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Die neue Rolle der Frau in der Gesellschaft; in den Augen von ausgewählten Philosophinen und Schriftstellerinnen

Termpaper, 2004, 25 Pages
Author: Marta Trzeciecka
Subject: Sociology - Gender Studies

Details

Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 25
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 23  Entries
Language: German
Archive No.: V33499
ISBN (E-book): 978-3-638-33951-3

File size: 318 KB


Excerpt (computer-generated)

Die neue Rolle der Frau in der Gesellschaft; in den Augen
von ausgewählten Philosophinen und Schriftstellerinnen

von: Marta Trzeciecka

 


Gliederung

1. Einleitung  3

2. Braucht man noch Frauenbewegung?  4

2.1. Brauchen die Frauen für sich überhaupt eine neue Rolle zu finden?  6

3. Die Wege zur neuen Zukunft  8

3.1.Die Stärke der Mutterschaft  8
3.2.Feminismus der Starke (Power feminism): Frauen wollen Macht  9
3.3.Revolution  11

4. Die Probleme der Feminismus  13

5. Zusammenfassung – summary  16

6. Literaturverzeichniss  18

7.Tabellen  20


 

1. Einleitung

Während in der zweiten Hälfte der 60er Jahre ist der Feminismus in den USA entstanden, schenkte man noch dieser Bewegung zu der Zeit noch keine Beachtung. Die Massenmedien - die Television und Zeitschriften - haben sich entschieden, den Feminismus als eine neue Mode zu behandeln, als eine Welle der Egoismus, die bald vergehen und vergessen wird.

Erst nach einigen Jahren, als der Feminismus noch nicht von der Bildfläche verschwinden möchte, würde er ernster genommen. Er würde um so ernster genommen, desto mehr kategorischen Stimmen, d.h. ähnliche Bewegungen aus Europa kämen. Doch würde schon bald die feministische Bewegung wieder als beendet erklärt, besonders in den konservatischen Jahren der Präsidentour von Ronald Reagan, als man der Eintritt von der Post-feministischen Ära bekannt machen hätte1. Der Feminismus jedoch ging nicht verloren. Seit der Periode den ersten Sufragisten, wurde es viel in den Sozial- und Rechtsystemen, sowie in den politischen Strukturen vieler Länder geändert. Die Frauen geniessen von dem Zeitpunkt an die Rechte und Privilegien, von denen ihre Großmütter noch nicht einmal geträumt hatten. Zahlreiche Türen des politischen und sozialen Lebens, die früher für die Frauen verschlossen waren, stehen ihnen zumindest theoretisch offen. Doch trotzdem gibt es noch sehr viel für die Feministinnen und für die Frauen im Allgemeinen, zu tun, um wirklich über die volle Gleichberechtigung mit Männern sprechen zu können.

2. Braucht man noch Frauenbewegung?

Viele Männer und viele Frauen sind davon überzeugt, dass die Zeit des Feminismus schon längst vorbei ist. Die Frauen haben doch keine besonderen Probleme, sie bekommen dieselbe Bildung, studieren, dürfen in Männerberufen einsteigen, in die Politik gehen. Die neueste Technik kann fast jede Tätigkeit leichter und schneller machen, die Empfängnisverhütende Mittel sind überall erhältlich, die Medizin, die Strukturen der Gesellschaft würden alles tun, nur, um den Frauen ihr Leben zu erleichtern... Wozu braucht man also noch den Feminismus? Die Situation heutzutage scheint nur so „frauenfreundlich“ zu sein. Untersuchungen zeigen deutlich, dass obwohl die Frauen in die Männerberufe einsteigen dürfen, ihre Arbeit mit etwa 30% bei derselben Arbeitsleistung weniger bezahlt würde, als die ihrer männlichen Artgenossen2. Auch der Anteil der Frauen in den öffentlichen Strukturen wäre sehr begrenzt. Hier gelte die gleichbleibende Regel: Je höher auf der Prestige-Leiter, desto weniger Frauen. Oft spricht man über die sogenannte „Gläserne Decke”3,4,5. Die Bildungsmöglichkeiten sind für die beide Geschlechter stets in vielen Ländern noch nicht dieselben - und wenn sie vergleichbar sind, wird meist auf Frauen ein sehr hoher Druck ausgeübt, sodass sie schließlich traditionelle Lebenswege wählen. Das traditionelle Modell der Familie, in dem der Mann arbeitet, verdient und die Frau zu Hause bleibt, ist noch in vielen Ländern allgemein gültig und akzeptiert. Obwohl in einigen Ländern wandelt sich dieses Muster langsam, immer mehr Frauen sind zwar berufstätig, haben aber gleichzeitig noch einen zweiten Arbeitsplatz: Die Kinder und den Haushalt. Immer noch eignet sich die Frau selbstverständlich am besten zur Erziehung und zur Pflege der Kinder. Die Kontrolle über die Gebärfähigkeit - das Recht zur Entscheidung über ihren eigenen Körper – wäre in vielen Ländern noch nicht möglich, denn es mangelt an der richtigen sexuellen Edukation. Empfängnisverhütende Mittel wären meist noch verpönt, sodass eine Abtreibung als entgültige Methode der Befreiung von einer Schwangerschaft als rechtswidrig gälte und auf diese weise noch erschwert würde6.

Die gesamten Sphären des öffentlichen Lebens bleiben praktisch für die Frauen noch geschlossen - die tatsächliche politische Macht, die Armee, Polizei und vor allem die Kirche. Der Zugang zur Macht, zu den Institutionen, die mit dem Geld verfügen, haben immer noch vorwiegend die Männer - und sie wollen ihre Übermacht auch nicht aufgeben. Auf dem Feld der Wissenschaft überwiegt der Anteil der Männer und die Wissenschaften selbst sind durch männliche Interessen dominiert. Auch die Kultur, die Massenkultur vor allem, benutzt und propagiert den traditionellen Stereotyp der Frau: Sie werden entweder als Hausfrau oder sexuelles Objekt präsentiert. Interessant ist auch, dass auch die sogenannten Frauenzeitschriften7, die Werbung8 ihren Teil dazu beitragen. Diejenigen, die sich von dem Stereotyp überwältigen lassen, werden immer häufiger und immer leichter auf ihre traditionelle Rolle begrenzt, ihre Persönlichkeit würde unterdrückt, ihre freie Entwicklung eingeschränkt9. Diese Beispiele kann man noch leider ohne Ende weiterführen, die oben angeführten sind aber vor allem aus den europäischen und amerikanischen Ländern mit ihren entsprechenden Lebensarten entnommen, was in den anderen Kulturkreisen geschieht, sieht noch anders aus. Die traditionellen Ritualien der islamischen Länder, Klitoridektomie in den Volksstammen Afrikas, Witwenverbrennung in Indien und vieles mehr, zeigen, dass es auf dem Feld der Gleichberechtigung noch viel zu tun gibt10,11,12 .

2.1. Müssen die Frauen für sich eine neue Rolle finden definieren?

Es hat sich schon gezeigt, dass über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern nicht gesprochen werden darf. In der Öffentlichkeit mangelt an derselben Beteiligung beider Geschlechter in allen Sphären der Gemeinschaft, der Männer natürlich zugunsten. Der Patriarchat ist das allgemein gültige System indem die Frauen von den Männern dominiert und sozialisiert werden. Den Frauen wurde eingeredet, dass die traditionelle Aufteilung der Lebensräume auf die häusliche für die Frauen und die öffentliche für die Männer direkt von Natur aus vorher bestimmt ist. Dass Männer kein Veto erheben, das ist doch selbstverständlich. Sie wollen den bisherigen Zustand aufrechterhalten, weil er für sie vorteilhaft ist. Es entsteht aber die Frage, warum das weibliche Geschlecht, welches in der Weltskala die Mehrheit bildet13, noch nicht imstande war, ihren Willen durchzusetzten. Vielleicht ist das heutige System des Patriachats das richtige, sowohl für die Männer als auch für die Frauen? Verschiedene Strömmungen der Frauenbewegung erklären die Situation auf unterschiedliche Weise14 und vorschlagen unterschiedliche Methoden, um das Problem zu lösen.

[...]


1 Sleczka, Kazimierz: Feminizm, Katowice 1999

2 Sehe Tabelle 1, Seite 20

3 Women in National Parlaments

4 Women in National Parlaments World Classification

5 Sehe Tabelle 2, Seite 21

6 Sleczka, Kazimierz: Feminizm, Katowice 1999

7 Zierkiewicz, Edyta: Prasa kobieca versus pisma feministyczne. Miedzy „dobrowolnym“ zniewoleniem a „wymuszona“ emancypacja? in: Zierkiewicz, Edyta; Kowalczyk Izabela: Kobiety w kulturze popularnej, Wroclaw 2002

8 In 842 Werbespots in polnischen Fernsehen 87% der Werbungen had die Frauen in der Hausrolle vorgestellt – zu Hause, mit Kinder, beim Hausarbeiten. Nur 9,2% der Spots hat die Frau beim Berufsarbeit gezeigt. Desperak, Izabela: Stereotypy kobiet i ich ról spolecznych i zawodowych w reklamie telewizyjnej in: Zierkiewicz, Edyta; Kowalczyk Izabela: Kobiety w kulturze popularnej, Wroclaw 2002

9 Sleczka, Kazimierz: Feminizm, Katowice 1999

10 Sehe Tabelle 3, Seite 22

11 Sehe Tabelle 4, Amnesty Unternational, Seiten 23-25

12 Sehe auch: WHO First ever Global Report on Violence and Health released, GENEVA 3 October 2002 In: http://www.who.int/mediacentre/news/releases/pr73/en/

13 49% der Männer gegenüber 51% der Frauen in der Weltskala. Nach: Deckard, Barbara Sinclair: The woman‘s movement. Political, socioeconomics and psychological issues; New York 1979, s. 466

14 Nach: Sleczka, Kazimierz: Feminizm, Katowice 1999; Der Author unterteilt die ganze Frauenbewegung in fünf Verschiedene Strommungen: der radikale, der liberale, der sozialistische, der kulturelle und der Femminismus der Stärke (power feminism). Ich stelle hier nur die interessantesten dar.


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