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Diploma Thesis, 2004, 154 Pages
Author: Nadine Lange
Subject: Sociology - Age and Aging
Details
Tags: Alternsvorstellungen, Rehabilitation, Pflegeheimbewohnern, Untersuchungsdesign, Entwicklung, Erhebungsinstrumentes
Year: 2004
Pages: 154
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-32076-4
ISBN (Book): 978-3-638-74293-1
File size: 1323 KB
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Abstract
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Versorgung im Alter. Dabei sollen nicht alle Aspekte des Lebens im Alter betrachtet werden. Speziell wird auf den Bereich der Rehabilitation und zwar bei den besonders alten und pflegebedürftigen, den hochaltrigen Pflegeheimbewohnern, geschaut. Es soll geklärt werden, wie die rehabilitative Versorgung aussieht und welche Einflüsse es gibt, entspricht die vorhandene Versorgung dem Bedarf der hochaltrigen Pflegeheimbewohner oder müsste sie verbessert werden, gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Einrichtungen und wenn „ja“ warum? Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist, ob die Vorstellungen vom Alter der Personen im Umfeld eines hochaltrigen Pflegeheimbewohners, wie zum Beispiel Angehörige, Pflegekräfte, therapeutische Mitarbeiter, Ärzte, usw., Einfluss auf Rehabilitationsrealität haben. Bevor ein Studiendesign präsentiert und das Erhebungsinstrumentarium entwickelt wird, müssen die theoretischen Grundlagen ausgearbeitet werden. Dabei werden die Fragen geklärt: Was bedeutet Alter oder Altern und welche Vorstellungen davon gibt es? Wie sieht die demographische Entwicklung aus und warum ist es deshalb so wichtig sich mit der Versorgung hochaltriger Menschen zu beschäftigen? Was heißt Rehabilitation und auf welchen Modellen von Gesundheit basiert die Definition? Welche Möglichkeiten von Rehabilitation im Alter gibt es? Gibt es Rehabilitation „trotz“ Pflege, macht sie Sinn und was ist möglich? Dabei fließen vorhandene Forschungsergebnisse bereits in die theoretische Aufarbeitung ein. Dennoch soll vor der Darstellung des Studiendesigns der aktuelle Forschungsstand vorgestellt und die Defizite in der Kombination: Hochaltrigkeit, Rehabilitation und Pflegebedürftigkeit aufgezeigt werden. In vielen Studien werden Hochaltrige nicht mit einbezogen oder wenn sie einbezogen werden, wird der Aspekt Rehabilitation wenig beachtet. Damit soll die Bedeutung einer Studie mit dieser Themenkombination unterstrichen werden. Aus dem letzten Teil der Arbeit wird das Erhebungsinstrumentarium zur Studie entwickelt. Dazu gehört, dass die Instrumente während einer Vorstudie in verschiedenen Einrichtungen getestet und nach den Erfahrungen in der Vorstudie modifiziert werden. Die Instrumente vor und nach der Vorstudie finden sich im Anhang um die Entwicklung nachvollziehbarer zu machen. Im Schlussteil wird ein Ausblick auf die Hauptstudie gegeben.
Excerpt (computer-generated)
Institut für Soziologie
Universität Hamburg
Alternsvorstellungen und Rehabilitation bei hochaltrigen Pflegeheimbewohnern -
Untersuchungsdesign und Entwicklung eines Erhebungsinstrumentes
Diplomarbeit
vorgelegt von
Nadine Kawa
08.01.2004
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis ... a
Abbildungsverzeichnis ... d
Danksagungen/Widmungen ... f
Abkürzungsverzeichnis ... g
1. Einleitung ... 1
2. Theoretische Grundlagen ... 3
2.1 Definitionen von Alter(n) und Hochaltrigkeit ... 3
2.1.1 Alter und Altern ... 3
2.1.1.1 Psychologisches Altern ... 3
2.1.1.2 Soziales Altern ... 3
2.1.1.3 Physiologisches Altern ... 4
2.1.2 Hochaltrigkeit ... 5
2.1.3 Vorstellungen von Alter(n) und Altersbilder ... 5
2.1.4 Ältere Menschen im Sozialrecht ... 6
2.1.5 Der Begriff „Alter“ in der Rechtsordnung ... 7
2.2 Demographie und Folgen für die Altersversorgung ... 7
2.2.1 Demographie ... 7
2.2.2 Folgen des demographischen Wandels für die Altersversorgung ... 13
2.2.3 Fazit ... 15
2.3 Definition von Rehabilitation ... 16
2.3.1 Der erweiterte Gesundheitsbegriff ... 16
2.3.2 Das Partizipationsmodell der WHO ... 17
2.3.3 Rehabilitation ... 20
2.3.3.1 medizinische Rehabilitation ... 22
2.3.3.2 soziale Rehabilitation ... 22
2.3.3.3 Rehabilitationsbedürftigkeit, -bedarf und -potential ... 22
2.4 Rehabilitation für hochaltrige Menschen „trotz“ Pflege ... 23
2.4.1 Krankheiten und Hilfebedarf im Alter ... 26
2.4.2 Prävention und Rehabilitation für ältere Menschen ... 29
2.4.3 Der erweiterte Gesundheitsbegriff im Alter ... 29
2.4.4 Rehabilitationsmaßnahmen im Pflegealltag ... 32
2.5 Rechtliche Grundlagen der Rehabilitation für ältere Menschen ... 34
2.5.1 Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen - SGB IX ... 34
2.5.2 Die Pflegeversicherung - SGB XI ... 35
2.5.3 Die Krankenversicherung - SGB V ... 36
2.5.4 Das Arbeitsrecht - SGB VI ... 36
2.5.5 Die Sozialhilfe - BSHG ... 37
2.6 Forschungsstand zu Hochaltrigkeit, Rehabilitation und Pflegebedürftigkeit ... 37
3. Entwicklung des Studiendesigns der Hauptstudie ... 38
3.1 Fragestellungen der Studie ... 38
3.2 Untersuchungseinheiten ... 38
3.3 Auswahl der Stichprobe ... 39
3.4 Zugang zu den Untersuchungseinheiten ... 42
3.5 Ablauf der Datenerhebung ... 43
3.6 Entwicklung des Erhebungsinstrumentariums ... 44
3.6.1 Art der Erhebungsinstrumente ... 44
3.6.2 Anschreiben ... 46
3.6.3 Die Einverständniserklärung ... 46
3.6.4 Instrument I: Übersicht über die Erhebung in der Einrichtung ... 47
3.6.5 Instrument II: Erhebung der allgemeinen Heimdaten ... 47
3.6.6 Instrument III: Bewohner - Assessment ... 48
3.6.7 Instrument IV: Fragebogen ... 49
3.6.7.1 Fragenkomplex: allgemeine/demographische Daten ... 49
3.6.7.2 Fragenkomplex: Alter(n)svorstellungen ... 50
3.6.7.3 Fragenkomplex: rechtliches Grundwissen ... 53
3.6.7.4 Fragenkomplex: Veränderungsvorschläge ... 53
3.6.8 Instrument V: Ergänzung zum Fragebogen - Rehabilitationsmaßnahmen ... 54
3.6.9 Layout der Instrumente ... 54
4. Die Vorstudie ... 55
4.1 Fragestellungen der Vorstudie ... 55
4.2 Planung der Vorstudie ... 55
4.3 Beschreibung der Zugänge in der Vorstudie ... 56
4.4 Dateneingabe und Vorgehen bei der Auswertung ... 59
4.5 Eignung der Erhebungsinstrumente ... 61
4.6 Änderungen der Erhebungsinstrumente nach der Vorstudie ... 65
4.6.1 Instrument I: Übersicht über die Erhebung in der Einrichtung ... 66
4.6.2 Instrument II: Erhebung der allgemeinen Heimdaten ... 66
4.6.3 Instrument III: Bewohner- Assessment ... 66
4.6.4 Instrument IV: Fragebogen ... 67
4.6.5 Instrument IV-B: Fragebogen für Bewohner ... 68
4.6.6 Instrument V: Ergänzung zum Fragebogen – Rehabilitationsmaßnahmen ... 68
4.7 Ausblick auf die Beantwortung der Fragestellungen der Hauptstudie ... 69
4.7.1 Rehabilitationsbedarf der Bewohner ... 69
4.7.2 Altersbilder ... 71
4.7.3 Übersicht über die Einrichtungen ... 73
4.7.4 Rehabilitationsbedarf und Rehabilitationsrealität im Vergleich mit den Einschätzungen der Befragten und den Altersbildern ... 74
4.7.5 Persönliche Einschätzung der rehabilitativen Maßnahmen der Befragten ... 79
4.7.6 Fazit: Annahmen zu den Fragestellungen der Hauptstudie ... 83
5. Ausblick ... 84
Literaturverzeichnis ... I
Anhang ... V
1. Anhang – Anschreiben und Einverständniserklärung für die Vorstudie ... VI
2. Anhang – Fragebögen für die Vorstudie ... XII
3. Anhang – geänderte Fragebögen nach der Vorstudie ... XXX
4. Anhang – Dokumente für die Auswertung ... LVII
1. Einleitung
„Hierzulande sieht das Alter künftig mehr als Bürde als nach Würde aus. Die Rente ist nicht mehr sicher, größere medizinische Eingriffe mit 85 stehen in Frage – die älteste Generation wird zur Disposition gestellt. Schon der Begriff „Senioren“ signalisiert eine Last.“
Hamburger Abendblatt, 23./24. 8. 2003
Immer wieder taucht in den Medien das Thema Alter und die Versorgung alter Menschen auf. Immer wieder wird darüber diskutiert, was kann bezahlt werden, was muss, was muss nicht und vor allen Dingen bis wann. Wie im obigen Zitat werden dabei Maßnahmen für Hochaltrige (85 und älter) häufig in Frage gestellt. In Zeiten knapper Mittel versucht jeder sein Boot ins Trockene zu bringen. Aller Vorrausicht nach wird doch jeder „alt“ werden und sollte doch deshalb auch bemüht sein, dann die bestmögliche Versorgung zu bekommen, oder? Warum wird dann so oft über Kürzungen bei alten Menschen nachgedacht? Oder denkt niemand an das Alter?
Ja klar! Jeder war mal Kind oder jugendlich (mancher ist es noch) und wenn das noch nicht allzu lange her ist, kann man sich daran erinnern und sich für seine eigenen Kinder und deren Belange einsetzen. (Die Kinder sind ja auch unsere Zukunft und natürlich wird auch da viel zu viel gespart. Daran will ich nicht zweifeln) Aber niemand war schon mal alt oder kann sich so wirklich vorstellen, wie das Leben im Alter sein wird. Und die meisten wollen das auch gar nicht. Oft genug bekommen wir das Bild eines vitalen, smarten, kreativen und überaus hübschen Menschen als den modernen Menschen der westlichen Gesellschaft präsentiert. Und diesem Bild möchte man lange genug entsprechen, wie das im Zitat unten beschrieben wird. Wer will da schon daran denken, was mal ist, wenn man alt und nicht mehr so leistungsfähig oder gar abhängig ist?
„Währenddessen werkeln Bio-Designer an der ewigen Jugend, wie sie die Werbung schon jetzt vorgaukelt: der gesichts- und alterslosen Vision einer Welt ohne Falten und Gebrechen. Alle wollen so lange wie möglich leben – aber niemand möchte alt werden.“
Hamburger Abendblatt, 23./24. 8. 2003
Denken die Menschen vielleicht auch nicht so gern an das Alter, weil sie denken, dass sie dort nicht mehr so viel Lebensqualität wie früher zu erwarten haben?
In der vorliegenden Diplomarbeit wird sich mit der Versorgung im Alter beschäftigt. Dabei sollen nicht alle Aspekte des Lebens im Alter betrachtet werden. Speziell soll auf den Bereich der Rehabilitation und zwar bei den besonders alten und pflegebedürftigen, den hochaltrigen Pflegeheimbewohnern, angeschaut werden. Es soll geklärt werden, wie die rehabilitative Versorgung aussieht und welche Einflüsse es gibt, entspricht die vorhandene Versorgung dem Bedarf der hochaltrigen Pflegeheimbewohner oder müsste sie verbessert werden, gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Einrichtungen und wenn „ja“ warum? Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist, ob die Vorstellungen vom Alter der Personen im Umfeld eines hochaltrigen Pflegeheimbewohners, wie zum Beispiel Angehörige, Pflegekräfte, therapeutische Mitarbeiter, Ärzte, usw., Einfluss auf Rehabilitationsrealität haben.
Bevor ein Studiendesign präsentiert und das Erhebungsinstrumentarium entwickelt wird, müssen die theoretischen Grundlagen ausgearbeitet werden. Dabei werden die Fragen geklärt: Was bedeutet Alter oder Altern und welche Vorstellungen davon gibt es? Wie sieht die demographische Entwicklung aus und warum ist es deshalb so wichtig sich mit der Versorgung hochaltriger Menschen zu beschäftigen? Was heißt Rehabilitation und auf welchen Modellen von Gesundheit basiert die Definition? Welche Möglichkeiten von Rehabilitation im Alter gibt es? Gibt es Rehabilitation „trotz“ Pflege, macht sie Sinn und was ist möglich?
Dabei fließen vorhandene Forschungsergebnisse bereits in die theoretische Aufarbeitung ein. Dennoch soll vor der Darstellung des Studiendesigns der aktuelle Forschungsstand vorgestellt und die Defizite in der Kombination: Hochaltrigkeit, Rehabilitation und Pflegebedürftigkeit aufgezeigt werden. In vielen Studien werden Hochaltrige nicht mit einbezogen oder wenn sie einbezogen werden, wird der Aspekt Rehabilitation wenig beachtet. Damit soll die Bedeutung einer Studie mit dieser Themenkombination unterstrichen werden.
Aus dem letzten Teil der Arbeit wird das Erhebungsinstrumentarium zur Studie entwickelt. Dazu gehört, dass die Instrumente während einer Vorstudie in verschiedenen Einrichtungen getestet und nach den Erfahrungen in der Vorstudie modifiziert werden. Die Instrumente vor und nach der Vorstudie finden sich im Anhang um die Entwicklung nachvollziehbarer zu machen.
Im Schlussteil wird ein Ausblick auf die Hauptstudie, welche aufgrund des Umfanges nicht im Rahmen der Diplomarbeit durchgeführt wird, gegeben.
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definitionen von Alter(n) und Hochaltrigkeit
2.1.1 Alter und Altern
„Altern: (engl.) aging; degenerativer biol. Prozess, der mit zunehmendem Lebensalter zu psych. u. phys. Abnutzungserscheinungen führt u. meist zw. 50. u. 65. Lj. beginnt (Eugerie); die Differenz zw. sog. chronologischem (entspr. Geburtsurkunde) u. biol. Lebensalter (entspr. Körperfunktion u./od. intellektueller Leistung) beeinflussen v. a. folgende Faktoren: sozioökonomische Bedingungen (v. a. Beruf, Lebensweise u. Ernährung), genet. Konstitution, emotionaler Umgang mit Problemen (s. Coping), lang dauernde Kontamination mit Schadstoffen (kann zu Akkumulation u. funkt. Stoffwechselveränderung führen), chron. Erkr.“ (Quelle: Pschyrembel online, 01.10.2003)
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