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Toni Morrison: Selbstbild und Identität der schwarzen Frau in "The bluest eye"

Hausarbeit, 2001, 21 Seiten
Autor: Anonym
Fach: Amerikanistik - Literatur

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2001
Seiten: 21
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 28  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V31385
ISBN (E-Book): 978-3-638-32415-1

Dateigröße: 241 KB


Textauszug (computergeneriert)

HAUSARBEIT
Literatur

Thema:
Toni Morrison
Selbstbild und Identität der schwarzen Frau in
“The Bluest Eye”

 

INHALTSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG 3

2. THEORETISCHE GRUNDLAGE 4
2.1. Historischer Kontext 4
2.2. Schwarze Frauenliteratur 5
2.3. Toni Morrison: Eine afro-amerikanische Autorin 7

3. „THE BLUEST EYE“ – EIN SELBSTBILD DER AFROAMERIKANISCHEN FRAU? 9
3.1. Das weiße Schönheitsideal 9
3.2. Familie und Kindheit 12
3.3. Beziehungen mit schwarzen Männern 15

4. RESÜMEE 17

5. LITERATURVERZEICHNIS 19
5.1. Primärliteratur 19
5.2. Sekundärliteratur 19
5.3. Zusätzliche Quellen 21

 

 

1. Einleitung

Die Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Toni Morrison im Jahre 1993 wurde als a long overdue rightful acknowledgement of the literary achievements of black women (Kraft 1995: 15) gewertet. In dieser Äußerung wird deutlich, das die Literatur afroamerikanischer1 Frauen lange sowohl zu einem großen Teil unbekannt war, als auch von Literaturwissenschaft und Literaturkritik vernachlässigt wurde.

Wie Toni Morrison in einem berühmten Zitat plastisch ausdrückt, wurden schwarze Frauen durch ihre doppelte Unterdrückung - als Frau und als Schwarze - auf die Entwicklung einer eigenen Identität zurückgeworfen:


And she had nothing to fall back on: not maleness, not whiteness, not ladyhood, not anything. And out of the profound desolation of her reality she may very well have invented herself. (Morrison 1971: 63)

Führt diese doppelte Unterdrückung dazu, dass schwarze Frauen in der Literatur eher als Opfer ihrer gesellschaftlichen Situation oder als Überlebende, die trotz ihrer Umstände eine positive Identität etablieren konnten, gezeigt werden? Sind sie Frauen, die keinen Ausweg aus ihrer Situation finden und zugrunde gerichtet werden, oder Frauen, die aus ihrer Opferrolle ausbrechen, zum handelnden Subjekt werden und eigene Definitionen für sich gefunden haben? Diese Fragen stehen immer vor dem Hintergrund der jeweiligen prägenden sozialen Kräfte.

Anhand des ausgewählten Werkes „The Bluest Eye“ von Toni Morrison soll das Selbstbild der schwarzen Frauen skizziert werden. Dabei steht im Vordergrund die Analyse der verschiedenen sozialen und gesellschaftlichen Kräfte, die auf die afroamerikanische Frau Mitte des 20. Jahrhunderts einwirken und ihre Identität prägen. „The Bluest Eye“ ist eine eindringliche Beschreibung zerstörerischer Folgen des Schönheitsideals für schwarze Mädchen.

Nach einer theoretischen Einführung in den historischen Kontext und biographischen Hintergrund der Autorin (Kapitel 2) folgt im Hauptteil eine kritische Diskussion über die Rolle der schwarzen Frau im Roman anhand der weiblichen Protagonisten (Kapitel 3).

Eine vollständige Analyse aller in „The Bluest Eye“ enthaltenen Aspekte der Identität schwarzer Frauen kann im Rahmen dieser Arbeit nicht vorgenommen werden. Vielmehr soll exemplarisch gezeigt werden, welche - zum Teil destruktive - Folgen das allgegenwärtige, weiße Schönheitsideal auf die Entwicklung und das Selbstbild der schwarzen Frau hat.

2. Theoretische Grundlage
2.1. Historischer Kontext

Zur leichteren Orientierung, in welchem Zusammenhang das Thema zu sehen ist, soll eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten historischen Ereignisse dienen. In den USA sind die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts durch zwei wesentliche Bewegungen gekennzeichnet: Die Civil Rights Movement und die Women’s Liberation Movement.

Ein kurzer Überblick der wichtigsten Ereignisse:

Als Folge der landwirtschaftlichen Industrialisierung kommt es Mitte der 40er Jahre zu einem verstärkten Zuzug von Schwarzen in die Städte (große Migrationswelle). 1954 erklärt der Oberste Gerichtshof der U.S.A. auf Antrag der NAACP (National Association for the Advancement of Coloured People) unter W.E.B. Du Bois die Rassentrennung für verfassungswidrig. Dies bedeutet den ersten Erfolg der afro-amerikanischen Civil Rights Movement. Ab 1955 werden die ersten Aktionen gegen die Rassendiskriminierung nach dem Prinzip der Gewaltlosigkeit organisiert – dabei wird Martin L. King zur zentralen Figur. Ab 1960 starten im Süden und im Norden auf breiter Ebene Demonstrationen für die Durchsetzung der Rassenintegration. Es folgt der Aufschwung der "Black Muslims" des Elijah Muhammed. Malcolm X wird bekanntester Agitator.

[...]


1 Afroamerikaner: Bezeichnung für die aus Afrika stammenden dunkelhäutigen Einwohner der Vereinigten Staaten und Kanadas, manchmal auch für die des gesamten amerikanischen Kontinents. Dabei handelt es sich um eine Eigenbezeichnung, mit der die Blackpower-Bürgerrechtsbewegung der sechziger Jahre auf die afrikanischen Wurzeln der „Schwarzen“ in Amerika hinweisen wollte. (Vgl. Definition: "Afroamerikaner", Microsoft Encarta 98 Enzyklopädie 1993-1997)


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