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Der Bahnhofsbuchhandel als Absatzweg der Publikumszeitschriften. Seine besonderen Merkmale und seine Stellung im Pressevertriebssystem der Bundesrepublik Deutschland

Scholary Paper (Seminar), 2000, 23 Pages
Author: Jana Lippmann
Subject: Communications: Print Media, Press

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2000
Pages: 23
Grade: 2,3
Language: German
Archive No.: V3301
ISBN (E-book): 978-3-638-12011-1

File size: 203 KB


Excerpt (computer-generated)

Der Bahnhofsbuchhandel als 
Absatzweg der Publikumszeitschriften.

Seine besonderen Merkmale 
und seine Stellung im Pressevertriebssystem 
der Bundesrepublik Deutschland

Universität Leipzig
Institut für KMW
Hausarbeit für das Seminar
"Wie kommt die Botschaft zum Leser?"
Sommersemester 2000

vorgelegt von
Jana Lippmann
Nebenfach Journalistik, 7. FS

04.05.2000

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung Seite 2

2 Die Vertriebswege der Publikumszeitschriften Seite 3


2.1 Einzelhandel Seite 3
2.2 Presse-Grosso Seite 4
2.3 Abonementsverkauf Seite 4
2.4 Lesezirkel Seite 4
2.5 Werbender Buch- und Zeitschriftenhandel Seite 5
2.5 Bahnhofsbuchhandel Seite 5

3 Die besondere Stellung des Bahnhofsbuchhandels Seite 7


3.1 Direktbelieferung Seite 7
3.2 Bahnhofsbuchhandel als Nebenbetrieb der DB Seite 8
3.3 Pachtvertrag mit der Deutschen Bahn AG Seite 9
3.4 Festsetzung der Pachthöhe Seite 9
3.5 Umsatz Seite 10

4 Das Serviceangebot im Bahnhofsbuchhandel Seite 11


4.1 Bahnhofsbuchhandelskriterien Seite 11
4.2 Sortiment Seite 11
4.3 Ladenöffnungszeiten Seite 13
4.4 Ladengröße und Modernisierung Seite 15

5 Der Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler e.V. Seite 16

6 Probleme im Bahnhofsbuchhandel Seite 17


6.1 Umsatzrückgang und Kostenerhöhung Seite 17
6.2 Monopolisierung Seite 19

7 Ausblick Seite 20
8 Literaturverzeichnis Seite 22

 

1 Einleitung

Aufgrund seiner besonderen Merkmale, die in vorliegender Arbeit näher betrachtet werden sollen, nimmt der Bahnhofsbuchhandel (BB) im Pressevertriebssystem der Bundesrepublik Deutschland eine Sonderstellung ein. Entgegen des üblichen Einzelhandels wird der BB nicht grossobeliefert, sondern erhält seine Ware direkt vom Verlag. Leider führt diese Besonderheit auch dazu, daß die Daten des BB in der umfassenden und umfangreichen Einzelhandelsstrukturanalyse (EHASTRA), die den "gesamten stationären grossobelieferten Presseeinzelhandel in der Bundesrepublik Deutschland erfaßt"1, nicht erhoben werden.
Dabei gewinnt der BB in der Bundesrepublik zunehmend an Bedeutung, da er "in der Regel über ein breiteres Angebot verfügen und ungleich höhere Umsätze erzielt als durchschnittlich allgemeine Presseverkaufsstellen".2 Besonders im Bereich der fremdsprachigen Titel reicht das Repertoire schon heute teilweise an das eines Großhandels heran. Mittlerweile sei der Bahnhofsbuchhandel "ungefähr zwanzigmal leistungsfähiger als der übrige Presseeinzelhandel in Deutschland"3 so Reto Hartmann, Vorstandsvorsitzender der Konzernleitung Valora Holding AG, Bern. Inwieweit diese Größe stimmt, bleibt natürlich kritisch zu hinterfragen, aber die zunehmende Bedeutung des BB kann als unumstritten gelten. Positive Bilanz zieht somit auch der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Bahnhofsbuchhändler e.V. Gustav Stirnberg auf der Jahreshauptversammlung 1999 in Leipzig: "Wir haben es geschafft, zu den besten Pressespezialisten in Deutschland zu gehören"4.
Seit 1978 werden nun in regelmäßigen Intervallen parallel zu EHASTRA auch die Strukturmerkmale des Bahnhofsbuchhandels erhoben. 1993 schlossen sich der Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler e.V. und die Verlage erstmals zu einer gemeinsamen Erhebung zusammen. Die Ergebnisse dieser Strukturanalyse veröffentlicht das Fachorgan für den Vertrieb von Printmedien "der neue vertrieb". Ein Großteil der in dieser Arbeit verwendeten Daten stammen aus diesem Verbandsorgan für Presse-Grosso, Lesezirkel, werbenden Buch- und Zeitschriftenhandel und Bahnhofsbuchhandel.

Die Vertriebswege der Publikumszeitschriften

[Abbildung in Downloadfile enthalten]

Wie oben angeführte Tabelle zeigt, stehen dem Verlag verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, sein Vertriebsstück an den Konsumenten zu bringen. Der verbreitetste Weg ist nach wie vor der über den Pressegroßhandel zum Einzelhandel und von da aus zum Konsumenten. Grundsätzlich stehen dem Verlag neben der Vermietung die beiden Verkaufsarten "Abonnement" und "Einzelverkauf" zur Verfügung. Rein treten die beiden Arten aber nie auf, denn eine typische Abozeitschrift kann auch einen guten Einzelverkaufswert haben.5 Die unterschiedlichen Vertriebswege sollen im Folgenden nur kurz aufgelistet werden, um die Stellung des Bahnhofsbuchhandels zu kennzeichnen.

[...]

1 http://www.bundesregierung.de/01/presse_fs.html

2 Brummund, Peter: Struktur und Organisation des Pressevertriebs, Teil 1: der deutsche Zeitungs- und Zeitschriftengroßhandel, München, New York, London, Paris: K.G. Saur Verlags KG, 1985, S. 85.

3 der neue vertrieb 4/99 S. 35.

4 dnv 5/99 S. 78.

5 Müller, Hans-Dieter: Die Wege der Publikumszeitschrift unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklungsmöglichkeiten, Diplomarbeit, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 1969, S. 15.


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