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Design-Hotels - Individualität auf dem Hotelmarkt

Scholary Paper (Seminar), 2004, 33 Pages
Author: Christoph Hahn
Subject: Tourism

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 33
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 25  Entries
Language: German
Archive No.: V32159
ISBN (E-book): 978-3-638-32948-4

File size: 1704 KB
Notes :
Die Arbeit beschreibt das Konzept der Design-Hotels in Bezug auf die Erlebnisorientierung und gibt anschauliche Beispiele.



Excerpt (computer-generated)

Design-Hotels
Individualität auf dem Hotelmarkt

Seminararbeit

 im Rahmen des Seminars
Internationales Ressort- und Hotelmanagement
im Sommersemester 2004
eingereicht am 25. Juni 2004

von:

Christoph Hahn

Fachhochschule Kempten
Lehrstuhl für Internationales Ressort- 
Studiengang Tourismus-  und Hotelmanagement
8. Fachsemester

 

Inhaltsverzeichnis  I

1. Einleitung  1

2. Allgemeiner Trend im Tourismus  3

3. Definition Design-Hotels  4

4. Konzept der Design-Hotels  5
4.1 Zielgruppe  5
4.2 Standort  7
4.2.1 Design-Hotels in Stadt-Destinationen  8
4.2.2 Design-Hotels mit Resortcharakter  9
4.3 Produktgestaltung  10
4.3.1 Die Hotelhalle  11
4.3.2 Die Zimmer  14
4.3.3 Die Gastronomie  16

5. Fazit  19

Literaturverzeichnis  21

Anhang   23

 

1. Einleitung

In den letzten Jahren verzeichnete die Hotellerie weltweit sinkende Auslastungszahlen und, damit verbunden, sinkende Umsätze sowie Renditen. Dies ist zum einen auf die immer noch vorhandene Reiseangst der Menschen aufgrund der Terroranschläge von New York am 11. September 2001, zum anderen auf das ständig steigende Angebot von Bettenkapazitäten und, nicht zu letzt, auf die allgemeine Konjunkturschwäche zurückzuführen. 

Aus diesen Gründen schrieb auch die Hotellerie in Deutschland im Jahr 2003 wieder tiefrote Zahlen.
Laut dem Branchenreport 2004 des Hotelverbandes Deutschland konnte die Hotellerie ihre Zimmerauslastung im Jahr 2003 zwar weitgehend auf dem Vorjahresniveau von 59,6% halten, was im Rahmen der allgemeinen konjunkturellen Krise beinahe schon als positiv zu bewerten ist. Jedoch wurde dieses Ergebnis nur durch eine Senkung des Zimmerpreises von 4,5% auf nun durchschnittlich 81,30 EUR erreicht. Ingesamt musste die Hotelleriebranche 2003 somit ein Umsatzminus von 4,1%, im Vergleich zum ohnehin schon schlechten Jahr 2002, hinnehmen. Die Zahl der Insolvenzen lag im gesamten Gastgewerbe in den ersten acht Monaten 2003 mit einem Plus von 20,7% auf traurigem Rekordkurs. Der Hotelverband Deutschland prognostiziert trotz alledem für das Jahr 2004 eine moderate Steigerung der Zimmerauslastung um etwa 2% bei stabilen bis leicht anziehenden Preisen.1

Die Überkapazität an Betten zeigt die DEHOGA-Hotelmarktanalyse 2000. Im Jahr 1999 wurden bei einem verfügbaren Potential von 560 Mio. Betten und einer Bettenauslastung von 33,4% etwa 185,3 Mio. Übernachtungen erzielt. Dies ergibt einen Kapazitätsüberschuss von 374,7 Mio. nicht belegten Betten im Jahr.2

Wie kann sich nun die deutsche Hotellerie, trotz dieser Zahlen, weiterentwickeln? Mittelständische Hotelbetriebe und kleine Ketten können sich nur schwer gegen die Markenhotellerie durchsetzen, die mittlerweile einen Marktanteil von 45% in Deutschland hält.3
Ihnen bleibt deswegen meist nur der Weg der Spezialisierung und der Entwicklung von Nischenprodukten um ihren Betrieb wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben. 

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit dem Nischenprodukt „Design-Hotels“. Diese Hotelform hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie mit einem ausgefallenem Konzept, das eine streng segmentierte Zielgruppe anspricht, durchaus wirtschaftlichen Erfolg erzielen kann.

Ian Schrager, ursprünglicher Mitbegründer des legendären Clubs Studio 54, eröffnete sein erstes Design-Hotel 1984 in New York. Das Morgans war wohl das erste Hotel mit richtungsweisendem Designanspruch, das international Aufsehen erregte.
Mit den konzeptionellen Vorgaben „modern, urban, kosmopolitisch“ beauftragten sie den weiblichen Star des französischen Designs, Andrée Putman, mit der Umgestaltung des ehemaligen New Yorker Mittelklassehotels. Das Experiment geriet zum Volltreffer: Echten Stars folgten Starlets, Werbeleute, Designer und all die Individualisten mit kreativen Berufen.4

„Gedacht war an eine zeitgemäße Unterkunft in der Weltstadt nach dem Geschmack moderner, trendbewusster Leute, die traditionelle Hotelklischees verabscheuen.“5 Die Flut der Veröffentlichungen und die große Akzeptanz mit Auslastungen um 90% bei der bis dato noch unentdeckten Zielgruppe der „yubalt’s – young, urban, business and leisure travellers“, spiegelte die große Medienwirksamkeit und den wirtschaftlichen Erfolg dieses neuen Hotelkonzeptes wieder.6

2. Allgemeiner Trend im Tourismus

Auch der zukünftige Trend im Tourismus kommt der Entwicklung von Design-Hotels zu Gute.

Auf dem Hotelmarkt zeichnet sich „ein allgemeiner Trend hin zu noch mehr persönlicher Dienstleistung, perfektem Service und hochwertiger, medientechnischer Infrastruktur ab. Die Antwort auf eine immer stärkere Individualisierung von Gästewünschen ist eine immer stärkere Differenzierung des Hotelangebots - zumindest im höherpreisigen Marktsegment. Hier besteht ein Trend hin zu noch konsequenterer Besetzung von Marktnischen und Spezialisierung.“7

Diesem Trend werden die so genannten Design-Hotels gerecht. Sie beantworten individuelle Wünsche mit einem differenzierten Angebot.8

[....]


1 Vgl. O.V.: Hotelmarkt Deutschland, 2004, und vgl. Gruner und Jahr: Branchenbild, 2004

2 Vgl. O.V.: DEHOGA Hotelmarktanalyse, 2000, S. 2

3 Vgl. Gruner und Jahr: Branchenbild, 2004

4 Vgl. Kunz, M./ Sendlinger, K.: Design Hotels, 1999, S. 9

5 Riewoldt, O./ Bangert, A.: Internationales Hotel Design, 1994, S. 14

6 Vgl. Kunz, M./ Sendlinger, K.: Design Hotels , 1999, S. 9

7 O.V.: DEHOGA Hotelmarktanalyse, 2000, S. 12

8 Vgl. O.V, Branchenreport Hotellerie, 2000, S.56


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