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Scholary Paper (Seminar), 2002, 20 Pages
Author: Fee Krausse
Subject: English - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Institution/College: University of Frankfurt (Main)
Tags: Computereinsatz, Grundschule, Seminar, Computer, Werkzeug, Medium, Fremdsprachenunterricht
Year: 2002
Pages: 20
Grade: 2
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-33783-0
File size: 276 KB
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Computereinsatz in der Grundschule
von: Fee Krausse
Gliederung
1. Einführung in die Diskussion S. 3
2. Allgemeine Argumente zum Computereinsatz in der Schule S. 4
2.1 Pro Computereinsatz S. 4
2.2 Contra Computereinsatz S. 5
2.3 Kontroverse: Vereinsamt die Arbeit am PC? S. 6
3. Vorkenntnisse S. 7
3.1 Medienkompetenz des Lehrers S. 7
3.2 Vorkenntnisse der Schüler S. 10
4. Einsatzmöglichkeiten im Unterricht S. 11
4.1 Tutorielle Lern- und Übungsprogramme S. 11
4.2 Datenbestände S. 12
4.3 Dynamische Werkzeuge S. 13
4.4 Telekommunikation S. 13
5. Einsatzmöglichkeiten für Lehrer S. 15
5.1 Eigenes Erstellen von Aufgaben (am Beispiel „Hot Potatoes“) S. 17
5.2 Unterrichtsvorbereitung mit Hilfe des Internets S. 18
6. Einsatzmöglichkeiten im Fach Englisch S. 19
6.1 Praxisbeispiele S. 19
6.2 Software S. 19
7. Zusammenfassender Kommentar S. 19
8. Literaturverzeichnis S. 20
1. Einführung in die Diskussion
Ich beschäftige mich in dieser Hausarbeit mit der Diskussion um den Einsatz der neuen Medien rund um den Computer in Schulen, speziell in Grundschulen. Dies ist ein sehr aktuelles Thema, da neue Medien eine zunehmend größere Rolle in unserer Gesellschaft einnehmen. Die Zahl der in Familien vorhandenen PCs steigt, auch immer mehr Kinder und Jugendliche besitzen einen eigenen PC und nutzen Computerspiele und/oder Lernsoftware. Gerade diese von zu Hause aus geförderte Motivation sollte auch in der Schule genutzt werden. Sofern die benutzte Software didaktisch durchdacht ist, kann es sinnvoll sein, den Unterricht mit Hilfe von Lernprogrammen abwechslungsreich zu gestalten.
Auch in Hinblick auf die (vor allem berufliche) Zukunft der Heranwachsenden ist es wichtig, dass sie in der Arbeit mit einem PC geschult werden. Es werden ständig wachsende Erwartungen an Arbeiter gestellt, worauf man in der Schule vorbereitet werden sollte. Schließlich stellt die Vorbereitung auf die Zukunft eine wichtige erzieherische Aufgabe der Schule dar.
Aus diesen Gründen muss auch die Schule bzw. der Unterricht darauf eingehen. Die Aufgabe, Computer als Arbeitsmittel einzuführen, liegt auf Seiten der Lehrer. Natürlich bildet dies eine neue Schwierigkeit für Lehrkräfte, deren gewohnte Rolle sich ändert. Zunächst müssen Lehrer ihre eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse erweitern. Sie müssen sich Fachkenntnisse bezüglich der Arbeit am Computer aneignen. Dazu gehören Wissen über den Umgang mit dem Computer an sich und den verschiedenen Programmen (auch Internet), die Qualifikation geeignete Lernsoftware auszuwählen und die Idee, wie sie das Lernen am PC didaktisch aufbereiten können, also mit welchen Methoden und Mitteln man den Computer im Unterricht einsetzt. Das ist eine große Forderung, vor der viele Lehrer Angst haben. Es ist jedoch ein wachsendes Engagement innerhalb der Kollegien zu verzeichnen.
Die Gliederung meiner Arbeit orientiert sich an keinem vorgegebenem Muster. Ich gehe zunächst auf die allgemeinen Argumente für bzw. gegen den Einsatz des PCs in der Schule ein. Daran schließe ich eine kurze Kontroverse an, in der ich mich mit der Befürchtung beschäftige, dass die Arbeit am PC zur Vereinsamung der Nutzer führen könne. Das dritte Kapitel behandelt zum einen die von Lehrern benötigte Medienkompetenz, zum anderen welche Vorkenntnisse die Schüler mitbringen. Weiter stelle ich die Einsatzmöglichkeiten des Computers erstens im Unterricht, zweitens für den Lehrer dar. Ich schließe meine Arbeit mit dem Blick auf das Fach Englisch, wozu es allerdings leider weder viel Software, noch eine große Auswahl an wissenschaftlichen Beiträgen gibt.
2. Allgemeine Argumente zum Computereinsatz in der Schule
Ich stelle hier einige Argumente für und gegen den Computereinsatz dar, welche in der gängigen Literatur diskutiert werden. Dabei stellen sich diese Vor- oder Nachteile nicht automatisch ein, sondern hängen davon ab, wie der Computer letztendlich in der Realität eingesetzt wird.
2.1 Pro Computereinsatz
Da die Literatur, die sich mit dem Einsatz des Computers in Schulen auseinandersetzt, meist die Benutzung neuer Medien anregen möchte, werden viele positive Eigenschaften aufgeführt. Das Lernen am Computer kann folgendes fördern:
• Individualisiertes Lernen:
Schüler lernen auf unterschiedliche Weise, haben Schwierigkeiten in verschiedenen Fächern und Inhalten, verschiedene Interessenmuster und Motivationshöhe. „Unterricht muß daher individualisiert werden, was über gängigen Frontalunterricht auch bei annehmbarer Klassengröße und selbst über Gruppenunterricht kaum erreicht werden kann.“ (Krauthausen/Herrmann 1994, S. 25) Dabei kann sich der Begriff Individualisierung auf Lerntempo (und Wiederholbarkeit), Lerntypen (mehrkanaliges Lernen) oder inhaltliche Schwierigkeit beziehen.
• Adaptive Wissensbereitstellung:
„Ein Programm ist adaptiv, wenn es versteht, was der Benutzer will, wenn es sich seinem Niveau anpaßt und ihm Informationen nur dann gibt, wenn er sie braucht.“ (Kleinschroth 1996, S. 27) Solche Programme stellen zwei Formen von Hilfen zur Verfügung:
1. Hilfen durch zusätzliche Beispiele (induktive Hilfen)
2. Hilfe durch Bereitstellung von Regeln (deduktive Hilfen)
• Interaktives Lernen:
Der Lerner kann am Computer interaktiv lernen, da er in eine Art Dialog mit dem Programm tritt. Bei der Arbeit am Computer hat der Lerner weitaus mehr direkten Kontakt als mit dem Lehrer im Frontalunterricht. Dabei sollte das Programm nicht nur Fragen stellen, sondern auch Fragen des Lerners beantworten können.
• Entdeckendes Lernen:
Lernen wird nicht mehr nur als Prozess der Wissensaufnahme gesehen, sondern als „Konstruktion geistiger Modelle“ (Krauthausen/Herrmann 1994, S. 27), wobei die Rolle des Schülers „als notwendig aktiv angesehen“ (Krauthausen/Herrmann 1994, S. 27) wird. Neu aufgenommenes Wissen muß mit existierendem Wissen kombiniert werden. Dies bezeichnet entdeckendes Lernen.
• Anschaulichkeit/Motivation:
Durch graphische, akustische Gestaltung und Bewegungseffekte (z.B. blinkende Wortbausteine, schrittweiser Wortaufbau) wird der Lehrstoff anschaulicher dargeboten. Zusätzlich wird die Motivation durch Erfolgserlebnisse und Loben erhöht.
• Sofortige Korrektur:
„Entsprechende Programme bieten die sofortige Rückmeldung (Feedback) über Erfolg und Misserfolg.“ (Mitzlaff 1997, S. 57) Dadurch wird dem Einprägen einer fehlerhaften Lösung vorgebeugt. Im normalen Unterricht werden Hausaufgaben im Plenum besprochen, so dass in den Schülerheften oft Fehler stehenbleiben.
• Erziehung zur Exaktheit:
Übungsprogramme akzeptieren nur Antworten, die exakt richtig sind. Dies ist ein Vorteil in den Fächern Mathematik und Orthographie.
• Angstabbau durch Anonymität:
Beim Üben am Computer fällt der Lehrer als „subjektiver Zensor weg“. (Kleinschroth 1996, S. 25) Jeder Schüler wird somit objektiv und gleich beurteilt. Das Programm motiviert, lobt, korrigiert oder bewertet. Außerdem muß kein Schüler Angst vor dem Spott der Klasse haben, falls er eine falsche Antwort gibt. Davon „profitieren vor allem schwache, mißerfolgsgewohnte Lerner.“ (Kleinschroth 1996, S. 25)
• Zeitersparnis:
Durch den Einsatz von Übungsprogrammen kann man Arbeitszeit einsparen. Das Programm bewertet in Bruchteilen von Sekunden und legt gleich die nächste Aufgabe vor. Durch akustische und visuelle Signale wird die Aufmerksamkeit des Schülers immer wieder auf das Programm gelenkt. Der Lernende wird ständig motorisch und geistig beschäftigt, wodurch die Konzentrationszeit erhöht wird.
• Förderung der Selbständigkeit:
„Lernen wird durch den Einsatz neuer Medien selbstbestimmter, kommunikativer, kreativer und eigenverantwortlicher.“ (Heyden/Lorenz 1999, S. 78) Der Einsatz von Computern fördert also das selbständige Arbeiten.
2.2 Contra Computereinsatz
[...]
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