aufzubürden, um in einen Wettbewerb mit etablierten großen Trägern zu treten?
Vielleicht spielt hierbei auch die gerade moderne und von den letzten beiden Regierungen geförderten Entwicklung eine erhebliche und nicht zu unterschätzende Rolle.
Besonders in den letzen 10 Jahren hat sich diese Entwicklung auch auf die neuen fünf Bundesländer übertragen und findet eifrige Nachahmer. Gründe dafür liegen in verschiedenen Bereichen, da sind

  1. die Dezentralisierung von Großheimen als Relikt der DDR;
  2. die Arbeitslosigkeit in den Reihen der früheren Heimerzieher bzw. der neuen Abgänger von Fachhochschulen und Universitäten;
  3. Experimentierfreudigkeit und Erprobung anderer Erziehungsstile;
  4. Unabhängigkeit von mehreren übergeordneten Ebenen, Vorständen, Leitungen;
  5. Flexibilität auf Entscheidungsebenen;
  6. Sehr engagierte Erzieher, die nicht nur den Profit sehen, sondern vor allem an der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen interessiert sind und das über eine 8-stündige Arbeitszeit hinaus;
  7. Verlagerung von vielen kleinen Einrichtungen auf die Dörfer, Stadtflucht (suchen nach Reizarmut);
  8. Gewinnerwartung ;
  9. Vorteile auch durch Selbständigkeit, geringere Steuern, Absetzbarkeit von Aufwendungen priv. Krankenversicherungen

Sicher gibt es noch weitere Gründe und Überlegungen, sich den Gesetzen der Marktwirtschaft zu unterwerfen.
Im Freistaat Sachsen sind es derzeit 4 Einrichtungen, die in diesem Verband organisiert sind. Aus der Überlegung heraus, daß sich auch hier ein Trend abzeichnet, haben wir uns dieses Thema für den Fragebogen gewählt.
Inwieweit sich der VPK als direkte Konkurrenz zu den bereits bestehenden Einrichtungen erweisen wird soll dieser Fragebogen klären. Interessant ist auch der Aspekt, daß sich diese Arbeit natürlich nur auf die Hilfen zur Erziehung bezieht. Es könnten aber auch neue Fragen aufgeforfen werden. Z. B.

  • Werden in Zukunft nur noch Jugendliche aus reichen Elternhäusern betreut, die genug Geld für die Entwicklung ihrer Kinder ausgeben können?
  • Wird sich die Entwicklung auf dem Sektor der Entgelte weiter bis in das Unermeßliche steigern lassen?
  • Welchen Einfluß wird der Staat auf diese Entwicklung ausüben?
  • Wird in Zukunft wieder die Qualität der Quantität geopfert?
  • Welchen Einfluß wird die EU auf das einmalige Prinzip der Subsidiarität haben?
  • Welche Erfahrungen liegen diesbezüglich in anderen Ländern vor?
  • Wie wird sich die EU-Erweiterung nach Osten auf dieses System auswirken?

Über 90 % der privaten Unternehmer in dieser Branche stammen selbst aus der Sozialpädagogik, kennen sich also in diesem Metier aus und kennen demzufolge auch den Hilfebedarf. Nach Aussagen des Landesjugendamtes Brandenburg ( persönliches Gespräch mit Frau Stör) sind derzeit über 1000 stationäre Plätze nicht belegt. Im Gegensatz dazu steht, daß alle im Land Brandenburg existierenden privaten Träger keinerlei Probleme mit der Auslastung haben, sondern im Gegenteil mehr Anfragen als Plätze vorhanden sind. Diese Diskrepanz ist offensichtlich und erfordert Analysen.


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