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Der Weg nach München - Wie kam es zur Münchener Konferenz und was waren die Verhandlungsergebnisse?

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2000, 30 Pages
Author: Axel Möhring
Subject: History - National Socialism, World War II

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2000
Pages: 30
Grade: 2,3
Language: German
Archive No.: V3259
ISBN (E-book): 978-3-638-11979-5

File size: 244 KB


Excerpt (computer-generated)

Der Weg nach München - Wie kam es zur Münchener Konferenz und was waren die Verhandlungsergebnisse?

von Axel Möhring

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  ... S. 3
1.1 Fragestellung ... S. 3
1.2 Forschungsstand ... S. 4

2. Die Vorgeschichte der Münchener Konferenz ... S. 6
2.1 Das Friedenswerk von Versailles - "Ein Dorn im Au-ge der Nationalsozialisten" ... S. 6
2.2 Der Aufstieg Hitlers und ideologische Komponenten seiner Weltanschauung ... S. 8
2.3 Zur Außenpolitik Hitlers ... S.10
2.4 Hitler, Henlein und das "Karlsbader Programm" ... S.12
2.5 Die Appeasementpolitik Chamberlains ... S.14
2.6 Chamberlains "Kapitulation" führt zu München. ... S.17

3. Die Münchener Konferenz ... S.18
3.1 "Das Diktat der Großmächte" ... S.18
3.2 Der weitere Verlauf der Verhandlungen ... S.21
3.3 Auswirkungen und Ergebnisse der Konferenz ... S.23

4. Schlußbemerkung ... S.26

5. Literaturverzeichnis ... S.28

1. Einleitung

" Die Geschichte des Verrats der europäischen Demokratien an der tschechoslowakischen Republik gehört zu den schmutzigsten Stücken, die je gespielt worden sind."

So hat Thomas Mann das Münchener Abkommen im gleichen Jahr seiner Verabschiedung charakterisiert.
Aber was verdeutlicht diese Aussage? Das Abkommen erhitzte die Gemüter, vor allen Dingen natürlich die der tschechoslowakischen Menschen. Dieses Zitat von Thomas Mann zeigt letztendlich, was für eine Ungerechtigkeit das Abkommen darstellte. Aber wieso hat Mann das Ausmaß des Münchener Abkommens schon 1938 erkannt, während führende europäische Staatsmänner "ihre Augen verschlossen"?

1.1 Fragestellung

Die Problematik des Münchener Abkommens ist überaus weitreichend. Um es in seinen ganzen Ausmaßen verstehen zu können, müßte man eigentlich bis zur Staatsgründung der Tschechoslowakei im Jahre 1918 zurückgehen. Diese Hausarbeit soll aber nur versuchen das Zustandekommen und die Auswirkungen des Münchener Abkommens in seinen Grundzügen zu erläutern und aufzeigen, was für eine Bedeutung es für die Vorkriegsgeschichte und besonders für die Tschechoslowakei hatte.
Wie kam es zu dieser schicksalhaften Konferenz von München, zum Abschluß eines Abkommens, daß einen souveränen Staat förmlich zerrissen hat? Warum griff keine der anderen europäischen Demokratien rechtzeitig ein? Welche Rolle spielten Hitler, Chamberlain, Daladier und Mussolini?
Will man sich allen Meinungen der damaligen Zeit objektiv gegenüberstellen, so muß letztlich die Frage gestellt werden:

War München ein Sieg des Rechtes oder eine Kapitulation vor der Gewalt?

Dieser Frage versucht die Arbeit nachzugehen. Dafür wird die Vorgeschichte des Abkommens und des Zweiten Weltkrieges betrachtet, sowie die Meinungen und die Situationen in den beteiligten Staaten und Außenministerien. Es soll gezeigt werden, welche Spannungen es auf allen Seiten gab und wie überall versucht wurde, den drohenden Krieg zu verhindern. Es soll auch gezeigt werden, daß die Konferenz von München in weiten und entscheidenden Aspekten eigentlich unnötig war, denn vieles war bereits im voraus entschieden worden:
"Wir sind nicht nach München gegangen, um zu entscheiden, ob die vorwiegend deutschen Gebiete des Sudetenlandes nach Deutschland überführt werden sollen. Das war bereits entschieden."

1.2 Forschungsstand

Die Literatur- und Quellenlage zum behandelten Thema ist günstig. Das Geschehen dieser Zeit ist weitestgehend erschlossen, sei es in Einzelpublikationen, Gesamtdarstellungen oder Quelleneditionen.
Die Arbeit greift auf eine Zahl von Veröffentlichungen über das Münchener Abkommen zurück. Darunter die zwar recht alten, aber aussagekräftigen Arbeiten von Boris Celovsky und Keith Robbins, sowie der zehn Jahre alte Sammelband von Peter Glotz.
Von Bedeutung für diese Arbeit sind weiterhin die Werke von Rainer Blasius und Michael Bloch, die zum einem die Person Weizsäckers, zum anderen die Person Ribbentrops im Zusammenhang mit dem Münchener Abkommen darstellen. Die 19 bzw. 8 Jahre alten Werke entsprechen nicht dem allerneuesten Forschungsstand, sind aber umfassend und detailliert geschrieben.
Aufpassen muß der Leser allerdings, aus welcher Richtung die Veröffentlichungen kommen. Wird z.B. in dem Werk von Hans Bock München als "später Sieg des Rechtes" betrachtet, so liest man dagegen im Werk von Peter Glotz das am Anfang dieser Arbeit stehende Zitat von Thomas Mann. Der Forscher kann sich also bei der Berücksichtigung dieses Themenkomplexes nicht nur auf eine Richtung der Veröffentlichungen stützen.
Nicht zu vergessen bei dieser Arbeit sind die Akten des Auswärtigen Amtes, in denen man die Geschehnisse der vergangenen Tage sozusagen noch einmal "hautnahe miterleben kann".


[...]


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