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Ursachen für Lernschwächen im Fremdsprachunterricht nach Peter Skehan

Hausarbeit, 2004, 8 Seiten
Autor: Lenka Eiermann
Fach: Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.

Details

Veranstaltung: Theories of Language and Language Learning II
Institution/Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Tags: Ursachen, Lernschwächen, Fremdsprachunterricht, Peter, Skehan, Theories, Language, Learning
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 8
Note: 2+
Literaturverzeichnis: ~ 1  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V32879
ISBN (E-Book): 978-3-638-33492-1

Dateigröße: 202 KB


Textauszug (computergeneriert)

Ursachen für Lernschwächen im Fremdsprachunterricht
nach Peter Skehan

von: Lenka Eiermann

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Motivation 4

3. Strategien zum Lernen 5

4. Sprachbegabung 6

5. Einflüsse auf den Fremdspracherwerb  7

6. Erklärungen für Lernschwächen 8

7.Literaturverzeichnis  9


 

1. Einleitung

In Peter Skehans Buch „Individual Differences in Second-Language Learning“ benennt er als Voraussetzungen für den erfolgreichen Fremdspracherwerb vor allem Motivation, die angewandten Strategien des Lerners sowie die Einstellung des Lerners gegenüber der Fremdsprache. Eine Fremdsprache wird demnach besser und schneller erlernt, wenn man sich in der Lernumgebung und in der Lerngruppe wohl fühlt und wenn man einen Sinn darin sieht die Sprache zu erwerben. Hierbei stellt sich das Problem, dass die Übertragung dieser Hypothesen auf Messungen in der Forschung kaum umsetzbar ist. Es entsteht eine große Fehlerauffälligkeit bei dem was und dabei wie es gemessen wird. Problematisch bei solchen Untersuchungen ist auch, dass die Testpersonen teilweise dazu neigen eher positiv zu antworten und dass sie Antworten bevorzugen, die von ihnen als sozial erwünscht angesehen werden. Um diese Fallen zu minimieren und eine möglichst exakte Messung zu garantieren, müssen so viele Menschen wie möglich untersucht werden, da auf diese Weise widersprüchliche Aussagen nicht zu Verfälschung der Ergebnisse führen. Weiter ist es sehr wichtig alle Tests exakt durchzuführen. Im Folgenden sollen die wichtigsten Einflüsse auf den Fremdspracherwerb charakterisiert werden. Weiter soll anhand Peter Skehans Buch herausgearbeitet werden, wodurch Lernschwächen im Fremdsprachunterricht entstehen.

2. Motivation

„Mit Motivation kann jeder eine Fremdsprache lernen“1. Dieses Zitat von Scott Corder macht deutlich, wie wichtig Motivation für den Fremdspracherwerb ist. Motivation kann andere, weniger willkommene, Einflüsse ausgleichen. Für Motivation gibt es eine Vielzahl von Gründen. Die Lernaktivität selbst oder die Situation in der Klasse kann als positiv empfunden werden und somit Auslöser für die Motivation sein.

Erfährt der Lerner einen Misserfolg in seinem Lernprozess, wird er entmutigt und sein Motivation verschwindet. Ohne Motivation stellt sich die Hartnäckigkeit des Lerners nicht ein und der Erfolg des Spracherwerbs bleibt weiterhin aus. Hieraus ergibt sich, dass Motivation die Konsequenz des Erfolges und nicht ausschließlich dessen Grund ist. Einflüsse auf die Motivation eines Sprachenlerners können, neben dem Erfolg, auch die individuelle Rolle innerhalb der Lerngruppe, das verwendete Lernmaterial, die Unterrichtsgestaltung und Lerninhalte sein.

John Atkinson und David McClelland (1953) entwarfen zur Rolle der Motivation die „Need Achievement Theory“. Diese Theorie beantwortet die Frage, weshalb ein Mensch eine Tätigkeit aussucht und nicht eine andere. Die Furcht zu versagen, hilft dem Menschen, gewisse Tätigkeiten, die er nicht beherrscht, zu umgehen, um einen Misserfolg zu vermeiden. Eine Tätigkeit, die ein Individuum hingegen beherrscht, macht es mit viel Elan und Freude. Im Fremdsprachunterricht gilt es, den Konflikt, der bei der Motivation ein Ziel zu erreichen entstehen könnte, zu vermeiden. Die Theorie von Atkinson und McClelland wurde zur Attributionstheorie ergänzt. Diese gibt vier Erklärungen für den erfolgreichen Fremdspracherwerb: Begabung, Bemühung, Glück sowie den Schwierigkeitsgrad der gestellten Aufgaben. Ein Individuum wird demnach immer wieder die Aktionen ausüben, die in seinem Begabungsbereich liegen. Wichtig ist, dass zunächst die individuelle Begabung erkannt wird. Bei der Attributionstheorie stellt sich nicht mehr die Frage warum, sondern wie etwas erreicht wurde. Gardener und Lambert (1972) unterschieden in ihrer Motivationstheorie zwischen instrumentellen und integrativen Einstellungen eine Sprache zu erwerben. Die instrumentellen Gründe bestanden beispielsweise darin, dass man durch eine Fremdsprache seinen Job besser ausüben kann.

[...]


1 Peter Skehan, Individual Differences In Second-Language Learning ( London: 1989), 49.


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