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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 43 Pages
Author: Cornelia Berndt
Subject: Communications - Media History
Details
Institution/College: University of Paderborn
Tags: Fotojournalismus, Kriegsberichterstattung, Wandel, Zeit, Seriöse, Reportage, Konflikt, Manipulation, Propaganda, Seminar, Fotojournalismus
Year: 2004
Pages: 43
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 14 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-33382-5
File size: 557 KB
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Excerpt (computer-generated)
Fotojournalismus und Kriegsberichterstattung im Wandel der Zeit -
Seriöse Reportage im Konflikt mit Manipulation und Propaganda
von: Cornelia Berndt
7. Semester
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Motivation Seite 3
2 Die ersten Bildreporter reisen in die Welt Seite 6
2.1 Die Anfänge der Manipulationen Seite 7
3 Revolutionäre technische Entwicklungen Seite 8
3.1 Einführung des Fotos in der Presse Seite 9
4 Die Leica Seite 11
4.1 Erster Kriegseinsatz für die kleinen Fotoapparate Seite 12
5 Seriöser Fotojournalismus kontra Propaganda Seite 14
5.1 Bildpropaganda u. Bildfälschungen in totalitären Systemen Seite 15
6 Kriegsreportage im 2. Weltkrieg Seite 17
6.1 Das Ausmaß der Grausamkeit nach Kriegsende Seite 19
6.2 Der Glaube an die Objektivität der Fotografie Seite 20
6.3 Neue Motivation nach dem 2. Weltkrieg Seite 23
7 Der Vietnamkrieg, ein Medienkrieg Seite 24
8 Die Kriege der Neuzeit Seite 27
8.1 Der Irakkrieg 2003 Seite 29
9 Die Zukunft – Digitale Technologie Seite 32
10 Resümee Seite 35
11 Apparat Seite 36
12 Literaturverzeichnis Seite 42
1 Einleitung und Motivation:
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wird eine Technik entwickelt, die es möglich macht, ein Abbild der Wirklichkeit zu erstellen, sie zu reproduzieren und später das Abbild zu vervielfältigen – die Fotografie.
Ein Grund, warum ich mich dazu entschlossen habe, diese Arbeit zu schreiben, waren die interessanten Texte und Diskussionen im Seminar „Fotojournalismus“ mit ihrem Kontext zu aktuellen Ereignissen.
Der Irakkrieg im Jahr 2003 und die Berichte, die noch bis heute direkt aus dem Krisengebiet in der ganzen Welt veröffentlicht werden, sind für uns angehende Medienwissenschaftler immer ein Grund die Informationen und Fotos auch kritisch zu betrachten. Dies hat mich dazu angeleitet, das Thema der Propaganda in Kriegszeiten durch Manipulation einmal genauer im historischen und technischen Kontext zu untersuchen. Mit dieser Arbeit versuche ich den technischen Wandel des Fotojournalismus und vor allem seine Rolle in Kriegen darzustellen. Da die Art und Weise der Manipulation und Propaganda durch den Fotojournalismus eng mit dem technischen Fortschritt der Fotografie verknüpft ist, betrachte ich diese beiden Themen parallel. Somit werden die Hauptthemen meiner Hausarbeit zum einen die Geschichte des Fotojournalismus im Wandel der Zeit und der Technologien sein, und zum anderen eine Untersuchung, in welcher Form und in welchem Ausmaß Fotos und Bildreportagen manipuliert und für Propagandazwecke missbraucht werden.
Die Stimmung für oder gegen eine Kriegsbeteiligung der heimischen Truppen kann in den einzelnen Ländern stark davon abhängig sein wie stark die Gefährdung der eigenen Soldaten eingeschätzt wird. Dies lässt sich von den einzelnen Regierungen in vielen Fällen dadurch beeinflussen, welche Fotos und Details überhaupt bis in die Heimat vordringen. Wenn klar wird, dass die eigenen Truppen viele Verluste erleiden müssen, es oft Gefangennahmen oder Entführungen durch die Feinde gibt und die Bilder sehr grausam sind, kann die Stimmung schnell umschlagen. Eine Regierung die erst vom Volk unterstützt wurde, muss sich plötzlich jeden Tag mehr vor der Öffentlichkeit rechtfertigen warum sie überhaupt in den Krieg gezogen ist. Dies muss aus Sicht der Regierungen verhindert werden und somit entstehen oftmals Aufnahmen, die den Feind grausamer darstellen als er ist, um sich zu rechtfertigen oder die Überlegenheit der eigenen Truppen zu beschönigen in dem sie eigene Verluste verschweigen und gegnerische Verluste besonders erwähnen. Ich werde mich in dieser Hausarbeit zu Anfang damit beschäftigen, wie dank des Engagements von Fotoreportern zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum ersten Mal ein Blick über die Grenzen der eigenen kleinen Welt möglich wurde. Dabei wird auf die umständliche Art und Weise eingegangen wie im Krimkrieg die ersten Kriegsfotos gemacht wurden, um der Welt ein Bild vom Krieg zu machen, welches nicht mehr nur der Malerei entstammte. Die Fotos wurden als direktes und reales Abbild der Wirklichkeit angesehen, obwohl diese Bilder noch nicht dem entsprachen was einen Krieg beschreibt. Der Fotograf musste auf Grund der Technik die Fotos nachstellen oder konnte nur unbewegte Bilder hinter der Feuerlinie machen, aber dazu später mehr. Dann beschreibe ich wie erstmals ein Foto auf mechanischem Weg in der Presse veröffentlicht wurde. Dieser Schritt bildete die Grundlage für den späteren Fotojournalismus und war ein Meilenstein in der Entwicklung der Massenmedien.
Von da an zogen immer mehr Fotoreporter aus, um fremde Menschen, deren Kulturen, fremde Länder, Konflikte und Kriege zu fotografieren. Sie sahen es als ihre Bestimmung den Menschen ein Bild der Welt nach Hause zu holen und sie aufzuklären, wie zum Beispiel ein Krieg wirklich aussieht. Es folgt die Beschreibung wie sich der Fotojournalismus von da an weiter entwickelte. Die ersten handlicheren Kameras wie die Leica kamen auf den Markt. Das Bildmaterial wurde immer empfindlicher und die Fotografen konnten so viel schneller, einfacher und besser Bilder machen, als mit den großen unhandlichen Kameras aus der Pionierzeit der Fotografie. Die wirklichkeitsgetreue Abbildung der Welt und die neue Möglichkeit der flächendeckenden Veröffentlichung von Fotos durch die Zeitungen bewirkten aber auch, dass das Medium missbraucht wurde. Die ersten Bildmanipulationen und Fälschungen ließen nicht lange auf sich warten. Ein weiterer Schwerpunkt wird im Verlauf dieser Arbeit auf der Bildpropaganda und Manipulationen im Stalinismus und in der Nazizeit liegen. In dieser Zeit wurde die Fotografie massiv dazu missbraucht, unerwünschte Personen wie zum Beispiel anders Denkende oder inzwischen unbeliebte ehemalige Regierungs- oder Parteimitglieder aus Fotos herauszuschneiden und sie so aus der Erinnerung und Geschichte zu löschen. Des Weiteren herrschte eine sehr strenge Zensur in dieser Zeit, die in Verbindung mit allen anderen Gefahren des Krieges für viele engagierte Fotojournalisten ein Grund war aus Deutschland zu flüchten.
Dann wird dargestellt welche Rolle die Fotografie in der Dokumentation von Kriegsverbrechen, zum Beispiel in Konzentrationslagern spielte, und in welcher Weise sie der Aufklärung nach dem Krieg diente. Es folgt eine Betrachtung der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, in der der Fotojournalismus wieder einen Aufschwung erlebte. Nicht nur neue Länder und Kontinente konnten jetzt in großem Umfang und in Farbe betrachtet werden, sondern auch die Kriege nach dem 2. Weltkrieg.
Der Vietnamkrieg wurde den Menschen durch Fotografen und erstmals auch durch das Fernsehen so nah gebracht, wie noch kein Krieg zuvor – der Krieg wurde erstmals zum Medienereignis.
Im Folgenden wird dargestellt, dass auch die Berichterstattung von den Kriegen der Neuzeit immer davon geprägt ist, dass die einzelnen beteiligten Länder versuchen, die Medien soweit zu beeinflussen, nur die Bilder zu veröffentlichen, die dem jeweils erwünschten Ausgang des Krieges zuträglich sein könnten. Die Techniken sind immer ausgereifter geworden und man hat nur noch sehr geringe Chancen herauszufinden was der Wahrheit entspricht und das, obwohl ein Krieg wie der Irakkrieg live in die Wohnzimmer der Menschen übertragen werden kann. Durch die Computertechnik und Digitalisierung ist es seit der neusten Zeit möglich, noch viel schneller Fotos zu verbreiten, zu veröffentlichen, zu vervielfältigen und auch zu verändern. Die Fotojournalisten können durch diese Technik direkt von der Kriegsfront berichten und haben dennoch keine Zeitverzögerung durch Transport, Entwicklung und verhältnismäßig langsame Verbreitung der Fotos, wie es vor der Digitalisierung der Fall war. Kaum ist ein Foto gemacht, kann es zum Beispiel per Satellit schon in alle Welt verschickt oder im Internet direkt veröffentlicht werden. Auf diese Entwicklung der digitalen Technologie und deren Vor- und Nachteile gehe ich im letzten Kapitel meiner Arbeit noch genauer ein. Die im Laufe der Arbeit genannten Beispiele sollen keine Wertung oder Parteiergreifung für eines der am Krieg beteiligten Länder bedeuten, sondern lediglich belegbare Tatsachen widerspiegeln. Eine Wertung oder Beurteilung zu Gunsten eines Landes und ethische Diskussionen pro oder kontra Krieg allgemein würden den Rahmen dieser Arbeit sprengen.
Wenn hier nur über eine Seite der Beteiligten berichtet wird, ist der Grund dafür in dem mir vorhandenen Material zu suchen und nicht in meiner persönlichen Meinung.
2 Die ersten Bildreporter reisen in die Welt:
[...]
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