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Termpaper, 2004, 12 Pages
Author: Simone Grau
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Institution/College: University of Applied Administrative Sciences Ludwigsburg
Tags: Aufsuchende, Jugendsozialarbeit, Ringvorlesung
Year: 2004
Pages: 12
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 6 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-32280-5
File size: 183 KB
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Excerpt (computer-generated)
Evangelische Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg
Hochschule für Soziale Arbeit, Religionspädagogik und Soziale Diakonie
Hausarbeit zum Thema
„Aufsuchende Jugendsozialarbeit/Streetwork“
Fach: Methoden der Sozialen Arbeit / Sozialen Diakonie
Seminar: 2.2.3.01
Ringvorlesung: Methoden in der Sozialen Arbeit
erstellt von:
Simone Grau
WS 2003
Ludwigsburg, 24. Mai 2004
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung Seite 1
1. Definition Streetwork Seite 2
2. Geschichte Seite 2
3. Zielgruppen/Ziele Seite 3
3.1 Zielgruppen Seite 3
3.2 Ziele Seite 4
4. Arbeitsfeld Mobiler Jugendarbeit/Streetwork Seite 4
4.1 Streetwork Seite 5
4.2 Hilfe und Beratung im Einzelfall Seite 6
4.3 Cliquen- und Gruppenarbeit Seite 6
4.4 Gemeinwesenarbeit Seite 7
5. Arbeitsprinzipien Seite 7
6. Probleme Seite 8
Schlussbetrachtung Seite 9
Literaturverzeichnis Seite 10
Einleitung
In deutschen Großstädten ist es zur Normalität geworden, dass öffentliche Plätze von „auffälligen“ Gruppierungen besetzt werden. Hierbei kann es sich um Jugendcliquen, Junkies, Obdachlose, etc. handeln. Was all diesen Gruppierungen jedoch gemein ist, ist die Tatsache, dass Sie vom herkömmlichen gesellschaftlichen Hilfsangebot nicht mehr erreicht werden. Um eine Ausgrenzung dieser Personen zu verhindern, wurde die Methode der Aufsuchenden Sozialarbeit/Streetwork entwickelt.
In der nun folgenden Hausarbeit wird die Methode Streetwork am Beispiel der Mobilen Jugendarbeit erläutert.
1. Definition Streetwork
Im Lexikon der Sozialpädagogik und der Sozialarbeit ist Streetwork wie folgt definiert: „Der Straßensozialarbeiter sucht seine Zielgruppe an ihren informellen Treffpunkten (z. B. Straße, Grünanlagen, Wartehäuschen u.ä.) auf. Nach heutigem Verständnis handelt es sich bei Streetwork weniger um ein eigenständiges Konzept, als mehr um eine Methode innerhalb umfassender, z.T. sehr unterschiedlicher Konzepte (aufsuchende Jugend- und Sozialarbeit, mobile Jugendarbeit, Suchtkrankenhilfe, Nichtsesshaftenhilfe)“ (Stimmer 2000, S.722). Das heißt, Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen die die Methode Streetwork anwenden, gehen in die unmittelbare Lebensumwelt des Klientels. Es findet somit eine Abgrenzung zu Institutionen statt, welche den Vorteil mit sich bringt, dass man den Interessen der Zielgruppe besser nachgehen kann, da keine institutionellen Einschränkungen vorhanden sind (vgl. Galuske 2001, S. 271).
2. Geschichte
In den USA wurde in den 60er und 70er Jahren, als Reaktion auf die zunehmenden delinquenten Jugendbanden, die Methode des „Streetwork“ entwickelt. Die Entwicklung der Methode Streetwork wurde notwendig, da viele Jugendliche von herkömmlichen sozialarbeiterischen Institutionen, die von einer „Komm-Struktur“ geprägt sind, nicht mehr erreicht wurden (vgl. Stimmer 2000, S. 722).
Zunächst einmal bekam jede Jugendbande einen Sozialarbeiter (Gangworker) zugeteilt. Der Gangworker hatte die Aufgabe, auffällige Jugendcliquen in sozial anerkannte Jugendinstitutionen (z.B. Jugendclubs) einzugliedern (vgl. Galuske 2001, S.272).
Fast zeitgleich (Anfang der 70er Jahre) wurden die Begriffe Streetwork und Mobile Jugendarbeit mit entsprechenden Handlungskonzepten wie zum Beispiel aufsuchende, alltagsorientierte Sozialarbeit, in Deutschland eingeführt und erprobt (vgl. Stotz, Vorlesungsmanuskript, S.1).
Ähnlich wie in den USA, musste auch die deutsche Öffentlichkeit zur Kenntnis nehmen, dass die herkömmliche „Komm-Struktur“ der offenen Jugendarbeit viele Jugendliche nicht mehr erreichte.
Die in den 60er Jahren entstandenen Hochhaussiedlungen, ohne ausreichende soziale Infrastruktur, beschleunigten das Entstehen von Jugendbanden die von herkömmlichen gesellschaftlichen Angeboten nichts mehr wissen wollten (vgl. Keppeler 1997,S.19). Die offene Jugendarbeit trug durch ihre Hausverbote regelrecht dazu bei, diese Jugendlichen auszugrenzen (vgl. ebd., S.20).
In Baden-Württemberg wurde hierzu in den 70er Jahren, nach amerikanischem Vorbild, ein Konzept entworfen und unter dem Begriff „Mobile Jugendarbeit“ eingerichtet. Ansatz dieses Konzeptes ist eine nicht ausgrenzende, entstigmatisierende Jugendarbeit.
Allein in Baden-Württemberg zählte man schon 1999 hundert Einrichtungen zu der Mobilen Jugendarbeit, Tendenz steigend (vgl. Stotz, Vorlesungsmanuskript, S.2). Der Fachbegriff Mobile Jugendarbeit/Streetwork ist seit geraumer Zeit als eigenständiges, inhaltliches und methodisches Arbeitsfeld der Sozialarbeit bundesweit eingeführt. Vor allem soll das Handlungskonzept Mobile Jugendarbeit/Streetwork zur genauen Abgrenzung der Offenen Jugendarbeit dienen (vgl. ebd., S.3).
3. Zielgruppen/Ziele
Für welchen Personenkreis und mit welchen Zielsetzungen die Methode Streetwork/Mobile Jugendarbeit angewandt wird, ist Gegenstand des folgenden Kapitels.
3.1 Zielgruppen
Zielgruppen von Mobiler Jugendarbeit/Streetwork sind all die Kinder und Jugendlichen, die in irgendeiner Art und Weise auffällig sind. Kriterien für Auffälligkeit sind:
[....]
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