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Termpaper, 2000, 18 Pages
Author: M. A. Ercan Tamer
Subject: German Studies - Literature of History, Eras
Details
Tags: Goethe, Renaissance, Italien
Year: 2000
Pages: 18
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-11918-4
File size: 169 KB
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Excerpt (computer-generated)
Goethe und Renaissance in Italien
von Ercan Tamer
Inhalt
I. Einleitung Seite 2
II. Hauptteil: Seite 3
II 1 Mantegna Seite 3
II 2. Raffael Seite 4
II 3. Michelangelo Seite 9
II 4. Leonardo Da Vinci Seite 11
III Resume Seite 15
Literaturverzeichnis Seite 17
1. Einleitung
"Auch ich in Arkadien!"
Während der Jahre 1786 bis 1788 bereiste Johann Wolfgang Goethe Italien, ein Land, von dem er schon seit Kindertagen träumte. Goethe durchreiste ganz Italien bis nach Sizilien und machte so die Bekanntschaft mit mehreren italienischen Städten, wie zum Beispiel Padua, Venedig, Neapel und natürlich Rom. Dort interessierte er sich für Land und Leute und vor allen Dingen für die Kunstschätze. Während dieser Zeit führte Goethe ein Reisetagebuch, aus dem später die Italienische Reise wurde.
Nach einem Aufenthalt von zwei Jahren entschließt er sich im Frühjahr 1788 zur Rückkehr nach Deutschland. Schweren Herzens verläßt er am 28. April Rom, da dieser Aufenthalt in Italien ihn in seinen Studien der Kunst und Natur gefördert hat. Gleichzeitig hat Goethe in Italien seine großen Schauspiele Egmont und Iphigenie auf Tauris vollendet, ein weiteres, den Torquato Tasso hatte er fast zum Abschluß gebracht, und zu seinem größten Werk dem Faust, hatte er eine bedeutende Szene, die Hexenküche, hinzugedichtet.
Für seine naturwissenschaftlichen Arbeiten waren grundlegende Erkenntnisse gesammelt worden, und über tausend Landschaftsbilder von seiner eigenen Hand brachte er neben vielen anderen in seinem Auftrage gezeichneten mit nach Hause. Rückschauend auf diese glückliche Zeit sagte Goethe im hohen Alter zu seinem Vertrauten Eckermann im Jahre 1828: "Ja, ich kann sagen, daß ich nur in Rom empfunden habe, was eigentlich ein Mensch sei. Zu dieser Höhe, zu diesem Glück der Empfindung bin ich später nie wieder gekommen, ich bin, mit meinem Zustande in Rom verglichen, eigentlich nachher nie wieder froh geworden." Man kann also erkennen, daß dieser Aufenthalt in Italien für Goethe sehr wichtig war.
Im folgenden möchte ich nun insbesondere auf Goethes Beschäftigung mit der Kunst, speziell mit der Malerei der Renaissance, eingehen. In seinem Reisebericht stößt man immer wieder auf seine Auseinandersetzungen mit verschiedensten Kunstwerken, die er nach seinem künstlerischem Empfinden und Meinen beschreibt und beurteilt. Sein Augenmerk liegt dabei auf den großen Malern der Renaissance, wie Raffael, Leonardo Da Vinci und Michelangelo.
II Hauptteil
Zunächst erscheint es mir wichtig, kurz auf die Kunstauffassung Goethes einzugehen, bevor wir uns mit den einzelnen Malern und ihren Werken beschäftigen. Kunstwerke müssen für Goethe nach dem Vorbild der Natur geschaffen sein, das heißt, die Künstler sollen sich beim Schaffen ihrer Werke nach den natürlichen und wahren Gesetzen der Natur richten. "Wie ich die Natur betrachte, betrachte ich nun die Kunst, ich gewinne, wornach ich solang gestrebt, auch einen vollständigen Begriff von dem höchsten was Menschen gemacht haben, und meine Seele bildet sich auch von dieser Seite mehr aus und sieht in ein freyeres Feld..." Goethes Ausgangsposition für die Kunstbetrachtung der Maler der Renaissance ist folglich, daß Kunstwerke Naturwerke sein müssen und außerdem einer Gesetzmäßigkeit zu folgen haben. Die Verbindung von Natur und Kunst ist ein wichtiges Beurteilungskriterium für Goethes Kunstkritik, wie wir gleich an dem ersten Beispiel sehen können.
II 1. MANTEGNA
Hierbei handelt es sich Um ANDREA MANTEGNA, einen Maler und Kupferstecher, der von 1431 bis 1506 gelebt hat. Er war Hauptmeister der paduanischen Schule und ein Hauptvertreter der frühen Renaissancemalerei nördlich der Toskana. Im September 1786 besichtigt Goethe in Padua die Kirche der Eremitaner, in der einige Bilder von Mantegna zu sehen sind. "Was in diesen Bildern für eine scharfe, sichere Gegenwart dasteht! Von dieser ganz wahren, nicht etwa scheinbaren, effektlügenden, bloß zur Einbildungskraft sprechenden, sondern derben, reinen, lichten Gegenwart, die zugleich etwas Strenges, Emsiges, Mühsames hatte [...] "
[...]
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