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Fixes und flüssiges Kapital bei Karl Marx

Scholary Paper (Seminar), 2004, 13 Pages
Author: Markus Voigt
Subject: Philosophy - Philosophy of the 19th Century

Details

Event: Proseminar: Kapital Lektürekurs
Institution/College: Free University of Berlin
Tags: Fixes, Kapital, Karl, Marx, Proseminar, Kapital, Lektürekurs
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 13
Grade: 2+
Bibliography: ~ 2  Entries
Language: German
Archive No.: V30965
ISBN (E-book): 978-3-638-32111-2

File size: 228 KB


Excerpt (computer-generated)

Fixes und flüssiges Kapital bei Karl Marx

von: Markus Voigt

 


Inhaltsverzeichnis

1. Thema der Arbeit S. 3

2. Bestimmung der Sphäre S. 3

3. Fixes Kapital S. 3

4. Flüssiges Kapital S. 4

5. Fixes und flüssiges Kapital S. 5

6. Der Grad der Fixität S. 6

7. Probleme bei der Bestimmung des fixen Kapitals S. 7

8. Fixes Kapital und Geld S. 8

9. Umschlagszeiten des fixen Kapitals S. 8

10. Fixes Kapital und Lebensdauer S. 9

11. Fußnoten S. 12

12. Bibliografie S. 12


 

Thema der Arbeit:

Im folgenden werde ich mich mit den Kategorien des flüssigen und des fixen Kapitals bei Karl Marx befassen. In Anlehnung an das Proseminar beziehe ich mich insbesondere auf den zweiten Band des „Kapital“. Besonderes Augenmerk soll hierbei in der klaren Begriffsbestimmung und der Abgrenzung von anderen Kategorien des Marxschen Wirtschaftsmodells liegen. Dabei sollen die Schwierigkeiten aufgezeigt werden, die eine unklare Definition der beiden Kategorien bei der weiterführenden Betrachtung der verschiedenen Existenzformen von Kapital mit sich bringt.

Bestimmung der Sphäre

Marx unterscheidet bei der Betrachtung des Kapitals zwei Sphären: die Zirkulations- und die Produktionssphäre. Fixes und flüssiges Kapital sind Kapitalformen, die bei Marx nur in der Produktionssphäre vorkommen, da für ihn die Unterscheidung nur im Bezug auf die kapitalistische Warenproduktion Sinn macht, und, wie noch zu zeigen ist, nicht auf eine bestimmte Kategorie von Gegenständen (Arbeitsmittel) anzuwenden ist, sondern sich allein aus ihrer Funktion im Arbeitsprozess ergibt. Ein, wenn auch nicht immer entscheidender, Parameter für die Definition als fixes oder flüssiges Kapital ist für Marx die Art und Weise wie Produktionsmittel ihren Wert abgeben. Fixes Kapital gibt dabei Wert an das Produkt (die Ware) ab, ohne stofflich in sie einzugehen. Ein Teil des Kapitals ist in Form von konstantem Kapital, d.h. von Produktionsmitteln vorgeschossen worden, die nun als Faktoren des Arbeitsprozesses fungieren, solange die selbständige Gebrauchsgestalt ausdauert, mit der sie in desselben eintreten. 1

Fixes Kapital

Fixes Kapital verbleibt damit während seiner gesamten Lebensdauer im Produktionsprozess, ohne ihn je zu verlassen. Als Beispiel mag hier die Maschine dienen, die Stahlblech in die Form von Bratpfannen biegt. Das Stahlblech wird von der Maschine bearbeitet, sie geht jedoch nicht in die fertige Pfanne ein. Die Arbeitsmittel dagegen verlassen nie die Produktionssphäre, nachdem sie einmal in dieselbe eingetreten sind. 2 Marx spricht dabei davon dass ein Teil des in einem Produktionsprozess investierten Kapitals durch die Funktion der Arbeitsmittel im Prozeß bestimmte Form fixiert3 ist, d.h. während seiner gesamten Lebensdauer in ihm gebunden ist. Neben der oben genannten Maschine fallen in einer klassischen Fabrik auch die Gebäude und der Boden auf dem die Fabrik steht in die Kategorie des fixen Kapitals. In einigen Fällen können diese Kapitalteile aufgrund einer anderen Funktion im Produktionsprozess aber auch zu Warenkapital werden. Dazu jedoch später mehr. Zunächst noch einmal zurück zu unserem Beispiel. Sowohl die Maschine als auch Fabrikhalle und Grund und Boden sind selbst unbeweglich. Im Falle des Gebäudes und von Ländereien äußert sich dies schon in der Bezeichnung Immobilie. Wichtig für die Bestimmung als fixes Kapital ist jedoch allein ihre Aufgabe im Produktionsprozess, nicht jedoch ihre physikalische Beweglichkeit! Dazu ein weiteres Beispiel. Für die Bahngesellschaft ist die Lokomotive fixes Kapital obwohl sie selbst mobil ist. Sie erbringt ihre Arbeit in Form von Bewegung ohne stofflich in irgendeiner Form in die Ware (das bewegte Gut) einzugehen. Über viele Jahre verrichtet diese Lokomotive ihren Dienst. Dabei verliert die Lokomotive beständig an Wert, bis sie schließlich so altersschwach geworden ist, dass sie schließlich durch ein neues Exemplar ersetzt werden muss. Zum Ende ihrer Lebensdauer ist die Lokomotive dem Wert nach in das Produkt eingegangen, nicht jedoch stofflich.

Flüssiges Kapital

[...]


1 Marx, Karl. Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. II. Band. Berlin 1969. S.158

2 Ders. S. 158/159

3 Ders., S. 159


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