Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Störung der Lernleistung in Folge einer erlernten Hilflosigkeit close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Störung der Lernleistung in Folge einer erlernten Hilflosigkeit

Termpaper, 2004, 19 Pages
Author: Nancy Heß
Subject: Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

Details

Event: Psychologische Aspekte des Lernens unter erschwerten Bedingungen
Institution/College: Martin Luther University (Rehabilitationspädagogik)
Tags: Störung, Lernleistung, Folge, Hilflosigkeit, Psychologische, Aspekte, Lernens, Bedingungen
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 19
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 13  Entries
Language: German
Archive No.: V31016
ISBN (E-book): 978-3-638-32148-8

File size: 228 KB


Excerpt (computer-generated)

Störung der Lernleistung in Folge einer
erlernten Hilflosigkeit

von: Nancy Heß

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die ursprüngliche Fassung der Theorie der „Erlernten Hilflosigkeit“

2.1 Das Konzept
2.2 Definitionen und Merkmale
2.3 Folgen der Hilflosigkeit

3. Hauptteil

3.1 Motivation als eine Lernbedingung

3.1.1 Was ist Motivation?
3.1.2 Motivationale Bedingungen des Lernens
3.1.3 Mangelnde Lernmotivation

3.2 Lernbeeinträchtigung als Folge mangelnder Lernmotivation (erlernter Hilflosigkeit)
3.2.1 Auswirkungen auf die Lernfähigkeiten
3.2.2 Auswirkungen im schulischen Kontext

4. Schlussteil

4.1 Eigene Meinung
4.2 Zusammenfassung

5. Literaturverzeichnis


1. Einleitung

Das Phänomen der Lernbeeinträchtigung ist ein aktuelles und vielseitig diskutiertes. Zunehmend füllen sich die Schulen mit Kindern, die den Anforderungen einer Regel- oder Hauptschule nur noch in den seltensten Fällen gerecht werden. Erhebungen des statistischen Bundesamtes zeigen im Vergleich (zweier Schuljahre) der Schuljahre 2000/01 und 2002/03, dass im Schuljahr 2002/03 insgesamt 8.900 Schülerinnen und Schüler mehr als im Schuljahr 2000/01 eine Sonderschule besuchten. Dies ist ein Anstieg von rund 2%. Obwohl diese Statistik alle verschiedenen Arten von Sonderschulen zusammengefasst betrachtet, so verdeutlicht sie doch den steigenden Bedarf an Sonderschulen. Besonders die statistische Erhebung über die Anzahl der Schulen zeigt eine steigende Tendenz im Sonderschulbereich auf und eine eher sinkende im Bereich anderer Schularten. Im Schuljahr 2000/01 gab es noch 3.380 Sonderschulen. Im Schuljahr 2002/03 hingegen sind 107 Sonderschulen mehr tätig. Das bedeutet einen Zuwachs von 3% (Statistisches Bundesamt 2004).

In der Schule für Lernbehinderte verspricht man Hilfe für die Kinder. Ein geregelter Tagesablauf und damit eine Grundlage für eine angenehmere Lernsituation soll geschaffen werden. Doch bleibt die Frage offen, ob alle didaktischen Bemühungen ihren Sinn erfüllen. Um dies zu klären, ist es von zentraler Bedeutung, von den Schülern zu erfahren, warum sie in eine Förderschule eingeschult oder in diese versetzt wurden. Nicht die Noten bilden die Basis der Versetzung, sondern der Grund, warum Noten schlecht sind und das Lernen verweigert wird. In Anbetracht dessen untersucht man mehrere Bereiche, die für die Situation der Schüler verantwortlich sind. Lernbehinderung lässt sich somit aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachten. Zum einen kann man eine Störung des Lernens als ein von der Schule geschaffenes Konstrukt ansehen, das ohne die Anforderungen einer Schule niemals existieren würde. Auch könnte man es als ein im Kinde liegendes Defizit beschreiben. Diese Theorie ist jedoch fragwürdig, da sie eine eher stigmatisierende Art der Erklärung ist. Wesentlich verständlicher scheint die Erklärung von Lernschwächen über sozial benachteiligende Faktoren. Nach Kanter (1980) gibt es im psychosozialen Bereich Bedingungen, wie Zuwendung, Anerkennung, Familienstruktur usw., die im Kindesalter nicht ausreichend vorhanden sind und eine gestörte Entwicklung zur Folge haben. Zu den sozialen Einflüssen zählen auch sozio-kulturelle, wie Anregungen, Spielmöglichkeiten, soziale Kontakte der Familie zur ‚Außenwelt’ und einiges mehr, sowie sozio-ökonomische Faktoren, wie beengte Wohnverhältnisse, Familiengröße und Einkommensverhältnisse. Auch diese sozialen und kulturellen Faktoren haben benachteiligende Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes insofern sie unzureichend oder fehlend sind (vgl. Heil 1993). Eine Störung der Entwicklung, gekoppelt mit Erwartungen von Schule, Eltern und Gesellschaft, können Lernschwierigkeiten des Kindes verursachen (vgl. Correll 1989; Schröder 1996).

Es gibt eine Vielzahl von Erklärungsmodellen, die je nach Betrachter und dessen Einstellungen als die ‚Richtige’ erscheinen. Nach Rolus-Borgward (2002) sind bei Kindern mit Störungen des Lernverhaltens besonders motivationale Störungen beobachtbar. Demnach könnte man eine Lernbehinderung auch unzureichender oder stark negativ geprägter Lernmotivation zuschreiben. Eine mangelnde Motivation in Bezug auf Lernen kann beispielsweise durch die Theorie der ‚Erlernten Hilflosigkeit’ (Seligmann 1975) entstehen. Diese Theorie der erlernten Hilflosigkeit von Seligman (1975) werde ich in dieser Arbeit vorstellen. In erster Linie möchte ich dazu Seligmans Tiererxperimente beschreiben und im weiteren Verlauf auf die Übertragung seiner Erkenntnisse auf den Menschen und Folgen der erlernten Hilflosigkeit eingehen. Ich werde versuchen, zu erklären, wie sich die Hilflosigkeit auf die Motivation auswirkt. Was ist Motivation und welche motivationalen Bedingungen müssen für das Lernen gegeben sein? Diese Arbeit soll beschreiben, wie sich eine mangelnde Lernmotivation erklärt. Welchen Bezug kann man durch Heranziehen der Theorie der erlernten Hilflosigkeit zur Lernbehindertenpädagogik ziehen? Welche Arten von Attribuierung bei Misserfolg sind besonders für Kinder schädigend? Welche dieser Zuschreibungen können das Kind, welches eine Lernbehindertenschule besucht, vor einem Teufelskreis von Misserfolg und Demotivation bewahren. Diese und weitere Fragen sollen hier eine Antwort finden. Meine Arbeit soll dazu anregen, Lernbehinderung nicht als Defizit des Kindes anzusehen, sondern vielmehr die individuellen Bedingungen und Voraussetzungen, die Kinder zum Lernen mitbringen, zu betrachten.

2. Die ursprüngliche Fassung der Theorie der „Erlernten Hilflosigkeit“

2.1 Das Konzept

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/31016/stoerung-der-lernleistung-in-folge-einer-erlernten-hilflosigkeit
please wait Please wait