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Hausarbeit, 2004, 16 Seiten
Autor: Christoph Tautz
Fach: Soziologie - Medien, Kunst, Musik
Details
Tags: Privatfernsehen, Senderportrait
Jahr: 2004
Seiten: 16
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 9 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-33976-6
Dateigröße: 200 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Privatfernsehen - Senderportrait RTL
von: Christoph Tautz
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Die politischen Rahmenbedingungen 4-5
3. Vom Garagensender zu einem Fernsehgiganten
3.1 Die Gründung von RTL 5-6
3.2 Die Verbreitung von RTL 6-8
3.3 Die Entwicklung von RTL 8-13
4. Wer gehört wem? – Die RTL Group 13-14
5. Fazit 14-15
6. Literaturliste 16
1. Einleitung
Jedes Jahr gibt es Highlights im Fernsehen, die man nicht verpassen darf. Wenn man ein solches Highlight nicht gesehen hat, wird man von Gesprächen darüber ausgeschlossen und gilt als uninformiert. Oft hat man den Eindruck, dass es heute bereits als wichtiger angesehen wird, dass man weiß, was am Vorabend in irgendeiner Fernsehshow zu sehen war, als was beispielsweise in den Nachrichten erzählt wurde. Zu diesen Highlights gehören viele Fernsehsendungen, die bei RTL ausgestrahlt werden. Beispiele hierfür sind die Quizshow „Wer wird Millionär?“, die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ oder zuletzt die Dschungelshow „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“. Jedes dieser Formate erzeugt einen ungeheuren Gesprächswert. Und RTL kann damit hohe Einschaltquoten einfahren. Seit über zehn Jahren ist RTL dank der Entwicklung und Ausstrahlung solcher Sendungen nun schon Marktführer in der werberelevanten Gruppe der 14 – bis 49 – jährigen. RTL hat sich seit der Gründung 1984 zu einem der erfolgreichsten Privatsender Europas entwickelt. Doch wie war das möglich? Wie hat RTL es geschafft von einem kleinen Fernsehsender aus einer luxemburgischen Garage zu einem Fernsehgiganten zu werden? Im folgenden Text möchte ich dieser Frage auf den Grund gehen. Ich werde versuchen zu erläutern, wie man die Erfolgsgeschichte von RTL erklären kann. Hierfür werde ich zunächst einmal die politischen Rahmenbedingungen aufzeigen, die für die Einführung kommerzieller Programme in der Bundesrepublik nötig waren. Anschließend werde ich mich mit der Gründung von RTL und seinen Entwicklungen in der Verbreitungsart beschäftigen. Dann werde ich die Geschichte und Entwicklung des Senders darstellen, bevor ich die Besitzverhältnisse dieses riesigen Medienkonzerns aufschlüsseln und mein Fazit ziehen werde.
2. Die politischen Rahmenbedingungen
Am 1.Januar 1985 ging PKS, aus dem später Sat.1 wurde, als erster privater Fernsehsender in Deutschland auf Sendung. Nur einen Tag später, am 2.Januar 1985 ist RTL plus aus Luxemburg gefolgt. Diese Entwicklung hat einen großen Umbruch in der deutschen Medienlandschaft zur Folge gehabt. Weg von der Monopolstellung der öffentlich – rechtlichen Rundfunkprogramme und hin zu einem Dualen Rundfunksystem, also zu einem „Nebeneinander von kommerziellen und öffentlich – rechtlichen Angeboten“ (Hickethier 417). Der Weg dorthin war lang.
Die Parteien in Deutschland bezogen Anfang der 1980er Jahre noch sehr unterschiedlich Stellung zu privatem Rundfunk. CDU/CSU und FDP waren für kommerzielles Fernsehen in Deutschland, die SPD mit Kanzler Helmut Schmidt war dagegen. „Befürchtet wurde eine Überfremdung (Amerikanisierung) durch US – Produktionen und den damit verbundenen Kulturverfall in den Haushalten“ (Juppe 43). Die Union erhoffte sich durch private Anbieter vor allem eine bessere Darstellung ihrer Parteiinteressen in den Medien. Ihrer Meinung nach waren die öffentlich – rechtlichen Rundfunkredaktionen nämlich nicht objektiv, sondern stark links orientiert, was sich auch in der Berichterstattung niedergeschlagen hätte. Die Union hat befürchtet, dass linksgerichtete Journalisten Wahlen zu Ungunsten der CDU/CSU beeinflussen könnten. „Die Schweigespirale“ von Elisabeth Noelle – Neumann im Jahr 1980, in dem die bedeutende Rolle der Massenmedien betont wird, hat sie in dieser Annahme bestärkt. Nach dem Regierungswechsel 1982 hat der damalige Postminister Christian Schwarz – Schilling von der CDU sich intensiv für den Ausbau der Kabelnetze in Deutschland eingesetzt, „um auf diese Weise die Durchsetzung des kommerziellen Fernsehens zu ermöglichen“ (Hickethier 418).
In einigen Bundesländern wurden Kabelpilotprojekte durchgeführt, die gezeigt haben, dass ein Interesse für neue kommerzielle Fernsehsender bei der Bevölkerung besteht.
Ein bedeutender Schritt für die Entwicklung des Privatfernsehens wurde im Saarland gemacht. 1967 wurde dort ein Gesetz verabschiedet, welches privaten Rundfunk erlaubt hat. Darauf hin ist die „Freie Rundfunk Aktiengesellschaft in Gründung“ (FRAG) entstanden. Diese hat Anspruch auf eine Privatfunklizenz erhoben und geklagt. Im Urteil, das 1981 verkündet worden ist, wurde betont, dass auch private Anbieter zugelassen werden müssen. Dies wurde mit einem Auftrag an den Gesetzgeber verbunden dafür entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Ein weiteres Urteil des Bundesverfassungsgerichtes im Jahr 1986 zog endgültig einen Schlussstrich unter die Diskussionen über die Zulässigkeit von privaten Anbietern.
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