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Unternehmensnetzwerke: Fusionen und Partnerschaften

Termpaper, 2004, 24 Pages
Author: Emil Vassilev
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance

Details

Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 24
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 50  Entries
Language: German
Archive No.: V31711
ISBN (E-book): 978-3-638-32628-5
ISBN (Book): 978-3-638-65139-4
File size: 260 KB

Abstract

Das Netzwerk hat sich als eine hybride Form zwischen Markt und Hierarchie infolge der Evolution der Organisationsstrukturen gebildet und wird benutzt um gemeinsame Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Als Antriebskräfte sind besonders die Informations- und Kommunikationstechnologie und die Globalisierung der Wirtschaft zu nennen. Die zahlreiche Praxisbeispiele zeigen, dass Motive wie Vervollständigung eigener Stärken und Ausgleich der Schwächen, Risikoverteilung und Reduzierung von Unsicherheit, Zugang zu neuen Märkten und Kunden, Gegenseitige Anpassung von Wertschöpfungsprozesse, Beschleunigung von Entwicklungs- und Fertigungsprozessen zu derer Bildung gerecht werden. Die Nutzeffekte können generiert werden nur indem die Risiken ständig gesucht auf Dauer eliminiert werden. In Bezug auf die „Managementdisziplinen“ kann bei allen Netzwerken eine Integration von Strategie erfolgen, die Struktur wird den spezifischen Gegebenheiten angepasst, so dass eine einheitliche Kultur im Unterneh-men gebildet werden kann, welche die Führung und die Talente bei der Ausführung unterstützt. Die ganze Organisation wird zu neuen Innovationen geleitet, die Unternehmen für Fusionen und weitere Partnerschaften fit gemacht.


Excerpt (computer-generated)

Fusionen und Partnerschaften

von: Emil Vassilev

 


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung  1

2. Begriffsbestimmung von Netzwerken 1

3. Netzwerkarten und deren kritische Betrachtung 3

3.1 Formen der Netzwerkorganisation  3
3.2 Eindimensionale Netzwerkbildungen und deren Eigenschaften 5

3.2.1 Überblick  5
3.2.2 Interne Netzwerke 5
3.2.3 Externe Netzwerke  6
3.2.3 Netzwerkvarianten nach weiteren Kategorisierungsmerkmalen  6
3.2.4 Kritische Betrachtung der eindimensionalen Netzwerke  8

3.3 Mehrdimensionale Netzwerkbildungen und ihre Beurteilung 8

3.3.1 Kompetenzorientierte Netzwerkformen 9
3.3.2 Zielsetzungs- bzw. Funktionsbezogene Netzwerke  11
3.3.3 Kritische Betrachtung der mehrdimensionalen Netzwerke  11

4 Schlussbetrachtung und Ausblick 12

Anhang  V

Literaturverzeichnis  VII
 


 

1. Problemstellung

Seit dem Eintritt in das Informationszeitalter ist die Unternehmensumwelt durch eine wachsende Komplexität, Dynamisierung der Märkte und Globalisierung des Wettbewerbs gekennzeichnet.1 Diesem turbulenten Wandel wurde begegnet indem neue Konzepte formuliert wurden,2 die sich aber auf Dauer nicht behaupten konnten.3 Ein Ausweg aus der wirtschaftlichen Flaute haben die Unternehmen in der Bildung von Partnerschaften oder durch Fusionen versucht.4 Viele empirische Untersuchungen und Beispiele aus der Praxis haben jedoch gezeigt, dass die erwarteten Erfolgswirkungen gar nicht oder nur zum Teil eingetreten sind.5 Was führt dann zum Erfolg und was funktioniert wirklich? Auf diese und andere Fragen versuchen die Autoren NITHIN NOHRIA, WILLIAM JOYCE UND BRUCE ROBERSON Antworten zu geben. Deren umfassende Untersuchung hat ergeben, dass erfolgreiche Firmen Stärken in vier primären Managementdisziplinen – Strategie, Ausführung, Unternehmenskultur und Struktur zeigen sowie weitere vier sekundäre Managementdisziplinen – Talente, Innovation, Führung, Partnerschaften und Fusionen. Dabei schlagen Sie eine „4+2-Formel für den Unternehmenserfolg“ 6 vor.

In dieser Arbeit wird die besondere Form von Partnerschaften, nämlich die Netzwerke untersucht. Einige Netzwerkstrukturen werden erklärt und anschliessend wird kritisch betrachtet wie sie die oben genannten „Managementdisziplinen“ unterstützen können. Im folgenden Kapitel zwei wird aus den zahlreichen Definitionen eine einheitliche Beschreibung von Netzwerken abgeleitet. Kapitel drei beschäftigt sich mit den Arten von Netzwerken sowie deren Chancen und deren Gefahren, wobei die Unterteilung entweder eindimensional oder mehrdimensional erfolgen wird . Abschließend wird in Kapitel vier eine Schlussfolgerung gezogen und ein Ausblick in die Zukunft gegeben.

2. Begriffsbestimmung von Netzwerken

Neben den traditionellen Formen Hierarchie (Unternehmen) und Markt existieren als Form der Aufbauorganisation von Unternehmen eine Vielzahl intermediärer Ausprägun- gen, die zusammenfassend als Netzwerke bezeichnet werden.7 Mittels solcher Strukturen wird versucht, die spezifischen Vorteile von Märkten (Funktionsspezialisierung, marktlicher Effizienzdruck) und Hierarchien (Vertrauen, Informationsintegration) in einer Organisation zusammenzuführen.8 Die Nutzeffekte, die dabei gewonnen werden können, sind Skaleneffekte, Synergieeffekte, Zugang zu neuen Technologien, Reduzierung von Unsicherheit oder Chance zur Spezialisierung und Konzentration auf Kernkompetenzen. Die Definitionen des Netzwerkbegriffes sind je nach wissenschaftlicher Disziplin oder Untersuchungszweck10 sowohl in der Literatur als auch in der Praxis sehr heterogen, zum Teil sogar widersprüchlich. Während manche Autoren Begriffe wie „Partnerschaft“, „Allianz“, „Netzwerk“ oder „Kooperation“ als Synonyme verwenden,11 betrachten andere die Kooperation als Oberbegriff12 (Abb. 1). Allgemein wird unter einem Netzwerk ein Geflecht aus sozialen, ökonomischen und politischen Beziehungen zwischen Individuen und Organisationen verstanden.13 Eine ausführlichere Definition betrachtet es als eine Primärorganisation, die Koordinationseigenschaften besitzt und auf dem Markt interagiert, um auf diese Weise die komplementäre Ressourcen sicherzustellen und konsequent die unternehmensübergreifenden Geschäftsprozessen zu optimieren.14 Ein innovativerer Gedanke findet sich bei CASTELLS, der von einer Netzwerkgesellschaft spricht. Damit ist die „Superstruktur“ der globalen Gesellschaft gemeint, deren Beziehungszusammenhang aus Macht, Technik, Information und Kapital als Netzwerk charakterisiert werden kann.15

Gegenstand dieser Arbeit werden im Folgenden die Unternehmensnetzwerke sein, die als Ergebnis der Unternehmensentwicklung anzusehen sind und den entstandenen Flexibilitätsdefiziten entgegenzuwirken versuchen.16 SYDOW definiert sie als „eine auf die Realisierung von Wettbewerbsvorteilen zielende Organisationsform ökonomischer Aktivitäten, die sich durch komplex-reziproke, eher kooperative denn kompetitive und relativ stabile Beziehungen zwischen rechtlich selbständigen, wirtschaftlich jedoch zumeist abhängigen Unternehmen auszeichnen“.17 In Anlehnung an verschiedene Autoren ist meine Auffassung eines Unternehmensnetzwerks die Gesamtheit aller möglichen Formen ökonomischer Aktivitäten und Interaktionen,18 die eine hohe Flexibilität aufweisen.19 Dabei finden koopkurrente 20 Beziehungen zwischen selbständigen Wirtschaftseinheiten21 statt. Durch die Verbindung der strategischen Zielsysteme sollen einzelne Firmenziele erreicht und individuellen Wettbewerbspositionen verbessert werden.22 Im nächsten Kapitel werden Netzwerkarten vorgestellt und in Verbindung mit den „Managementdisziplinen“ kritisch betrachtet.

3. Netzwerkarten und deren kritische Betrachtung

[...]


1 Vgl. Busch (2003), S.23; Vgl. Zentes u.a. (2003), S. 20; Vgl. Hahn u.a. (2000), S. 2620

2 Vgl. Wohlgemuth (2002), S.4 ff.; Vgl. Zahn, Schön (2003) S. 1 ff.

3 Vgl. Nohria u.a. (2003), S. 27

4 Vgl. ebenda (2003), S.42

5 Vgl. Jehle (2003), S.379; Vgl. Zahn (2000), S.1

6 Nohria u.a. (2003), S. 27

7 Vgl. Siebert (2003), S. 7 ff.

8 Vgl. Scholz (2003), S. 467; Vgl. Struthoff (1999), S.43 ff.

9 Vgl. Morschett (2003), S. 392; Vgl. Perlitz, Seger (2003), S. 521; Vgl. Struthoff (1999), S. 45

10 Vgl. Zentes u.a. (2003), S.18 ff.; Vgl. Herbst (2002), S. 9

11 Vgl. Zentes u.a. (2003)

12 Vgl. Siebert (2003), S. 9 ff.; Vgl. Wohlgemuth (2002), S.16

13 Vgl. Blecker (1999), S.15

14 Vgl. Scholz (2003), S.466 f.; Vgl. Sydow (2001), S. 295

15 Vgl. Castells (2004), S. 3 ff.

16 Vgl. Morschett (2003), S. 389; Vgl. Zentes u.a. (2003), S.6

17 Sydow (1992), S. 79

18 Vgl. Woratschek, Roth (2003), S.143 ff.

19 Vgl. Welge (2003), S. 924 ff.

20 Vgl. Magin u.a. (2003), S. 131; Vgl. Zahn, Foschiani (2001a), S. 3

21 Vgl. Zentes u.a. S.5 f.

22 Vgl. Stein (2003), S. 167


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