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Scholary Paper (Seminar), 2004, 17 Pages
Author: Andreas Weth
Subject: Economics / Business: Law
Details
Tags: Outsourcing, Arbeitsrecht
Year: 2004
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 14 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-32731-2
ISBN (Book): 978-3-638-74873-5
File size: 119 KB
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Abstract
„Do what you can do best, outsource the rest“. Das klassische betriebswirtschaftliche Optimierungskonzept des Outsourcing, die Nutzung von externen Produktions- bzw. Dienstleistungsangeboten anstelle bisheriger unternehmensinterner Leistungen, hat bis heute nichts an seiner Aktualität verloren. Letztendlich sind es i. d. R. zwei Gründe, die Unternehmen in der Praxis zum Outsour-cing bewegen: Kostenreduktion und das Know-how des am Outsourcingvorgang betei-ligten Partners – der Partner soll helfen, den outgesourcten Betrieb wirtschaftlicher zu betreiben. Die internationale, auf Outsourcing spezialisierte Unternehmensberatung GARTNER DEUTSCHLAND GMBH räumt allerdings jedem Outsourcingprojekt maximal eine Erfolgschance von 50 Prozent ein. Diese beim Outsourcing auftretenden Probleme resultieren oftmals aus einer unzureichenden Analyse des Outsourcingkonzeptes. Insbe-sondere arbeitsrechtliche Aspekte werden hierbei oftmals vernachlässigt, können aber erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen mit sich bringen bzw. geplante Kostenreduktionen, z.B. Tarifwechsel, zunichte machen. Nach genauerer arbeitsrechtlicher Betrach-tung der Konsequenzen, die mit Outsourcing verbunden sind, ist dann in vielen Fällen Outsourcing auch nicht das geeignete Werkzeug um wirtschaftlicher bestimmte Leistungen zu erbringen. Ziel dieser Arbeit ist daher die Darstellung arbeitsrechtlicher Probleme des Outsourcing in den Bereichen der individuellen Arbeitsverhältnisse, des Tarifvertrags und der Be-triebsverfassung. Gang der Untersuchung und Abgrenzungsfragen Um das obige Ziel der Arbeit verständlich zu vermitteln, erfolgt als Einführung in die Thematik im zweiten Kapitel der Arbeit eine betriebswirtschaftliche und arbeitsrechtli-che Darstellung der gängigen Realisationsformen des Outsourcing in der Praxis. Darauf aufbauend wird die Verankerung des Outsourcing im deutschen Recht aufgezeigt. Je nach Realisationsform des Outsourcing sind hier verschiedene arbeitsrechtliche Konse-quenzen zu beachten. Diese und weitere Konsequenzen bzw. Probleme des Outsourcing werden dann im dritten Kapitel der Arbeit für die ausgewählten Bereiche des Arbeits-rechtes dargestellt. Das vierte Kapitel der Arbeit fasst abschließend die dargestellten Sachverhalte zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der rechtlichen Aspekte des Outsourcing.
Excerpt (computer-generated)
EUROPEAN BUSINESS SCHOOL
International University Schloss Reichartshausen am Rhein
Seminararbeit
am Lehrstuhl für Arbeits- und Wirtschaftsrecht
im Rahmen des ABWL-Seminars
Sommersemester 2004
Arbeitsrechtliche Probleme des Outsourcings
-
Arbeitsrechtliche Grundlagen des Outsourcing und Auswirkungen auf
individuelle Arbeitsverhältnisse, den Tarifvertrag und die
Betriebsverfassung
Name: Andreas Weth
Abgabedatum: 10. März 2004
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis ... II
1 Einleitung ... 1
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit ... 1
1.2 Gang der Untersuchung und Abgrenzungsfragen ... 2
2 Begriffliche Grundlagen des Outsourcing ... 2
2.1 Grundlagen und Realisationsformen des Outsourcing in der Praxis ... 2
2.2 Grundlagen der arbeitsrechtlichen Verankerung des Outsourcing ... 3
3 Arbeitsrechtliche Probleme des Outsourcing ... 4
3.1 Auswirkungen auf das einzelne Arbeitsverhältnis ... 4
3.2 Auswirkungen auf den Tarifvertrag ... 7
3.3 Auswirkungen auf die Betriebsverfassung ... 10
4 Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick ... 12
Literaturverzeichnis ... 13
Abkürzungsverzeichnis
ArbG Arbeitsgericht
BAG Bundesarbeitsgericht
BetrVG Betriebsverfassungsgesetz
BetrVG-ReformG Betriebsverfassungsreformgesetz
BGB Bürgerliches Gesetzbuch
BR Bundesrat
Drs Drucksache
EDS Electronic Data Systems
EG Europäische Gemeinschaft
EU Europäische Union
EuGH Europäischer Gerichtshof
GG Grundgesetz
i. S. im Sinne
i. d. R. in der Regel
i. V. m. in Verbindung mit
IG Metall Industriegewerkschaft Metall
KSchG Kündigungsschutzgesetz
LAG Landesarbeitsgericht
TVG Tarifvertragsgesetz
UmwG Umwandlungsgesetz
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
„Do what you can do best, outsource the rest“.1 Das klassische betriebswirtschaftliche Optimierungskonzept des Outsourcing, die Nutzung von externen Produktions- bzw. Dienstleistungsangeboten anstelle bisheriger unternehmensinterner Leistungen, hat bis heute nichts an seiner Aktualität verloren. Die im Januar 2004 erschienende Ausgabe des Manager Magazins beschäftigt sich beispielsweise in einem mehrseitigen Artikel mit diesem Thema – allerdings nur sehr oberflächlich und aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht. Gründe für das Outsourcing interner Leistungen sind in diesem Artikel z. B. die Flexibilisierung von Organisationsstrukturen oder die Reduktion und Kontrolle von Betriebskosten, wie z. B. bei der Infineon AG.2 Der Chiphersteller hat als eines der ersten deutschen Unternehmen seit Januar 2004 die gesamte Gehalts- und Spesenabrechnung vollständig auf den externen Dienstleister Electronic Data Systems (EDS) übertragen.
Letztendlich sind es i. d. R. zwei Gründe, die Unternehmen in der Praxis zum Outsourcing bewegen: Kostenreduktion und das Know-how des am Outsourcingvorgang beteiligten Partners – der Partner soll helfen, den outgesourcten Betrieb wirtschaftlicher zu betreiben. Die internationale, auf Outsourcing spezialisierte Unternehmensberatung GARTNER DEUTSCHLAND GMBH räumt allerdings jedem Outsourcingprojekt maximal eine Erfolgschance von 50 Prozent ein.3 Diese beim Outsourcing auftretenden Probleme resultieren oftmals aus einer unzureichenden Analyse des Outsourcingkonzeptes. Insbesondere arbeitsrechtliche Aspekte werden hierbei oftmals vernachlässigt, können aber erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen mit sich bringen bzw. geplante Kostenreduktionen, z.B. Tarifwechsel, zunichte machen. Nach genauerer arbeitsrechtlicher Betrachtung der Konsequenzen, die mit Outsourcing verbunden sind, ist dann in vielen Fällen Outsourcing auch nicht das geeignete Werkzeug um wirtschaftlicher bestimmte Leistungen zu erbringen.
Ziel dieser Arbeit ist daher die Darstellung arbeitsrechtlicher Probleme des Outsourcing in den Bereichen der individuellen Arbeitsverhältnisse, des Tarifvertrags und der Betriebsverfassung.
[...]
1 WIßKIRCHEN (1999), S. 8.
2 Siehe hierzu PREISSNER / MÜLLER (2004), S. 108 - 110.
3 Vgl. zu einer ausführlichen Darstellung GARTNER DEUTSCHLAND GMBH (Hrsg.) (2002), S. 3.
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