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Existiert Zeit? - Augustinus Frage nach Sein oder Nichtsein der Zeit!

Termpaper, 2003, 16 Pages
Author: Havva Yuvali
Subject: Philosophy - Philosophy of the Ancient World

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 16
Grade: 2
Bibliography: ~ 3  Entries
Language: German
Archive No.: V32119
ISBN (E-book): 978-3-638-32918-7

File size: 196 KB


Excerpt (computer-generated)

Existiert Zeit? - Augustinus Frage nach
Sein oder Nichtsein der Zeit!

von: Havva Yuvali

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  1

2. Aurelius Augustinus  2

2.1 Die Bekenntnisse 3

3. Gegen die Frage: Was hat Gott vor der Schöpfung getan?  3

4. Untersuchung des Zeitbegriffs

4.1 Die Dreiheit der Seele 6-7
4.2 Wie messen wir die Zeit? – Zeit als Ausdehnung des Geistes 8-11
4.3 Existiert Zeit? – Sein oder Nichtsein der Zeit 11-12

4.3.1 Bei der Unterscheidung von Ewigkeit und Zeit 12

5. Schluss 13
 


 

1. Einleitung

Es gibt wohl keine Sache auf dieser Welt, mit der wir öfter konfrontiert sind als mit der Zeit. Sie bestimmt unser Leben, unseren Alltag, sämtliche unserer Handlungen. Dennoch nehmen die meisten Menschen gegenüber der Zeit eine eher unbekümmerte Haltung ein Gebe es die Zeit nicht könnte man dann nach ihr Fragen? Augustinus stellt in dem elften Buch seiner Bekenntnisse die Fragen: Was ist Zeit? Existiert sie? Wo hatte sie ihren Anfang und wohin führt sie uns? Er macht dem Leser mit einer faszinierenden, sprachlichen Schönheit den Komplex dieses Themas bewusst und führt ihn in das Sein oder Nichtsein der Zeit ein. Im zweiten Kapitel werden wichtige Daten und Ereignisse aus dem Leben von Aurelius Augustinus genannt.

In dem dritten Kapitel wir die provokative Frage „Was hat Gott vor der Schöpfung getan“? eingeführt und dargestellt wie Augustinus die These seiner Gegner aufnimmt und widerlegt. Im vierten Kapitel wird der Begriff der Zeit untersucht. Es wird sehr deutlich das die Beantwortung der Frage, was Zeit sei, sehr schwierig ist. In dem Unterpunkt 4.1 wir die von Augustinus gestellte Frage, ob Zeit existent sei erläutert und erklärt unter welchen Bedingungen die Aussage es gebe drei Zeitformen akzeptabel sei. Was ist Zeit? Ist sie die Bewegung von Himmelskörpern? Wie messen wir die Zeit? Der zweite Unterpunkt des vierten Kapitels beschäftigt sich mit diesen Fragen und der Antwort von Augustinus auf die Frage, wie es dem Menschen möglich ist die Zeit der Eigenschaft der Messbarkeit zu unterwerfen. Der letzte Unterpunkt trägt die gleiche Überschrift wie das Thema dieser Arbeit und stellt Augustinus Gedanken zum Sein oder Nichtsein der Zeit dar. Die Arbeit endet mit einem Schlusswort.

2. Aurelius Augustinus

Aurelius Augustinus, geboren am 13.11.354 (n. Chr.), stammt aus dem im Nordafrika gelegenem Ort Thagaste. Seine Eltern waren angesehene Christen gewesen. Er wurde in die Kunst der Rhetorik eingeführt und darin ausgebildet. Nach seiner Ausbildung begann er die Lehrtätigkeit. Er unterrichtete in seinem Geburtstort Grammatik und im Jahre 374 in Kathago Rhetorik. 378 führten ihn seine Wege nach Rom und dort wurde er bald in die Residenzstadt Mailand berufen, wo er als Rhetor tätig gewesen ist. Hier lernte er den Neuplatonismus kennen. Der Bischof von Mailand war in dieser Zeit Priester Ambrosius. Vermutet wird, dass die Predigten dieses Priesters ausschlaggebend für seine nachfolgende Bekehrung zum Christentum gewesen seien. Hieraufhin ließ sich Augustinus 387 taufen und trat dem Christentum bei. Sein Freund schreibt „So hatte Gottes helfende Hand es gefügt, dass er durch diesen großen heiligen Bischof Ambrosius den heilbringenden Glauben der katholischen Kirche erlangte und die göttlichen Geheimnisse zu verkosten bekam.“1 Weiterhin schreibt er, dass es Augustinus nun nicht mehr nach Weib und Kind und nicht mehr nach Reichtum und Glanz gelüste. Er wolle Gott dienen. Augustinus brach seine Lehrtätigkeit ab und kehrte 388 in seine Heimat zurück. In den nächsten Jahren lebte er für Gott. Er fastete, betete und bemühte sich um gute Werke. Mit seinen Freunden gründete er eine klosterähnliche Gemeinschaft und wird im Jahre 391 zum Priester ernannt. 395 wurde er zum Priester von Hippo Rhegius geweiht. Bis zu seinem Tode widmete er sich dieser Aufgabe und starb 430 bei der Belagerung der Stadt durch die Vandalen.

Augustinus setzt keine klare Unterscheidung zwischen der Philosophie und der Theologie. Seine Maxime lautet: Ich glaube, damit ich erkennen kann. (lat.: credo, ut intelligam). Göttliche Erleuchtung führe zur Glückseligkeit und der Wunsch nach dieser, sei der einzige Grund zum Philosophieren. Durch seine schriftstellerische Tätigkeit entstanden neben den Bekenntnissen Werke wie „Über die Freiheit des Willens“, „Über die Dreieinigkeit“, und „Über den Gottesstaat.“ Nach Augustinus ist der Mensch von Natur aus ein Gemeinschaftswesen. Nur in der Gemeinschaft könne der Mensch seine Anlagen entwickeln. Der Staat sei zwar nicht natürlich, aber notwendig um durch Gesetzte Ordnung zu schaffen und materiellen Wohlstand zu sichern.

2.1 Die Bekenntnisse

[...]


1 www.pinselpark.de/philosophie/a/augustinus/1_augustinus.html


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