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Termpaper, 2004, 15 Pages
Author: Silvie Gerold
Subject: Economics / Business: General
Details
Tags: Haben, Bibliotheken, Zukunft
Year: 2004
Pages: 15
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-32895-1
ISBN (Book): 978-3-638-74880-3
File size: 210 KB
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Abstract
Das Leitbild der Wissens- und Informationsgesellschaft spielt in einem Hochtechnologieland wie Deutschland eine immer größer werdende Rolle. Heutzutage gilt Wissen als entscheidender Wirtschaftsfaktor im internationalen Wettbewerb. In der Wirtschaftswissenschaft ist mittlerweile sogar davon die Rede, Wissen, - neben den Primärgütern Rohstoffe, Produkte und Dienstleistungen -, als den Produktionsfaktor einer vierten Phase der Wirtschaftsentwicklung anzuerkennen. Aus diesem Grund ist die Wissensversorgung der Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Hierbei werden, neben dem Bildungssystem, Bibliotheken als Verantwortungsträger angesehen. Aufgrund der hohen Anzahl von Wissenschaftlern steht der Menschheit so viel Wissen zur Verfügung wie nie zuvor. Gleichzeitig steigt die Informationsflut mit der sich ständig weiterentwickelnden Kommunikationstechnologie an. Wir werden tagtäglich mit Information, vor allem aus den Neuen Medien, wie dem Internet, regelrecht überflutet. Um diese Menge an Information darstellen, speichern und übertragen zu können, ist der Wandel von der konventionellen Bibliothek, die sich analoger Medien bedient, zu der digitalen Bibliothek, die elektronische Medien verwendet, unabdingbar. In der vorliegenden Arbeit soll nun untersucht werden, welche Chancen und Risiken die Zukunft für digitale Bibliotheken mit sich bringt.
Excerpt (computer-generated)
Haben digitale Bibliotheken eine Zukunft
von: Silvie Gerold
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die konventionelle Bibliothek
3 Die digitale Bibliothek
3.1 Definitionen
3.2. Digitale Dokumente
3.2.1 Referenzwerke
3.2.2 Primäre Textveröffentlichungen
3.2.3 Druckbare Nicht-Text-Dokumente
3.2.4 Nicht-druckbare Dokumente
3.3 Aufgaben digitaler Bibliotheken
3.3.1 Sicht heutiger Bibliotheksnutzer
3.3.2 Sicht der wissenschaftlichen Forschung
3.3.3 Marktwirtschaftliche Sicht
3.4 Dienstleistungen digitaler Bibliotheken
4 Der Wandel im Bibliothekswesen
5 Traditionelle versus digitale Bibliotheken
6 Die Zukunft digitaler Bibliotheken
7 Fazit
Literaturverzeichnis
Quellenangaben
1 Einleitung
Das Leitbild der Wissens- und Informationsgesellschaft spielt in einem Hochtechnologieland wie Deutschland eine immer größer werdende Rolle. Heutzutage gilt Wissen als entscheidender Wirtschaftsfaktor im internationalen Wettbewerb. In der Wirtschaftswissenschaft ist mittlerweile sogar davon die Rede, Wissen, - neben den Primärgütern Rohstoffe, Produkte und Dienstleistungen -, als den Produktionsfaktor einer vierten Phase der Wirtschaftsentwicklung anzuerkennen.1 Aus diesem Grund ist die Wissensversorgung der Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Hierbei werden, neben dem Bildungssystem, Bibliotheken als Verantwortungsträger angesehen. Aufgrund der hohen Anzahl von Wissenschaftlern steht der Menschheit so viel Wissen zur Verfügung wie nie zuvor. Gleichzeitig steigt die Informationsflut mit der sich ständig weiterentwickelnden Kommunikationstechnologie an. Wir werden tagtäglich mit Information, vor allem aus den Neuen Medien, wie dem Internet, regelrecht überflutet. Um diese Menge an Information darstellen, speichern und übertragen zu können, ist der Wandel von der konventionellen Bibliothek, die sich analoger Medien bedient, zu der digitalen Bibliothek, die elektronische Medien verwendet, unabdingbar. In der vorliegenden Arbeit soll nun untersucht werden, welche Chancen und Risiken die Zukunft für digitale Bibliotheken mit sich bringt.
2 Die traditionelle Bibliothek
Einen Großteil unseres Wissens beziehen wir aus Büchern, Lexika und Zeitschriften. Die Bibliothek (griech. biblos Buch) ist der Ort, an dem wir diese Datenträger aufbewahren.2 Wie eingangs erwähnt, konzentrieren sich traditionelle Bibliotheken auf sogenannte analoge Datenträger. Darunter versteht man sowohl Papierdokumente, als auch Mikrofilme und Audio- und Videoaufzeichnungen. Für seine Suche nach Buchtiteln oder Veröffentlichungen in Zeitschriften verwendete der frühe Nutzer der klassischen Leih- oder Präsenzbibliothek die Zettelkästen. Diese Form der Suchhilfe existiert zwar nach wie vor, wurde aber überwiegend von elektronischen Katalogen (OPACs: Online Public Access Catalog) abgelöst. Das Hauptmerkmal von traditionellen Bibliotheken ist jedoch, dass ihr gesamter Bücherbestand in physikalischer Form vorliegt.
Im folgenden sollen einige Probleme konventioneller Bibliotheken aufgezeigt werden3.
• Da die Anzahl an Büchern fortwährend zunimmt, steht immer weniger Lagerraum zur Verfügung. Eine mögliche Lösung, einen Teil des Bestandes auszulagern, wird durch die Tatsache eingeschränkt, dass der Ausleihvorgang verzögert wird und zusätzliche Kosten entstehen.
• Ein erhebliches Problem ist der Säurefraß, der vor allem bei Büchern auftritt, die zwischen 1850 und 1950 gedruckt wurden. Sanierungsverfahren gibt es, sie sind aber sehr aufwendig.
• Konventionelle Bibliotheken legen Wert darauf, möglichst wenige Kopien, dafür aber möglichst viele unterschiedliche Bücher in ihrem Bestand zu führen. Das Problem, dass alle Kopien entliehen sind, tritt speziell in Hochschulbibliotheken auf, etwa wenn ein bestimmtes Thema von mehreren Studenten behandelt wird.
• Zudem stehen traditionelle Bibliotheken einem erheblichen logistischen Problem gegenüber. Es ist sehr zeit- und personalintensiv, neue Bücher zu bestellen, die Lieferung zu prüfen, sie zu katalogisieren und einzuordnen.
Die Lösung dieser Defizite führt fast zwangsläufig zu der Bedeutung digitaler Bibliotheken.
3 Digitale Bibliotheken
Wie bereits angedeutet, sind digitale Bibliotheken in der Lage, die Nachteile von herkömmlichen Bibliotheken zu beseitigen. Darüber hinaus sollte aber betont werden, dass sie sich dabei keineswegs über die traditionelle Form hinwegsetzen; vielmehr werden bestimmte Aufgaben der Bibliothek, vor allem das Sammeln und Verwahren, übernommen.4 Es kann behauptet werden, dass digitale Bibliotheken die Arbeit der Bibliotheken stark verändert haben, nicht aber die Gründe ihrer Existenz.5 Bei digitalen Bibliotheken handelt es sich um Sammlungen elektronischer Informationen, die sich im Besitz und unter der Kontrolle einer realen Bibliothek befinden.6 Über vernetzte Kommunikationswege werden Informationen in verteilten Informationssystemen ganz heterogener Art suchbar und zugänglich gemacht. Die digitale Bibliothek bringt Informationen zu einem Thema zusammen, die vorher nur lokal einsehbar waren.7
3.1 Definitionen
[...]
1 Vgl. Endres, A.; Fellner, D.W. : Digitale Bibliotheken, Heidelberg 2000, S. 437f.
2 Vgl. ebenda, S. 4
3 Vgl. hierzu und im Folgenden Endres, A.; Fellner, D.W. : Digitale Bibliotheken, Heidelberg 2000, S. 77f.
4 Vgl. Rusch-Feja, D.: Digital Libraries, in B.I.T. Online, 2-4 , 1999, Kap. 6.0
5 Vgl. ebenda, Kap. 7.0
6 Vgl. ebenda, Kap. 1.4
7 Vgl. Rusch-Feja, D.: Digital Libraries, in B.I.T. Online, 2-4 , 1999, Kap. 1.4
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