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Scholary Paper (Seminar), 2003, 29 Pages
Author: Diane Schmidt
Subject: Politics - International Politics - Topic: Law of Nations and Human Rights
Details
Tags: Geschichte, Menschenrechte
Year: 2003
Pages: 29
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 16 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-33459-4
File size: 311 KB
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Excerpt (computer-generated)
Geschichte der Menschenrechte
von: Diane Schmidt
1 Einleitung 3
2 Vorläufer der modernen Menschenrechtserklärungen 4
3 Bedeutende Akteure in der Menschenrechtsentwicklung 8
3.1 Jean Bodin 8
3.2 Thomas Hobbes 9
3.3 John Locke 11
3.4 Jean Jacques Rousseau 12
4 Die UNO ( United Nation Organisation) 14
4.1 Geschichte der UNO und Entstehung der Charta 14
4.1.1 Die Präambel der Charta der Vereinten Nationen 16
4.2 Ziele und Grundsätze der UNO 17
4.3 Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte 18
4.4 Der Beitritt zur UNO 19
4.5 Wichtige Organe der UNO 20
4.5.1 Die Generalversammlung 20
4.5.2 Der Sicherheitsrat 22
4.5.3 Der Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) 23
4.5.4 Der Treuhandrat 25
4.5.5 Der Internationale Gerichtshof 25
4.5.6 Das Sekretariat 26
5 Weitere Konvention – Probleme und Fragen 27
6 Literaturverzeichnis 30
1 Einleitung
Das menschliche Leben und ebenso die menschliche Würde wurden zu allen Zeiten und werden auch heute noch verletzt und missbraucht. Trotzdem versucht die Menschheit seit vielen Jahrhunderten, eine für alle Menschen gültige und ohne Diskriminierung auskommende Gemeinschaftsordnung zu schaffen. In jeder Gesellschaft, selbst bei Naturvölkern, gibt es Regeln, die gewisse Rechte sichern, beispielsweise das Naturrecht, welches nach Platon und Aristoteles schon so alt wie die Menschheit selbst ist. Hier kann man auch schon eine der ersten Menschenrechtsverletzungen erkennen, da in der Antike nur die Männer als Menschen galten. Das Naturrecht galt lange Zeit als Ursprung und Richtlinie für politische Rechte. Leider ve rsuchte man stets, Gründe für die Unterscheidung zwischen den Rechten der Menschen zu finden, aufgrund der falschen Einschätzung, dass einige Menschen mehr Fähigkeiten besitzen als andere, ja sogar vom Erbgut unterschiedlich (minderwertig) sind. Im 19. Jahrhundert dienten diese Argumente als Rechtfertigung für den Raub und die anschließende Versklavung von Afrikanern. Ebenso wurden bestimmten Arbeitergruppen und besitzlosen Teilen der Landbevölkerung einige, wenn nicht sogar jegliche Rechte verweigert. Bis heute werden diese Argumente benutzt, um die Diskriminierung von Frauen (Sexismus) und die von Menschen bestimmter Hautfarbe zu rechtfertigen. 1
Im 18. Jahrhundert wurde der frühe Gedanke des Naturrechts zur Sicherung gewisser Rechte in ein gesetzlich festgelegtes Recht umgewandelt. Dies spiegelt sich in den nationalen Verfassungen der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und der Französischen Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte wieder. Während des 19. und 20. Jahrhunderts griffen viele europäische, lateinamerikanische und nicht- kolonisierte asiatische Staaten dieses Prinzip auf und erweiterten es durch Neuerungen in den Bereichen der sozialen und wirtschaftlichen Rechte. Durch die politische Neuordnung der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg erlangten viele afrikanische und asiatische Staaten die Unabhängigkeit. Auch diese Staaten erkannten die Bedeutung einer Verfassung, die die Menschenrechte beinhaltet und achtet. Manche Staaten nahmen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in ihre Verfassungen auf. Die UNO ist eine solche Organisation, die sich auf den Menschenrechtserklärungen aufbaut und sich mit der Verwirklichung und Einhaltung der Menschenrechte beschäftigt. In unserer Hausarbeit soll die Geschichte der Menschenrechte erläutert werden, die wichtigsten Personen und Begründer benannt und speziell auf die UNO und ihre Geschichte und heutigen Aktionen eingegangen werden.
2 Vorläufer der modernen Menschenrechtserklärungen
Die erste Verschriftlichung von Menschenrechten fand im Jahre 1215 statt. In diesem Jahr zwangen englische Adlige ihren König, ihnen den Verzicht auf einen Missbrauch der Gesetze zu garantieren. Diese Schrift wird Magna Charta genannt. Für den einfachen Menschen hatte sie keinerlei Auswirkungen. Einziger Vorteil war, dass es in England nie zur Ausbildung eines absolutistischen Systems kam, während dies im restlichen Europa durchaus üblich war. Ihr Grundsatz lautete: „Kein freier Mann sollte verhaftet oder eingekerkert werden oder um seinen Besitz gebracht oder geächtet oder verbannt oder in irgend einer anderen Form ruiniert werden.“2 Auf dem europäischen Kontinent konnte sich erst durch den aufgeklärten Absolutismus das Prinzip des „Rule of law“ etablieren. Dieses Prinzip unterstellt selbst den Herrscher den Gesetzen des jeweiligen Landes. Die Engländer waren auch die ersten, die während des 16. und 17. Jahrhunderts den Gedanken entwickelten, die Freiheit des Individuums aus den ständischen Bindungen herauszulösen. Zu nennen wären hier die Calvinisten John Milton und John Locke. Beide entwickelten, getrieben durch das Streben nach Religionsfreiheit, theoretische Grundlagen für die Rechte eines Individuums gegenüber dem Staat. Die Religionskriege verdeutlichten in England, welch ungenügende Tragfähigkeit die damals vorherrsche nde mittelalterliche Weltanschauung und die Ständeordnung besaßen. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände veranlassten den Wunsch, eine allgemein gültige Ordnung zu erschaffen, die die Rechte und die Würde eines jeden Menschen anerkennen und schützen sollte. Während des gesamten 17. Jahrhunderts waren die Bürger vor der Willkür des Staates sicher. Als Beispiel wäre hier die „Petition of Rights“ zu nennen. Diese gewährte seit 1628 jedem Untertan eine Sicherheit vor willkürlich erhobenen Steuern und unbegründeten Verhaftungen. Ca. 50 Jahre später (1679) entstand für die Engländer eine wirksame Garantie ihrer persönlichen Freiheit. Diese Garantie war ein Gesetz zur besseren Sicherung der Freiheit der Untertanen und zum Schutz vor Einkerkerung in Übersee. Darin wird erstmals das uns bekannte Prinzip (Gesetz) eingeführt, welches eine wiederholte Verhaftung wegen ein und desselben Vergehens für nicht rechtens erklärt und abschafft. Die Haftbefehle an die Justizbeamten hatten stets die gleiche Form und begannen mit den Worten:
„Du sollst den Körper ergreifen, um ihn (der Justiz) zu unterwerfen.“, auf Lateinisch: „habeas corpus ad subiciendum“3. Nach den ersten beiden Worden wurde die erste richtige Menschenrechtserklärung benannt: Habeas- Corpus- Akte. 1689 wird in der „Bill of Rights” erstmals der Grundsatz festgelegt, dass ohne die Zustimmung des Parlaments die Regierung keinerlei Bürgerrechte antasten darf. Dadurch setzte sich das Parlament sehr wirksame gegen die Monarchie durch. Die „Bill of Rights“ war ein Gesetz zur Erklärung der Rechte und Freiheiten der Untertanen und legte erstmals die Thronfolge gesetzlich fest. Die durch die „Bill of Rights“ garantierten Bürgerrechte waren noch keine Menschenrechte im uns heute bekannten Sinne, denn sie unterlagen noch der staatlichen Gesetzgebung. Sie schränkten zwar die Regierungsmacht ein, aber der Einzelne konnte keine Forderungen an den Staat stellen. Die bisher vorgetragenen Menschenrechte und ihre Vorläufer entstanden alle in England. Die Virginia Bill of Rights vom 12. Juni 1776 war ein politisches Produkt der Unabhängigkeitsbewegung der dreizehn englischen Kolonien in Nordamerika. Sie knüpfte juristisch an die Bill of Rights Englands und theoretisch an John Locke und Jean Jaques Rousseau an. Sie wirkte auf die anderen Staaten und auch auf die Unabhängigkeitserklärung und die Bundesverfassung der Vereinigten Staaten ein.
Der volle Titel lautete:
[...]
1 Reardon, Betty: Discrimination, Rinehart & Winston, Sydney, 1977
2 Bertrand, Maurice: UNO- Geschichte und Bilanz. Fischer Verlag, Frankfurt/ Main 1995
3 www.wissen.de (letzter Zugriff: 25.02.2004)
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