Arbeitsplatzdynamik und Gibrat-Gesetz für die Jahre 1997/1998 und 1998/1999

Autor: Michael Mazaschyk
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre

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Details

Veranstaltung: Seminar "Empirische Mittelstandsforschung"
Institution/Hochschule: Universität Lüneburg (Institut für Volkswirtschaftslehre)
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 58
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 383 KB
Archivnummer: V31357
ISBN (E-Book): 978-3-638-32394-9
Anmerkungen :
26 Seiten Hausarbeit - Rest Anhang.

Textauszug (computergeneriert)

Arbeitsplatzdynamik und Gibrat-Gesetz für die Jahre
1997/1998 und 1998/1999

von: Michael Mazaschyk

10. Fachsemester

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 1

2 Durchschnittliche Wachstumsrate der Beschäftigtenzahl für die Jahre 1997/1998 und 1998/1999 2

2.1 Einlesen und Selektion der Daten 2
2.2 Zuordnung der Betriebe zu einer Größenklasse nach Größe im jeweiligen Basisjahr  3
2.3 Zuordnung der Betriebe zu einer Größenklasse anhand der durchschnittlichen Anzahl den tätigen Personen im Anfangs- und Endjahr 4
2.4 Gegenüberstellung der Ergebnisse  6

3 Überprüfung der Gültigkeit des Gibrat Gesetzes für die Jahre 1997/1998 und 1998/1999 8

3.1 Schätzverfahren und statistische Annahmen 8
3.2 Überprüfung der Gültigkeit des Gibrat Gesetzes für 1997 und 1998  10

3.2.1 Annahme ß0 = 0 für 1997 und 1998 10
3.2.2 Annahme ß1 = 1 für 1997 und 1998 10
3.2.3 Annahmen an die Störgröße für 1997 und 1998  10
3.2.4 Annahme der korrekten funktionalen Form für 1997 und 1998 12
3.2.5 Ausreißerproblematik für die Jahre 1997 und 1998  13

3.3 Überprüfung der Gültigkeit des Gibrat Gesetzes für 1998 und 1999  16

3.3.1 Annahme ß0 = 0 für 1998 und 1999 16
3.3.2 Annahme ß1 = 1 für 1998 und 1999 16
3.3.3 Annahmen an die Störgröße für 1998 und 1999  16
3.3.4 Annahme der Korrekten funktionalen Form für 1998 und 1999  18
3.3.5 Ausreißerproblematik für die Jahre 1998 und 1999  18

4 Fazit 22

Anhang 23

Literaturverzeichnis  55
 


 

1 Einleitung

In der vorliegenden Hausarbeit wird zum einen untersucht, wie sich die durchschnittliche Wachstumsrate der Anzahl der tätigen Personen 1997/1998 und 1998/1999 zwischen den niedersächsischen Industriebetrieben unterscheidet. Zum anderen wird die Gültigkeit des Gibrat Gesetzes für die Anzahl der tätigen Personen zwischen den Jahren 1997 und 1998 bzw. 1998 und 1999 getestet. Es wird überprüft, ob man die Ergebnisse auf die Grundgesamtheit übertragen kann und ob somit eine signifikante Aussage über die oben erwähnten Sachverhalte möglich ist. Als Grundlage werden anonymisierte Betriebsdaten für niedersächsische Industriebetriebe mit 100 Erhebungen für die Jahre 1995 bis 1999 verwendet. Dieser Datensatz ist beim „European Data Watch Projekt“ zu erhalten und liegt dieser Hausarbeit auf der CD-ROM bei. Die Untersuchung wird mit dem SHAZAM Statistik Programm in der Version 7.0 durchgeführt. Dieses Programm liegt dieser Ausarbeitung ebenfalls als CD-ROM bei.

2 Durchschnittliche Wachstumsrate der Beschäftigtenzahl für die Jahre 1997/1998 und 1998/1999

Dieses Kapitel befasst sich mit der Fragestellung, wie sich die durchschnittliche Wachstumsrate der Anzahl der tätigen Personen 1997/1998 und 1998/1999 zwischen Betrieben aus drei Größenklassen unterscheidet. Die Zuordnung der Betriebe zu einer Größenklasse erfolgt zuerst nach der Mitarbeiterzahl im jeweiligen Basisjahr und anschließend nach der durchschnittlichen Betriebsgröße im jeweiligen Basis- und Endjahr. Viele Kleinbetriebe werden als „Hoffungsträger des Arbeitsmarktes“ gesehen.1 „Der Zusammenhang zwischen Firmengröße und Beschäftigungsentwicklung und insbesondere die Frage nach der Rolle kleiner Betriebe bei der Schaffung und Vernichtung von Arbeitsplätzen gehört zu den am heftigsten umstrittenen Aspekten der Arbeitsplatzdynamik.“2 Welche Auswirkung die unterschiedliche Zuordnung der Betriebe einer Größenklasse auf den Aspekt der Arbeitsplatzdynamik hat, wird im folgenden Kapitel untersucht.

2.1 Einlesen und Selektion der Daten

Zuerst müssen die für die Untersuchung relevanten Variablen eingelesen werden und danach sind verschiedene Ausprägungen der einzelnen Variablen zu selektieren. In der Untersuchung sind nur Daten für die Jahre 1997 bis 1999 relevant. Allerdings erfordert eine Bearbeitung der Daten das Einlesen aller vorhanden Daten. Die zentrale Variable für diese Untersuchung ist die Anzahl der tätigen Personen in dem jeweiligen Jahr. Die Beschäftigtenzahl wird mit dem Variablennamen „BESCH“ definiert plus der jeweiligen Jahreszahl (bspw. für das Jahr 1997 lautet die Variable „BESCH97“). Alle weiteren Daten, die sich im Panel befinden, werden zwar eingelesen, aber nicht näher betrachtet und beschrieben. Alle späteren, selbst erstellen Hilfsvariablen werden an der jeweiligen Stelle gesondert erwähnt und erklärt.

Die eingelesenen Daten sind um fehlerhafte Werte bzw. um Fehlangaben zu selektieren, damit es zu keinen falschen Ergebnissen bzw. Verzerrungen kommen kann. Das bedeutet, dass der Datensatz um alle Datenausprägungen, die den Wert „-999“ enthalten, zu bereinigen ist. Des weiteren sind drei Größenklassen der Betriebe zu bilden. Die Größenklassen beziehen sich auf die Beschäftigtenanzahl. Im folgenden wird sich bei der Einteilung der Betriebe in die Größenklassen an der Empfehlung der EU Kommission von 1996 orientiert.3 Abweichend von dieser Empfehlung wird die kleinste Größenklasse mit 1 – 49 Beschäftigten (GK1) definiert. In der Größenklasse 2 (GK2) sind es Betriebe mit 50 – 249 Beschäftigten und die Größenklasse 3 (GK3) enthält alle Betriebe, die mehr als 250 Beschäftigte haben.

2.2 Zuordnung der Betriebe zu einer Größenklasse nach Größe im jeweiligen Basisjahr

Im ersten Schritt werden die betrachteten Betriebe der Größenklasse des jeweiligen Basisjahres untersucht. Hierzu müssen zusätzlich zu den eingelesen Date nmaterial zwei neue Variablen generiert werden: die Wachstumsraten 1997/1998 („w9798“)4 und 1998/1999 („w9899“). Die folgende Abbildung zeigt die durchschnittlichen Wachstumsraten der jeweiligen Betriebe einer Größenklasse: [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden] So lag z.B. die durchschnittliche Wachstumsrate in den Jahren 1997/1998 für die GK1 bei -7,21%, für die GK2 bei 0,11% und für die GK3 bei 0,14%. Eine grafische Gegenüberstellung der Veränderungsraten der Anzahl der Beschäftigten verdeutlicht das Ergebnis noch einmal: [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Abbildung 2: Veränderungsraten der Beschäftigung 1997/1998 und 1998/1999 In der Abbildung 2 ist zu erkennen, dass Betriebe zwischen 1997 und 1998 mit zunehmender Betriebsgröße positive Wachstumsraten aufweisen, während in dem zweiten betrachtetem Zeitraum vom 1998 auf 1999 eher ein umgekehrter Trend zu verzeichnen ist. Hier sind negative Wachstumsraten mit zunehmender Betriebsgröße zu verzeichnen.

2.3 Zuordnung der Betriebe zu einer Größenklasse anhand der durchschnittlichen Anzahl den tätigen Personen im Anfangs- und Endjahr

[...]


1 Vgl. Wagner (2000) S. 13

2 Wagner (2000) S. 45

3 vgl. Empfehlung der Europäischen Kommission 96/280/EG vom 3. April 1996

4 Anhand der Formel: w9798= Besch99 Besch98 100 Besch98

5 Anhand der Formel.: d9798= (Besch97 Besch98)

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