Scholary Paper (Seminar), 2003, 10 Pages
Author: Frank Christian Petersen
Subject: Pedagogy - Pedagogic Psychology
Details
Institution/College: University of Flensburg (Allgemeine Pädagogik)
Tags: Hirnreifung, Lernen, Seminar, Neurodidaktik
Year: 2003
Pages: 10
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-33001-5
File size: 191 KB
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Hirnreifung und Lernen
von: Frank Christian Petersen
6. Semester
Inhalt
1 Einleitung 3
2 Das Objekt des Interesses 3
3 Einblicke 4
4 Zerebrale Entwicklung 5
5 Lernpräferenzen 6
6 Assoziationen 8
7 Synonyme „Hirnreifung“ und „Lernen“ 9
8 Literatur: 11
1 Einleitung
In den letzten Jahren hat es im Bereich der Neurowissenschaften, speziell der Neurobiologie, eine Reihe von neuen Erkenntnissen zur Funktionsweise des Gehirns gegeben, die hauptsächlich aus modernen Untersuchungsverfahren resultieren. Diese aktuellen Forschungsergebnisse werden nicht nur von den Neurowissenschaften, sondern auch von anderen wissenschaftlichen Disziplinen mit Interesse rezipiert, insbesondere der Psychologie und der Pädagogik. Von Seiten der Pädagogik wird mehr oder minder subtil die Hoffnung an die Neurobiologie herangetragen, den Vorgang des Lernens zu offenbaren und somit Techniken und Verfahrensweisen des Lehrens an die Hand zu geben. Im Folgenden werde ich versuchen darzustellen, welche Vorgänge im Gehirn von Seiten der Neurobiologie als Lernen des Zentralnervensystems gedeutet werden, und welche Bedeutung diese unter Umständen für die Erziehung und Bildung haben kann.
2 Das Objekt des Interesses
Das Großhirn ist nicht nur ein wichtiger Teil des Zentralnervensystems des menschlichen Körpers, also unter anderem für die Steuerung vitaler Funktionen wichtig, sondern aus Sicht der Neuroforschung auch Sitz unseres Bewusstseins, unseres Intellekts, unserer Ratio, also jener Qualitäten, die uns nicht nur aus anthropologischer Sicht als Menschen auszeichnen. Die entwicklungsgeschichtlich älteren Regionen dieser strukturierten Ballung von etwa 100 Milliarden Nervenzellen werden als Stammhirn bezeichnet; es steuert essentielle Prozesse des menschlichen Körpers wie Atmung, Kreislauf, Schlaf usw., ist aber auch für affektive Funktionen und Erinnerungsprozesse zuständig. Evolutionär jünger sind die darauf aufbauenden Strukturen, insbesondere der Kortex cerebri, die sogenannte Hirnrinde. Hier werden auch typisch menschliche Eigenschaften verortet, wie die schon oben genannte Ratio und das Bewusstsein, Begrifflichkeiten mit problematischen Definitionen, die aber nicht auf spezifische autonome Areale bezogen verstanden werden können, sondern die über neuronale Bahnen mit den älteren Regionen des Gehirns sowie verschiedenen kortikalen Zonen interagieren. Anders ausgedrückt: Es gibt keinen expliziten Hirnbereich für „Bewusstsein“ oder „Kognition“, deren Emergenz dennoch an Aktivitäten in bestimmten Rindenbereichen gebunden ist.
Die kleinsten Funktionseinheiten des Nervensystems insgesamt, und somit auch des Gehirns, sind die Neuronen genannten Nervenzellen mit ihren zuleitenden und ableitenden Auswüchsen, den Dendriten und Axonen (Neuriten). Über die dendritischen Auswüchse werden den Neuronen Informationen in Form elektrischer Impulse zugesandt, über die Axone geben die Neuronen elektrische Impulse ab. Als Kontaktstellen zu anderen Zellen sitzen an den neuronalen Auswüchsen sogenannte Synapsen, die den elektrischen Impuls in einen biochemischen transferieren und Neurotransmitter als Mediatoren ausschütten. Alles, was wir denken und fühlen, findet auf dieser zunächst einfach erscheinenden Grundlage von seit Jahrmillionen gleichen Zelleinheiten, elektrischen Strömen und Makromolekülen statt, die in dieser bestimmten Konfiguration, die wir Gehirn nennen, so erstaunliche Synergieeffekte wie Ratio und Bewusstsein hervorrufen.
3 Einblicke
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