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Rechtsextremismus in Deutschland

Scholary Paper (Seminar), 2001, 25 Pages
Author: Diane Schmidt
Subject: Sociology - Law, Delinquency, Abnormal Behavior

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 25
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V32834
ISBN (E-book): 978-3-638-33456-3

File size: 212 KB


Excerpt (computer-generated)

Rechtsextremismus in Deutschland

von: Diane Schmidt

1.Fachsemester

 


Inhaltsverzeichnis

1.1. Definition von Rechtsextremismus S.3
1.2. Warum Randgruppe Rechtsextremisten? S.4
1.3. Rechtsextreme Jugendgruppen, Kulturorganisationen und Medien S.4
1.4. Der soziologische Rechtsextremismus S.5
1.5. Rechtsextremistische Orientierungen bei Skinheads S.5
1.6. Sozialstruktur fremdenfeindlicher Straftäter S.6
1.7. Psychologische Begründungsfaktoren S.7
1.8. Soziale Begründungsfaktoren S.8

2. Ursachen S.10

3. Mut gegen Rechts S.11

3.1. EXIT-Deutschland S.12
3.2. Brothers Keepers S.13
3.3. Netz gegen Rechts S.14
3.4. Bundesverfassungsschutz S.15

4. Das Internet wird zum Propagandanet S.16

Literaturverzeichnis S.25



1.1.Was ist Rechtsextremismus?

Rechtsextremismus wird als Gegenmodell zur konstitutionellen Demokratie angesehen. Dabei negieren Rechtsextremisten das Ethos menschlicher Fundamentalgleichheit, indem sie der Zugehörigkeit zu einer „Nation“, „Rasse“ oder „Region“ den höchsten Stellenwert in ihren Vorstellungen von Gesellschaft und Politik zubilligen. Gleichzeitig werden damit nicht nur zur eigenen Gruppe gehörende Menschen in unterschiedlicher Form herabgewürdigt. Diese Vorstellungen verbinden sich dann mit allgemein antidemokratischen Auffassungen, welche sich im Rechtsextremismus in besonderer ideologischer Form ausdrücken: Dazu gehören der Autoritarismus, der den „starken Staat“ über die Gesellschaft stellt, und das antipluralistische und identitäre Politikverständnis, womit für die homogene „Volksgemeinschaft“ plädiert wird. Diese für den Rechtsextremismus typischen Ideologieelemente können sich in unterschiedlicher Form gruppieren, bilden somit nicht notwendigerweise eine einheitliche Ideologie. Vielmehr existieren diverse Ideologievarianten, die teilweise in einem theoretischen Spannungsfeld zueinander stehen. Auch hinsichtlich deren Typologisierung gibt es keinen breiten Konsens. So steht etwa eine Unterscheidung in „Alte Rechte“ und „Neue Rechte“ anhand der Einstellung gegenüber Auffassungen von einem „dritten Weg“ einer am Rechtsextremismus in der Weimarer Republik orientierten Unterteilung nach „Altem Nationalsozialismus“, „Völkischen“ und „Neuem Nationalismus“ gegenüber.

1.2. Randgruppe Rechtsextremisten

Die als Randgruppe bezeichnete Personengruppe wird durch die geringe Teilnahme am gesellschaftlichen Leben der Kerngesellschaft als solche bezeichnet. Sie verfügt über eigene Wertsysteme, die von den vorherrschenden Normen abweichen. Rechtsextremistische Ideologieansätze haben ihre Wurzeln im Nationalsozialismus und im Rassismus. Ihr Inhalt ist die Vorstellung, dass die ethnische Zugehörigkeit zu einer Nation die größte Bedeutung für die Menschheit besitzt. Darunter zu verstehen sind u.a. Interessen, Werte, Bürger- und Menschenrechte. Viele Rechtsextremisten sehen die Bevölkerung grundsätzlich nicht als eine gleiche Gemeinschaft an. Sie verbreiten ein politisches System, in dem Staat und Volk in einer Einheit verschmelzen (angeblich).

1.3. Rechtsextreme Jugendgruppen, Kulturorganisationen und Medien

Zum politisch organisierten Rechtsextremismus gehören neben Parteien und Aktivistengruppen auch verschiedene Jugendgruppen, Kulturorganisationen und Medien, die weitgehend organisationsunabhängig sind. Jugend- und Studentenorganisationen gehörten nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz 700 Personen an. Die aktivste Gruppe davon war die inzwischen verbotene Wirkung- Jugend (WJ), die Ferienlager, Heimatabende und Wochenendfahrten anbot und diese zur direkten oder indirekten Indoktrination der Jugendlichen im Sinne eines rassistisch geprägten „Nordland- Ideologie“ nutzte. In den neuen Bundesländern gelang es der rund 400 Mitglieder starken Organisation, in den letzten Jahren mehrere „Gaue“ zu gründen. Der politische Rechtsextremismus lässt sich hinsichtlich des Grades der Organisationen unterscheiden nach Parteien, Aktivistengruppen, Kulturorganisationen und Medien. Bei deren Analyse und Einschätzung wäre einerseits die interne Entwicklung, andererseits die öffentliche Rezeption zu berücksichtigen. Quantitativ wird das organisierte rechtsextremistische Potential von den Behörden für Verfassungsschutz für Ende 1933 mit 41500 Personen angegeben, zählt man die Republikaner- Mitglieder noch hinzu, wären es 64500 Personen.

1.4. Der soziologische Rechtsextremismus

Soweit zu den unterschiedlichen Ebenen von politisch organisierten Rechtsextremismus. Davon unterscheiden lässt sich der nicht organisierte, mehr auf der gesellschaftlichen Ebene existente Rechtsextremismus, der hier als soziologischer Rechtsextremismus bezeichnet werden soll. Gemeint sind damit folgende Phänomene: die Verbreitung rechtsextremer Einstellungen in der jugendlichen Subkultur der Skinheads, die Sozialstruktur fremdenfeindlicher, nicht organisierter Straftäter sowie das rechtsextremistische Einstellungs- und Wählerpotential in der Bevölkerung.

1.5. Rechtsextremistische Orientierungen bei Skinheads

[...]


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