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Exil Hollywood - Deutsche in der Traumfabrik

Termpaper, 1999, 26 Pages
Author: Mag. Klaus Storm
Subject: American Studies - Culture and Applied Geography

Details

Event: Exil USA
Institution/College: University of Osnabrück (Amerikanistik)
Tags: Exil, Hollywood, Deutsche, Traumfabrik, Exil
Category: Termpaper
Year: 1999
Pages: 26
Language: German
Archive No.: V3285
ISBN (E-book): 978-3-638-11998-6
ISBN (Book): 978-3-638-68156-8
File size: 266 KB

Abstract

"Deutsche in der Traumfabrik - Exil Hollywood" beschäftigt sich mit dem Schicksal der (deutschen) Emigranten in Hollywood/Los Angeles. Insbesondere als die Nationalsozialisten die Macht ergriffen hatten, suchten viele deutsche (und österreichische) Staatsbürger ihre Zukunft in der Emigration. Die Situation in Deutschland wurde in den Dreißiger Jahren zunehmend unerträglicher für alle, die nicht mit den Nazis kooperieren wollten. Nach Gleichschaltung der Presse war es vielen überhaupt nicht mehr möglich dem Beruf als Autor oder Filmemacher nachzugehen. Wer trotzdem versuchte, seine Gedanken frei zu äußern, mußte mit Gefängnis (später Konzentrationslager) oder Ermordung rechnen. Viele Personen flohen aber nicht nur aufgrund politischer Verfolgung, sondern auch wegen eines inneren Zwangs, der es ihnen nicht mehr möglich machte in der politisch veränderten Heimat zu arbeiten. Am Beispiel der Lebensgeschichte Fritz Langs wird gezeigt, wie schwierig es war, in Deutschland seiner beruflichen Tätigkeit weiter nachzugehen. Die Exilanten in Hollywood waren oft mittellos, blickten aber in der Regel zuversichtlich auf ihre neues Leben.


Excerpt (computer-generated)

 

"Deutsche in der Traumfabrik"
- Exil Hollywood -




20. Juli 1999

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Die Flucht aus Deutschland
2.1. Die Ausgangssituation
2.2. Das ERC als Fluchthelfer
2.3. Flucht aus Deutschland am Beispiel Fritz Lang

3. "Give me your tired, your poor" - Leben in den USA
3.1. Die Kehrseite der Medaille
3.1.1. Exkurs: Das Un-American Activities Committee
3.2. Abstieg in Hollywood am Beispiel Heinrich Mann

4. Schlußbetrachtungen
4.1. Zusammenfassung der Hauptergebnisse
4.2. Persönliche Anmerkungen

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Hausarbeit zum Thema "Deutsche in der Traumfabrik - Exil Hollywood" beschäftigt sich mit dem Schicksal der (deutschen) Emigranten in Hollywood/Los Angeles. Da man sicherlich nicht die Gesamtgeschichte der deutschen Exilanten in diesem Rahmen beschreiben kann, soll vor allem auf die Situation seit ca. 1930 eingegangen werden: Insbesondere als die Nationalsozialisten die Macht ergriffen hatten, suchten viele deutsche (und österreichische) Staatsbürger ihre Zukunft in der Emigration.

Es wird gezeigt, daß viele Personen fliehen mußten, nicht nur aufgrund politischer Verfolgung, sondern auch aufgrund eines inneren Zwangs, der es ihnen nicht mehr möglich machte in der politisch veränderten Heimat zu arbeiten. Unter anderem soll am Beispiel der Lebensgeschichte Fritz Langs aufgezeigt werden, wie schwierig es war, in Deutschland seiner beruflichen Tätigkeit weiter nachzugehen.
Weiter wird beschrieben , wie das Leben der Exilanten in Hollywood verlief.
Zunächst wird berücksichtigt, wie die Exilanten in Hollywood ankamen. Sie waren oft mittellos, waren aber in der Regel sehr zuversichtlich, obwohl sie nicht wußten, was sie erwartete. Ob ihre Hoffnungen erfüllt wurden wird untersucht.
Es soll aufgezeigt werde, in welchen Strukturen die Exilanten arbeiten konnten - und ob ihr Leben durch Erfolg oder Mißerfolg gekrönt war.
Außerdem wird beschrieben, wie das Verhältnis der Exilanten untereinander ausgesehen hat.

2. Die Flucht aus Deutschland

2.1. Die Ausgangssituation

Die Situation in Deutschland wurde in den Dreißiger Jahren zunehmend unerträglicher für alle, die nicht mit den Nazis kooperieren wollten. Nach Gleichschaltung der Presse war es vielen überhaupt nicht mehr möglich dem Beruf als Autor oder Filmemacher nachzugehen. Wer trotzdem versuchte, seine Gedanken frei zu äußern, mußte mit Gefängnis (später Konzentrationslager) oder Ermordung rechnen.

"Das faschistische Regime ließ nichts außer acht, um seine Macht zu festigen, und die Maßnahmen wurden begleitet von Drohungen, Terror und Brutalität. Die "Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat" vom Februar 1933 erließ den Ausnahmezustand, der in den zwölf Jahren des Hitlerregimes nicht weder aufgehoben wurde. Und mit dem Ermächtigungsgesetz vom März 1933 waren Demokratie und das vom Volk gewählte Parlament endgültig außer Kraft gesetzt."

Eine wichtige Person in Bezug auf die Verhinderung von freier Meinungsäußerung durch Künstler aus allen Bereichen war sicherlich auch Josef Göbbels. Als Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hatte er die Aufgabe, "entartete Kunst" zu ahnden. Goebbels unterstand von 1933 an die gesamte deutsche Kultur mit allen Literaten und Filmschaffenden.
Die Reichskulturkammer, deren Präsident ebenfalls Göbbels war, diente dem Zusammenfassen sämtlicher deutscher Kultur - um sie für die Zwecke des Nationalsozialismus zu verwenden.

[...]


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