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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2001, 32 Pages
Author: Adrian Becker
Subject: Economics / Business, Miscellaneous
Details
Institution/College: Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg (Statistik und empirische Wirtschaftsforschung)
Tags: Gesellschaftliche, Auswirkungen, Economy, Hauptseminar, Economy, Fach, Statistik
Year: 2001
Pages: 32
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-11923-8
File size: 227 KB
In dieser Hausarbeit werden die Auswirkungen der New Economy auf die gesellschaftlichen Bereiche Bildung und Politik beschrieben. Sie wurde zwar im Rahmen eines STATISTISCHEN Seminars bearbeitet, enthält aber keine typischen statistischen Fragestellungen...
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Excerpt (computer-generated)
Gesellschaftliche Auswirkungen der New Economy
von Adrian Becker
Inhaltsverzeichnis
I. Einführung 3
II. Auswirkungen der informationstechnischen Revolution auf die gesellschaftlichen Bereiche Bildung und Politik 4
1. Auswirkungen auf den Bildungssektor 4
1.1 Neue Anforderungen an die (Aus-)Bildung 4
1.1.1 "Lebenslanges Lernen" 5
1.1.2 "Problemlösen statt Problemlösungen" 6
1.1.3 Medienkompetenz 7
1.2 Neue Möglichkeiten des Lernens und des Erwerbs von Wissen 9
1.2.1 Der Computer als Lernmedium 10
1.2.2 Das Internet als Lernmedium 11
1.2.2.1 Direktes Lernen mit Hilfe des Internets 11
1.2.2.2 Indirektes Lernen mit Hilfe des Internets 14
2. Auswirkungen auf die Politik 15
2.1 Neue Herausforderungen für die Politik 15
2.1.1 Verhinderung einer gesellschaftlichen Spaltung 15
2.1.1.1 Förderung der Medienkompetenz 16
2.1.1.2 Erleichterung des Zugangs zu den neuen Medien 17
2.1.2 Veränderte Bedeutung des Nationalstaates 18
2.2 Neue Möglichkeiten für die Politik 19
2.2.1 Stärkung demokratischer Strukturen 19
2.2.1.1 Erhöhung der Transparenz 19
2.2.1.2 Stärkung der Bürgerbeteiligung 20
2.2.1.3 Einschränkung von staatlicher Medienkontrolle 22
2.2.2 E-Government 23
III. Fazit und Ausblick 26
Literaturverzeichnis 27
I. Einführung
In den letzten 10 Jahren haben die Menschen in den westlichen Industrienationen etwas erlebt, was vom Ausmaß und der Bedeutung her mit der industriellen Revolution am Ende des 19. Jahrhunderts vergleichbar ist: Die rasante Entwicklung von neuartigen Informations- und Kommunikationstechnologien, die multimediale Durchdringung fast aller Lebensbereiche und die Entstehung neuer Lebens- und Arbeitswelten. Es gibt viele Bezeichnungen und Schlagworte, die versuchen, diese Entwicklung zu beschreiben. So spricht der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog von einer "informationstechnischen Revolution" (BerliNews, 2001, Fit für die Informationsgesellschaft). Andere sehen vor allem den wirtschaftlichen Aspekt im Vordergrund und reden deshalb von der "New Economy". Ein ebenfalls oft gebrauchtes Schlagwort lautet "digitales Zeitalter". Alle diese Ausdrücke sind eigentlich Synonyme (und werden in dieser Arbeit auch synonym verwendet) und beinhalten die gleiche Aussage: unsere Gesellschaft hat begonnen sich zu wandeln. Es wird eine neue Gesellschaftsform entstehen, in der Wissen und Informationen die bestimmenden Faktoren sein werden: die Informations- oder Wissensgesellschaft. Das Medium, das diesen Fortschritt ausgelöst hat und auch weiter vorantreiben wird, ist das Internet (Tauss, 1999, S. 302-304).
Sicherlich stehen wir erst am Anfang dieser Entwicklung. Doch bereits jetzt lohnt es sich die Frage zu stellen, welche konkreten Änderungen in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft zu erwarten bzw. schon eingetreten sind. In dieser Hausarbeit werden für die Aspekte Bildung und Politik die möglichen Auswirkungen der informationstechnischen Revolution untersucht und beschrieben. Es gibt noch sehr viele andere Aspekte dieses Themas. Einige davon (Fragen der (Daten?)Sicherheit, der "Abkehr von der Natur" und der Umweltbelastung), werden in der Hausarbeit von Ralf Zimmermann erörtert. Auf weitere (z. B. veränderte Freizeitgestaltung oder Auswirkungen auf die Sprache) wird aus Platzgründen nicht eingegangen.
II. Auswirkungen der informationstechnischen Revolution auf die gesellschaftlichen Bereiche Bildung und Politik
Im Hauptteil dieser Arbeit wird beschrieben, welche besonderen Veränderungen sich in den Bereichen Bildung und Politik bereits ergeben haben bzw. noch zu erwarten sind. Dabei können prinzipiell zwei Aspekte unterschieden werden. Zunächst ist immer die Frage, welche neuen Anforderungen sich aufgrund der informationstechnischen Revolution an den jeweiligen Lebensbereich stellen, welche Veränderungen dort also erforderlich sein könnten. Gleichzeitig ergeben sich durch die "neuen Medien" aber immer auch zusätzliche und völlig neue Möglichkeiten, in dem entsprechenden Gebiet etwas zu gestalten und umzusetzen. Diese beiden Blickwinkel stellen den "roten Faden" bei den folgenden Ausführungen dar.
1. Auswirkungen auf den Bildungssektor
1.1 Neue Anforderungen an die (Aus-)Bildung
Unser traditionelles Bildungssystem in Deutschland hat den Anspruch, junge Menschen bestmöglich auf die beruflichen und sozialen Anforderungen ihres zukünftigen Lebens vorzubereiten. Es geht dabei von der Idee aus, daß die vermittelten Kenntnisse im Laufe einer Generation keinen allzu großen Veränderungen unterworfen sind. Doch inzwischen setzt sich immer mehr die Ansicht durch, daß genau dies nicht mehr zutrifft. Die technologischen Veränderungen haben mittlerweile eine solche Dynamik erreicht, daß eben niemand mehr sagen kann, wie die Lebens- und Arbeitswelt eines Schulanfängers des Jahres 2001 nach Beendigung seines Studiums aussieht (Alflen, 1999, S. 16-17). Dieser Tatsache muß das Bildungssystem gerecht werden. Denn nach Roman Herzog wird es "auf lange Sicht zum entscheidenden Faktor im Wettbewerb der Nationen werden" (Herzog, 1999, S. 52). Es ist also unbedingt nötig, das Bildungssystem den Erfordernissen der informationstechnischen Revolution anzupassen, es muß modernisiert werden (ebd., S. 49).
Die im folgenden genannten Forderungen richten sich in erster Linie an den Staat, denn bei ihm bzw. den Landesregierungen liegt die Hoheit über das schulische Bildungssystem. Auch für die privaten und beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten schafft er die Rahmenbedingungen. Insoweit kommt es zu Überschneidungen mit dem zweiten Teil dieser Hausarbeit "Auswirkungen auf die Politik".
1.1.1 Lebenslanges Lernen
Die eingangs erwähnte hohe Dynamik der technologischen Entwicklungen führt zu einer schnellen Alterung des vorhandenen Wissens. Das was heute als Standard gilt, kann morgen schon altmodisch und antiquiert sein. Zu denken ist dabei etwa an den Markt für Heim-PCs oder Mobilfunktelefone.
Die neuen Technologien und das zum Umgang mit ihnen erforderliche Wissen beeinflussen aber auch in einem sehr hohen Maße die Anforderungen, die an viele Berufe gestellt werden. Einerseits werden die Informationstechnologien eingesetzt, um Arbeitsabläufe kostengünstiger, schneller und effizienter abwickeln zu können. Andererseits entstehen überhaupt erst viele Berufe und Arbeitsplätze durch die Vermarktung und Einführung dieser neuen Technologien.
Vor diesem Hintergrund ist eine der wichtigsten Forderungen zur Modernisierung des Bildungssystems zu sehen, nämlich die Forderung nach lebenslangem Lernen. Nur wer bereit ist, sich immer wieder den innovativen Techniken zu stellen und den Umgang mit ihnen zu lernen, wird "in die Lage versetzt, mit dem raschen Wandel unseres Wissens, aber auch mit den sich ständig ändernden beruflichen Anforderungen Schritt zu halten" (BerliNews, 2001, Bildung und Existenzgründung). Es gibt sicherlich unterschiedliche Möglichkeiten, die Bereitschaft der Menschen zu lebenslangem Lernen zu erhöhen. Die Arbeitgeber sind dazu genauso gefordert wie die Arbeitnehmer und die Gewerkschaften. Auch die berufliche und schulische Ausbildung sollte diesem Aspekt unbedingt gerecht werden. Die Vorschläge, wie eine konkrete Umsetzung der Forderung nach lebenslangem Lernen stattfinden kann, sind relativ vage. Es wird jedoch deutlich, daß hier Praxis und Forschung besonders eng zusammenarbeiten müssen.
Eine weitere neue Anforderung an das Bildungssystem ist, daß die Menschen das Problemlösen statt nur das Wissen um Problemlösungen beherrschen sollen. Was damit gemeint ist, wird im folgenden Abschnitt erläutert.
[...]
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