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Autor: Jessica Noll
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Details
Tags: Wenn, Hölle, Sozialarbeiterische, Maßnahmen, Prävention, Intervention, Mobbing, Arbeitsplatz
Jahr: 2004
Seiten: 98
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 31 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 338 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-34096-0
Textauszug (computergeneriert)
Diplomarbeit
"Wenn der Job zur Hölle wird" -
Sozialarbeiterische Maßnahmen der Prävention und Intervention
bei Mobbing am Arbeitsplatz
von
Jessica Noll
2004
Inhalt
1. Einleitung ... S. 4
2. Mobbing ... S. 6
2.1 Entstehung des Begriffs ... S. 7
2.2 Definition des Begriffs „Mobbing“ ... S. 9
2.3 Der „Mobbing-Verlauf“ ... S. 10
2.3.1 Fallbeispiel der Schweißerin Lena aus Schweden ... S. 11
2.3.2 Das Phasenmodell ... S. 12
2.4 Differenzierung der Begriffe „Mobbing“ und „Konflikt“ ... S. 15
3. Allgemeine statistische Ergebnisse der Forschung ... S. 16
3.1 Die deutsche Mobbing-Studie ... S. 17
3.2 Das Ausmaß von Mobbing ... S. 18
3.2.1 Die Betroffenheit nach Geschlechtern ... S. 19
3.2.2 Die Betroffenheit nach Alter ... S. 19
3.2.3 Die Betroffenheit nach Berufsgruppen ... S. 20
3.3 Die Mobbing-Handlungen ... S. 21
3.4 Die Häufigkeit und die Dauer ... S. 22
3.5 Die Mobber ... S. 23
4. Die Folgen von Mobbing ... S. 24
4.1 Die Folgen für das Mobbing-Opfer ... S. 25
4.1.1 Überblick über statistische Ergebnisse ... S. 25
4.1.2 Physische und psychische Folgen ... S. 26
4.1.3 Folgen auf der sozialen Ebene ... S. 28
4.1.4 Das posttraumatische Stresssyndrom ... S. 30
4.2 Die Folgen für den Mobber ... S. 32
4.3 Die Folgen für den Betrieb ... S. 33
4.4 Die Folgen für die Gesellschaft ... S. 35
4.5 Überblick über mögliche rechtliche Folgen ... S. 36
5. Ursachen für Mobbing ... S. 38
5.1 Ursachen für die Opfer-Rolle ... S. 39
5.2 Ursachen für die Täter–Rolle ... S. 40
5.3 Ursachen im Betrieb ... S. 44
5.4 Ursachen in der Gesellschaft ... S. 48
6. Intervention ... S. 50
6.1 Eigenständige Bewältigungsmöglichkeiten seitens des Opfers ... S. 51
6.1.1 Die „innere Kündigung“ ... S. 51
6.1.2 Die Eigenkündigung ... S. 52
6.1.3 Gesundheitserhaltende Maßnahmen ... S. 53
6.1.4 Stärkung des Selbstbewusstseins ... S. 53
6.1.5 Schaffung neuer beruflicher Perspektiven ... S. 54
6.2 Die persönliche Gegenwehr des Opfers ... S. 54
6.3 Bewältigung seitens des Opfers mit Unterstützung ... S. 56
6.3.1 Die Selbsthilfegruppe ... S. 57
6.3.2 Die Mobbing-Beratung ... S. 57
6.3.3 Rechtliche Schritte ... S. 58
6.3.4 Hilfe durch Therapie ... S. 59
6.3.5 Die Mediation und das Schlichtungsverfahren ... S. 59
6.3.6 Outplacement ... S. 61
6.4 Intervention auf betrieblicher Ebene ... S. 62
7. Prävention ... S. 62
7.1 Information und Aufklärung ... S. 63
7.2 Formelle Verfahrenswege/ Betriebsvereinbarungen ... S. 63
7.3 Schulung der Konfliktfähigkeit ... S. 64
7.4 Supervision und Moderation ... S. 66
7.5 Gestaltung der Arbeitsbedingungen ... S. 68
7.6 Coaching/ Führungskräftetraining ... S. 69
7.7 Führungsstil ... S. 71
7.8 Feedback der Mitarbeiter ... S. 72
8. Wirkungsmöglichkeiten der Sozialarbeit gegen Mobbing ... S. 73
8.1 Die betriebliche Sozialarbeit ... S. 74
8.2 Die Soziale Arbeit im Allgemeinen ... S. 77
8.3 Möglichkeiten eines Sozialpädagogen/-arbeiters ... S. 78
8.4 Anforderungen an einen Sozialpädagogen/ -arbeiter ... S. 82
9. Resümee ... S. 84
10. Literaturverzeichnis ... S. 87
11. Anhang ... S. 91
1. Einleitung
„ Die Hoffnung stirbt zuletzt“ lautet der Titel eines Spielfilms, dessen Macher sich des Themas Mobbing angenommen haben und der unter anderem den Anreiz zu der Anfertigung dieser Diplomarbeit mit dem Titel „„Wenn der Job zur Hölle wird“ – Sozialarbeiterische Maßnahmen der Prävention und Intervention bei Mobbing am Arbeitsplatz“ gegeben hat. In den Medien und auch in den alltäglichen Gesprächen zwischen Verwandten, Freunden und Bekannten wird in den letzten Jahren mehr und mehr von Mobbing-Handlungen am Arbeitsplatz berichtet. Ob es sich bei diesen scheinbaren Mobbing-Attacken tatsächlich auch um solche handelt, wird nach der intensiven, schriftlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema sicherlich besser zu beurteilen sein.
Zu wissen, woher der Begriff „Mobbing“ kommt, wie er definiert, wie der systematische Verlauf und was kein Mobbing ist, ist hierfür sicher grundlegend wichtig. Daher beantwortet auch genau diese Fragen das zweite Kapitel dieser Arbeit.
„Vier Wände. Keine Fenster. Fünf leergeräumte Schreibtische – keine Akten, keine Bildschirme, keine Schreibutensilien, keine Bücher, kein gar nichts. An den Schreibtischen sitzen fünf Männer. Sie blicken starr geradeaus. Sie reden nicht, weil Redeverbot herrscht. Sie laufen nicht herum, weil das nicht erlaubt ist. Sie telefonieren nicht, weil es keine Telefone gibt. Sie sitzen einfach da. Sie waren einmal unentbehrlich für ihre Firma. Heute sind sie überflüssig. Warum kündigt man ihnen nicht? Weil es in Japan undenkbar ist, einem Firmenangehörigen zu kündigen. Deshalb sitzen sie nun hier. Kaltgestellt abseits der Gemeinschaft. Die Geschäftsführung wartet geduldig auf ihre Kündigung. Einige reichen sie nach ein paar Tagen ein. Andere halten schweigend und zur Untätigkeit verdammt Monate durch. Viel länger schafft es kaum jemand – trotz asiatischer Duldsamkeit und weiterlaufender Bezüge.“1
Dies ist die Einleitung einer Broschüre, die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im Jahr 2003 herausgegeben hat. Ihr Titel lautet „Wenn aus Kollegen Feinde werden – Der Ratgeber zum Umgang mit Mobbing.“ Die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Broschüre, die 48 Seiten umfasst handelt und nicht um ein Merkblatt oder einen Flyer, zeigt deutlich, dass Mobbing ein großes Problem in unserer Gesellschaft darstellt. Darauf, wie häufig genau und in welcher Form Mobbing auftritt, gegen welche Personengruppe/ n es sich richtet und von welchen Personen/gruppen es ausgeht, wird im dritten Kapitel unter dem Titel „Allgemeine statistische Ergebnisse der Forschung“ eingegangen. Zwar sind solch arge Fälle, wie oben im Beispiel aus Japan geschildert, in Deutschland nicht bekannt, doch auch hier werden in Fällen von Mobbing oftmals die Grundrechte eines jeden Menschen, besonders in Bezug auf die Menschenwürde, mit Füßen getreten.
Je mehr Menschen sich mit diesem Phänomen beschäftigen und um seinen Nährboden und seine Folgen wissen, desto schwieriger wird es Mobbing–Handlungen durchzuführen. Die Kapitel vier und fünf zeigen daher „Die Folgen von Mobbing“ und „Die Ursachen von Mobbing“ auf. Diese reichen von der Unlust zur Arbeit zu gehen bis hin zum Selbstmord. Soweit muss es aber nicht kommen, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten sich gegen Mobbing zu wehren, als Mobbing-Opfer glimpflich davon zu kommen oder von vornherein systematisch dem Ganzen entgegen zu wirken. An dieser Stelle sind eingreifende und vorbeugende Maßnahmen gefordert. In den Kapiteln sechs und sieben der vorliegenden Arbeit werden daher verschiedene Modelle der „Intervention“ und der „Prävention“ vorgestellt.
In vielen Fällen ist bei der Durchführung dieser Maßnahmen Unterstützung von außen gefordert. Ein Gebiet, auf dem Sozialarbeiter/- pädagogen zum Einsatz kommen. Kapitel acht thematisiert die „Wirkungsmöglichkeiten der Sozialarbeit gegen Mobbing“.
Das abschließende Resümee wird noch einmal alle durch diese Arbeit gewonnenen Erkenntnisse zusammenfassen und so ihren Abschluss bilden.
Zu der Ausdrucksweise sei vorweg noch gesagt, dass bei generellen Nennungen von Personen ausschließlich auf die männliche Form zurückgegriffen wird. Dies ist keinesfalls als Diskriminierung der weiblichen Form oder von Frauen im Allgemeinen zu verstehen. Es soll lediglich zu einer Erleichterung des Schreibens und Lesens führen.
2. Mobbing
Aufgabe und Ziel dieses zweiten Kapitels ist es, den Begriff Mobbing zu erklären, möglichst so, dass keine Fragen mehr offen bleiben. Daher wird zunächst erläutert, woher der Begriff stammt. Die Definition, die natürlich fortan auch dieser gesamten Arbeit zu Grunde liegen wird, bildet den zweiten Teil der Erklärung, gefolgt von der Schilderung des Mobbing-Verlaufs.
Wie bereits erwähnt wird der Begriff „Mobbing“ leider sehr oft falsch verwendet und verliert dadurch an Seriösität. Daher verdeutlicht der Punkt 2.4, worum es sich bei dem Begriff „Mobbing“ eben nicht handelt. Die Differenzierung zwischen den Begriffen „Mobbing“ und „Konflikt“ ist hier das Thema.
[....]
1 Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2003, S. 4
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