Die qualitative Jahresabschlussanalyse

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Details
Autor: Dorothee Gräff
Fach: Wirtschaft - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Veranstaltung: Hauptseminar DATEV
Institution/Hochschule: Fachhochschule Trier - Hochschule für Wirtschaft, Technik und Gestaltung (Fachbereich Betriebswirtschaft)
Jahr: 2001
Seiten: 21
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 201 KB
ISBN: 978-3-638-12005-0
Textauszug
Die qualitative Jahresabschlussanalyse
von
Dorothee Gräff
1. BILANZANALYSE BZW. JAHRESABSCHLUSSANALYSE 2
1.1 JAHRESABSCHLUSSANALYSE IM ÜBERBLICK 2
1.2 INTERNE UND EXTERNE JAHRESABSCHLUSSANALYSE 3
2. QUANTITATIVE JAHRESABSCHLUSSANALYSE 5
3. QUALITATIVE JAHRESABSCHLUSSANALYSE 5
3.1 ANHANG, LAGEBERICHT UND DARAUS RESULTIERENDE KONSEQUENZEN FÜR DIE BILANZANALYSE 5
3.1.1 Der Anhang 6
3.1.2 Der Lagebericht 7
3.1.3 Konsequenzen für die Bilanzanalyse 7
3.2 TEILGEBIETE DER QUALITATIVEN JAHRESABSCHLUSSANALYSE: 8
3.3 FAZIT ZUR QUALITATIVEN JAHRESABSCHLUSSANALYSE 18
LITERATURVERZEICHNIS 20
1. Bilanzanalyse bzw. Jahresabschlussanalyse
Unter dem Begriff Bilanzanalyse bzw. Jahresabschlussanalyse subsumiert man die Verfahren, mit deren Hilfe aus den Angaben des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn und Verlust, sowie Anhang) und gegebenenfalls sonstiger Quellen (z.B. Lagebericht, Zwischenberichte, Ansprachen der Geschäftsleitung, Presseveröffentlichungen) Informationen zu Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Unternehmung gewonnen werden.
1.1 Jahresabschlussanalyse im Überblick
Hinsichtlich der Aufgabenstellung bilanzanalytischer Beziehungen soll zwischen der externen und der internen Bilanzanalyse unterschieden werden.
Eine externe Bilanzanalyse wird dann vorgenommen, wenn der Analyst den Jahresabschluss eines fremden Dritten untersucht. Die externe Jahresabschlussanalyse gliedert sich wiederum in die quantitative und die qualitative Analyse. Die interne Analyse bezieht sich auf das eigene Unternehmen.
1.2 Interne und Externe Jahresabschlussanalyse
Die Jahresabschlussanalyse steht im Dienste sachgerechter Informationen der Bilanzadressaten.
Entsprechend der Differenzierung zwischen unternehmensinternen und externen Bilanzadressaten unterscheidet man zwischen interner und externer Bilanzanalyse. Interne Adressaten können unter anderem die Unternehmensführung (Vorstand, Geschäftsführung) sein. Interessenten für die Externe Analyse sind z.B. Gläubiger, Anteilseigner, Arbeitnehmervertreter, Konkurrenzunternehmen.
Die interne Bilanzanalyse dient der Unternehmensleitung zu Informationszwecken. Allerdings muss eingeschränkt werden, dass ihre Bedeutung abgenommen hat und allenfalls für Kleinbetriebe noch in Betracht kommt. In größeren Betrieben übernehmen andere Planungs- und Kontrollrechnungen (z.B. Investitionsrechung, Finanzplanung und kurzfristige Erfolgsrechnung) die Aufgaben der Unternehmenssteuerung. In Kleinbetrieben, wo es diese Planungs- und Kontrollrechnungen nicht gibt, kann eine interne Jahresabschlussanalyse unterstützend herangezogen werden.
Im Rahmen der externen Analyse dominiert die Informations- und Beurteilungs- bzw. Interpretationsfunktion der Jahresabschlussanalyse. Informationen werden einerseits benötigt, um Entscheidungen zu treffen, die das analysierte Fremdunternehmen tangieren (z.B. Erwerb oder Verkauf von Anteilen, Gewährung, Prolongation oder Rückzahlung von Darlehen). Ziel einer Bilanzanalyse ist es, ein Werturteil über die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens abzugeben.
Das Informationsbedürfnis von Gläubigern (Lieferanten und Kreditinstituten) richtet sich hauptsächlich auf die Kreditwürdigkeitsprüfung. Hier steht die Frage im Vordergrund, ob die Zins- und Tilgungszahlungen fristgerecht erfolgen können.
Außerdem kommen die zuvor genannten Anteilseigner, Konkurrenten oder auch Kontrollinstanzen als Interessenten bzw. Adressaten für eine externe Jahresabschlussanalyse in Frage.
So unterschiedlich die Informationswünsche der verschiedenen Adressaten auch sind, ihre Fragen konzentrieren sich auf zwei Problemstellungen:
1. die Beurteilung der gegenwärtigen Ertragslage mit dem Ziel der Prognose der künftigen Ertragskraft des Unternehmens;
2. die Beurteilung der finanziellen Stabilität zur Einschätzung der Fähigkeit des Unternehmens, seinen gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen und mögliches oder notwendiges Wachstum und Anpassungsmaßnahmen an veränderte Markt- und Konjunkturlagen finanzieren zu können.
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