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Tourismus in Entwicklungsländern am Fallbeispiel Bali

Termpaper, 2000, 20 Pages
Author: Imke Sander
Subject: Tourism

Details

Event: Freizeit und Tourismus: Zum Verhalten von Touristen und Freizeitmenschen
Institution/College: University of Lüneburg (Touristik)
Tags: Tourismus, Entwicklungsländern, Fallbeispiel, Bali, Freizeit, Tourismus, Verhalten, Touristen, Freizeitmenschen
Category: Termpaper
Year: 2000
Pages: 20
Language: German
Archive No.: V3156
ISBN (E-book): 978-3-638-11910-8

File size: 195 KB
Notes :
Die vier Abbildungen aus dem Anhang sind hier nicht enthalten, können aber über die exakten Quellenangaben bequem nachvollzogen werden.



Excerpt (computer-generated)

Tourismus in Entwicklungsländern am Fallbeispiel Bali

von Imke Sander


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung 3

II. Tourismus in Entwicklungsländern 3

1. Begriffsklärung 3
2. Entwicklung und Geschichte 5
3. Wirtschaftliche Bedeutung 6

III. Fallbeispiel Bali 7

1. Zahlen und Fakten 7
2. Die Geschichte Balis 8

3. Entstehung des Tourismus auf Bali 9
3.1. Anziehungspunkte der Insel 9
3.2. Imageaufbau 10
3.3. Staatliche Unterstützung 11
3.4. Ökonomische Effekte 11

4. Kulturtourismus auf Bali 12
4.1. Kultur als Marker für Bali 12
4.2. Folgen und Probleme des Kulturtourismus 14
4.3. Lösungsansätze 16

IV. Zusammenfassung 18

V. Anhang (nicht enthalten) 18
VI. Literaturverzeichnis 19

I. Einleitung

Fernreisen von den "Ländern der Reichen in die Länder der Armen" haben seit einiger Zeit Hochkonjunktur.
1986 hat der Studienkreis für Tourismus in der BRD eine Reiseanalyse durchgeführt, die ergeben hat, daß das Interesse für Fernreisen als "modische Reiseart" zugenommen hat und 46% der Befragten Fernreisen als "in" betrachten .
Die Sehnsucht und die Vorstellung bald an einem Ort zu sein, der Exotik, Fremdartigkeit, unberührte Völker und Landschaften, vielleicht sogar das Paradies verspricht, ist die Haupttriebkraft der Fernreisenden.
Die Fragen, die sich stellen, und diese werden in der Geographie sehr kontrovers diskutiert, sind ob diese Tatsache einen Vorteil oder einen Nachteil des potentiellen Gastlandes darstellt, und wie sich der Tourismus auf die Wirtschaft, Gesellschaft, sowie das naturräumliche Potential auswirkt.
Angesichts der Tatsache, daß der internationale Tourismus zu den am schnellsten wachsenden Sektoren der Weltwirtschaft gehört und unumstritten ein wichtiger Devisenbringer für die Gastländer darstellt, läßt sich sagen, daß er sich ökonomisch betrachtet durchaus positiv auswirkt.
Die Frage, die sich aber stellt ist, ob der wirtschaftliche Vorteil auch den Schaden kompensiert, den er der Gesellschaft und der Kultur des Gastlandes zufügt.
Am Fallbeispiel Bali und dem dortigen Kulturtourismus wird im Folgenden näher auf diese Thematik eingegangen.

II. Tourismus in Entwicklungsländern

1. Begriffsklärung
Um den Tourismus in Entwicklungsländern zu erläutern, muß zunächst einmal geklärt werden, um welche Länder es sich bei diesen überhaupt handelt, was für Merkmale sie ausmachen und worum es bei dem Begriff "Entwicklung" geht.
Eine mögliche Definition des Begriffes "Entwicklung" ist folgende: "Entwicklung wird unter allgemeinen Gesichtspunkten als Fortschritt eines Prozesses verstanden, bei dem kulturelle, soziale, politische, ökonomische und technische Kriterien berücksichtigt werden" .
Der Begriff "Entwicklungsland" wurde Anfang der 1950er Jahre geprägt. Er steht für eine nicht einheitlich definierte Gruppe von Ländern, deren Entwicklungsstand im Vergleich zu den Industriestaaten gering ist. Kriterien für die Zuordnung von Entwicklungsländern sind ökonomische, ökologische, demographische, sozio-kulturelle und politische.
Eine mögliche Gesamtgliederung aller Länder ist folgende:
1. Industrieländer (entwickelte Länder)
2. "Entwickeltere Länder" (politisch und/oder geographisch isoliert)
3. Entwicklungsländer Typ I (mit großem Entwicklungsdefizit)
4. Schwellenländer (Länder im Übergang zu einer höheren Entwicklungsstufe)
5. Entwicklungsländer Typ II (geringfügig weiterentwickelt als Typ I)
6. Länder mit dominanten Rohstoffen (v.a. Erdöl, Nickel, Bauxit und Erdölverarbeitung)

Auch innerhalb der Entwicklungsländer lassen sich anhand obengenannter Kriterien noch große Differenzen ausmachen; so muß auch hier noch mal unterteilt werden.
Der jährlich erscheinende "Weltentwicklungsbericht" der Weltbank unterteilt die Entwicklungsländer in folgende Kategorien:
1. Länder mit niedrigem Einkommen (BSP pro Kopf 1997 bis 785$)
2. Länder mit mittlerem Einkommen (BSP pro Kopf 1997 zwischen 786 und 3125$)
3. Länder mit höherem Einkommen (BSP pro Kopf 1997 über 9655$)
4. Schwellenländer (Länder an der Schwelle zu den Industrieländern)

Die UN entwickelte 1970 die Bezeichnungen LDC (Less developed countries), LLDC (Least developed countries) und MSAC (Most seriously affected countries). Hinzu kam die Bezeichnung für die Schwellenländer (NICS - Newly industrialized countries).

Es wird deutlich, daß verschiedene Gliederungsansätze möglich sind und nicht zu sagen ist, ob diese richtig oder falsch sind.
Da diese Arbeit den Tourismus in Entwicklungsländern betrifft, muß ebenfalls geklärt werden, wie Touristen zu definieren sind. Hierbei bietet die UN eine weitere Definition.
Demnach sind Touristen "...persons travelling for pleasure, domestic reasons, health, meetings, business, study etc. and stopping for a period of 24 hours or more in a country or area other than that in which they usually reside."
Als Ferntouristen sind dabei diejenigen zu bezeichnen, die in außereuropäische Länder reisen.

[...]


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