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Diploma Thesis, 2004, 139 Pages
Author: Rüdiger Grafe
Subject: Technology
Details
Tags: Kino, Grundsätzliche, Anforderungen, Chancen, E-Cinema, D-Cinema
Year: 2004
Pages: 139
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 108 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-34099-1
ISBN (Book): 978-3-638-90197-0
File size: 3479 KB
Die Arbeit umfasst sowohl kinotechnische als auch filmwirtschaftliche Aspekte.
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Abstract
Die vorliegende Arbeit beschreibt die Anforderungen, die an heutige Kinobetriebe gestellt werden. Dabei wird zunächst die gesamte Kinotechnik, wie z.B. Filmspeichermedien und Sound- und Projektionssysteme, aber auch Themen wie Bestuhlung, Raumakustik oder Klimatisierung behandelt. Danach folgt eine Beschreibung der organisatorischen Grundlagen für einen Kinobetrieb. Im Vordergrund stehen hierbei die Beziehung zwischen Kinobetreiber und Filmverleih sowie Marketing und Programmplanung. Nach einer Übersicht über die verschiedenen Kinoarten und deren aktuelle wirtschaftliche Situation folgt eine Darstellung der Möglichkeiten und Risiken, die sich für die Filmbranche durch die Einführung des digitalen Kinos ergeben. Dazu gehören Einführungsstrategien, Finanzierungsmodelle und der derzeitige Entwicklungsstand digitaler Projektionssysteme. Die Bedeutung des Electronic Cinema (E-Cinema) wird dabei getrennt von Digital Cinema (D-Cinema) betrachtet. Schließlich werden in dieser Arbeit die verbesserten Wettbewerbschancen, die sich durch die Umrüstung auf die neuen Techniken ergeben können, beurteilt. Dabei wird die aktuelle Situation im Zusammenhang mit der Geschichte der Kinotechnik (in Bezug auf die bisherigen technischen Neuerungen) bewertet.
Excerpt (computer-generated)
Das wettbewerbsfähige Kino -
Grundsätzliche Anforderungen und
Chancen durch E-Cinema und D-Cinema
Diplomarbeit
in der Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik
Fachhochschule Köln
Autor
Rüdiger Grafe
Köln, im Juli 2004
Zusammenfassung:
Die vorliegende Arbeit beschreibt die Anforderungen, die an heutige Kinobetriebe gestellt werden. Dabei wird zunächst die gesamte Kinotechnik, wie z.B. Filmspeichermedien und Sound- und Projektionssysteme, aber auch Themen wie Bestuhlung, Raumakustik oder Klimatisierung behandelt. Danach folgt eine Beschreibung der organisatorischen Grundlagen für einen Kinobetrieb. Im Vordergrund stehen hierbei die Beziehung zwischen Kinobetreiber und Filmverleih sowie Marketing und Programmplanung. Nach einer Übersicht über die verschiedenen Kinoarten und deren aktuelle wirtschaftliche Situation folgt eine Darstellung der Möglichkeiten und Risiken, die sich für die Filmbranche durch die Einführung des digitalen Kinos ergeben. Dazu gehören Einführungsstrategien, Finanzierungsmodelle und der derzeitige Entwicklungsstand digitaler Projektionssysteme. Die Bedeutung des Electronic Cinema (E-Cinema) wird dabei getrennt von Digital Cinema (D-Cinema) betrachtet. Schließlich werden in dieser Arbeit die verbesserten Wettbewerbschancen, die sich durch die Umrüstung auf die neuen Techniken ergeben können, beurteilt. Dabei wird die aktuelle Situation im Zusammenhang mit der Geschichte der Kinotechnik (in Bezug auf die bisherigen technischen Neuerungen) bewertet.
Stichwörter: Kinotechnik, digitales Kino, Projektion, Soundsysteme
Datum: 26.07.2004
Summary:
This thesis describes the demands made on today’s cinemas. First of all the complete cinema technology is discussed, including various film storage media and sound- and projection-systems as well as topics like seating, room acoustics or climatisation. In the following there is a delineation of the organisational basics of movie theatres which is primarily concerned with the relation between cinema operator and film distribution. Furthermore the thesis deals with marketing actions and the arrangement of cinema programmes. The next chapter gives an overview of the different types of cinema and their current economic situation followed by the description of the prospects and risks for the film industry by implementing digital cinema. Rollout strategies, financing models and the up-to-date development status of digital projection are described. There is a separate consideration of the roles of E-Cinema and D-Cinema. Finally the improvement of competition advantages resulting from investments in new technologies is analysed. In this context the connection between the present situation and the history of cinema (regarding previous technology innovations) is evaluated.
Keywords: cinema technology, digital cinema, projection, sound systems
Date: 26 July 2004
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG ... 7
2 GESCHICHTE DES KINOS ... 9
3 GRUNDSÄTZLICHE ANFORDERUNGEN ... 12
3.1 Akustik ... 12
3.2 Beschallung ... 16
3.3 Bestuhlung ... 17
3.4 Bildwand ... 18
3.5 Klimatisierung ... 20
4 TECHNISCHE GRUNDLAGEN ... 22
4.1 Filmspeichermedien ... 22
4.1.1 Analog ... 23
4.1.1.1 Das Material ... 23
4.1.1.2 Die Farbe ... 24
4.1.1.3 Das Format ... 25
4.1.2 Digital ... 30
4.1.2.1 MPEG-2 ... 31
4.1.2.2 Digital Versatile Disc (DVD) ... 34
4.1.2.3 Server-Modelle ... 36
4.2 Soundsysteme ... 36
4.2.1 Nadelton ... 37
4.2.2 Magnetton ... 37
4.2.3 Lichtton ... 38
4.2.4 Digitalton ... 41
4.2.5 Sonics ... 44
4.2.6 THX ... 44
4.2.7 Wellenfeldsynthese ... 45
4.3 Projektionssysteme ... 48
4.3.1 Analoge Filmprojektoren ... 49
4.3.2 Elektronische Bilderzeugungssysteme ... 50
4.3.2.1 Qualitätskriterien ... 50
4.3.2.2 CRT-Projektoren ... 52
4.3.2.3 Laser-Projektion ... 52
4.3.2.4 GLV (Grating Light Valve) ... 53
4.3.2.5 LCD-Projektion ... 53
4.3.2.6 D-ILA (Direct Drive Image Light Amplifier) ... 54
4.3.2.7 DLP (Digital Light Processing) ... 55
4.4 Steuerungstechnik und Zubehör ... 56
4.4.1 Kinoprozessoren ... 57
4.4.2 Lautsprecher ... 58
4.4.3 Filmtransporttechnik ... 60
4.4.4 Automation/ Bedienpanels ... 61
4.4.5 Objektive ... 61
4.4.6 Lampen ... 62
5 ORGANISATORISCHE GRUNDLAGEN ... 63
5.1 Filmverleih ... 63
5.2 Filmlagerung und –versand ... 66
5.3 Marketing ... 67
5.4 Programmplanung ... 69
5.5 Werbung ... 70
6 GEGENWÄRTIGE SITUATION DES KINOS ... 73
6.1 Struktur der Kinosäle in Deutschland ... 73
6.2 Situation und Einfluss der Multiplex-Center ... 76
6.3 Situation des Programmkinos ... 78
6.4 Konkurrenz durch Heimkino ... 81
6.4.1 Home-Cinema: Stand der Technik ... 81
6.4.2 Pay-TV und Digitales Fernsehen ... 82
6.4.3 Filmpiraterie ... 83
7 CHANCEN UND RISIKEN DURCH DIGITALES KINO ... 86
7.1 Digital Cinema ... 86
7.1.1 Das Konzept des digitalen Kinos ... 86
7.1.2 Interessenlage der Filmbranche ... 88
7.1.3 Chancen für die Kinobetreiber ... 92
7.1.4 Risiken und Probleme des D-Cinema ... 95
7.1.5 Strategien zur Einführung von D-Cinema ... 97
7.1.5.1 Digital Rights Management (DRM) ... 97
7.1.5.2 Standardisierung ... 99
7.1.5.3 Finanzierungsmodelle ... 101
7.1.5.4 Forschung ... 104
7.1.6 Entwicklungsstand ... 105
7.2 Electronic Cinema ... 107
7.2.1 Digitale Kinowerbung ... 107
7.2.2 Risiken bei E-Cinema ... 110
7.2.3 Beispielprojekte ... 111
8 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK ... 114
1 EINLEITUNG
Die Kinobranche befindet sich derzeit erneut in einer Krise. Die Besucherzahlen gehen zurück, kleine Kinos schließen und viele Multiplex-Ketten stehen vor großen finanziellen Problemen. Meine Tätigkeit als Filmvorführer im Kölner Arthouse-Center Cinenova hat mich veranlasst, diese Problematik in dieser Diplomarbeit näher zu betrachten und nach Gründen für die Krise sowie nach möglichen Auswegen zu suchen.
Die Arbeit soll insbesondere Kinobetreibern, Filmvorführern, Filmverleihern und Technikern einen Überblick über den Stand der Kinotechnik sowie über die Betriebsführung und die derzeitige wirtschaftliche Situation der Kinos geben. Auf diesen Grundlagen basierend sollen verschiedene Ansätze erläutert werden, die der Kinobranche die Möglichkeit geben, die Zuschauerzahlen zu erhöhen. Dazu gehören zum Beispiel neue Technologien, erhöhter Komfort oder eine verstärkte Eigenwerbung der Kinobetreiber. Das größte Potential bietet hier jedoch Digital Cinema und das dazu gehörige Electronic Cinema. Diese beiden Themen werden ausführlich in den beiden letzten Kapiteln behandelt. Hervorgehoben werden dabei besonders die durch D-Cinema bevorstehenden Änderungen für die gesamte Kinobranche und die daraus resultierenden Chancen für die Kinos.
In einem Abriss zur Geschichte des Kinos werden zunächst vergangene Krisen und technische Entwicklungen erläutert, die in vielen Punkten der heutigen Situation des Kinos ähneln. Im anschließenden Kapitel 4 werden kinotechnische Grundlagen mit Verweisen auf den aktuellen Stand der Technik und zukünftige Entwicklungen, vor allem im Bereich der Soundsysteme, beschrieben. Darin eingeschlossen sind auch die Anforderungen an die Einrichtung von Kinosälen. Neben D-Cinema sind dies die Bereiche, in denen sich die Kinobetriebe gegenüber ihrer Konkurrenz profilieren können. Eine Darstellung der Zusammenarbeit mit Filmverleih, Filmlager und Werbeverwaltung sowie der Möglichkeiten von Marketing und Programmplanung schließt das Grundlagenkapitel ab.
In der statistischen Übersicht zur Struktur der Kinosäle in Deutschland werden Programmkinos und Multiplex-Center getrennt betrachtet. So wird neben der Konkurrenz durch die Heimkinosysteme auch die Konkurrenz der beiden Kinotypen untereinander betrachtet. Abschließend werden die Konzepte von Digital und Electronic Cinema vorgestellt. Hier liegt der Schwerpunkt der Arbeit, da die Digitalisierung der Projektionssysteme und Distributionswege eine große Umstellung für die Kinobranche darstellen. In jedem Fall wird es zur flächendeckenden Einführung von D-Cinema kommen, weshalb der Informationsbedarf in diesem Bereich entsprechend hoch ist. Es werden alle für die gesamte Branche bestehenden Möglichkeiten und Risiken erläutert, die durch diese Umstellung entstehen. Eine Übersicht über bestehende Projekte und Finanzierungsmodelle beschreibt die Strategien zur Einführung der neuen Technik. Aus der Zusammenfassung der Ergebnisse werden schließlich Richtlinien herausgearbeitet, um die Kinolandschaft attraktiver und damit wettbewerbsfähiger zu machen.
2 GESCHICHTE DES KINOS
Voraussetzung für die Entwicklung des Films sind die Erfahrungen mit der Camera Obscura und der Laterna Magica, auf deren Grundprinzipien Fotografie und Projektion beruhen. Zur Bewegungsillusion des Films gelangt man jedoch erst durch die Anwendung des stroboskopischen Effekts. Dieser besagt, dass das menschliche Auge Einzelbilder mit geringfügigen Inhaltsunterschieden bei schnellem Wechsel zu einer kontinuierlichen Bewegung zusammensetzen kann. Erreicht wird dieser Effekt durch die Nachbildwirkung auf der Netzhaut. Diese hält ein wahrgenommenes, unbewegtes Einzelbild aufgrund seiner Trägheit bis zu 1/8 Sekunde lang fest, so dass es vom nächstfolgenden Bild überlagert wird. Die Projektion der Bilder muss dabei jeweils durch eine kurze Dunkelphase unterbrochen werden. Thomas Edison entwickelt 1893 auf diesen Grundlagen sein Kinetoskop, welches aber nur für einen einzelnen Betrachter geeignet ist. [1, 4]
Als Geburtsjahr des Kinofilms gilt daher erst das Jahr 1895. In diesem Jahr finden die ersten öffentlichen Filmvorführungen mit Max Skladanowskys Bioskop statt. Es erreicht den stroboskopischen Effekt, indem zwei Filmstreifen im schnellen Wechsel projiziert werden. Von größerer Bedeutung ist jedoch die Erfindung der Gebrüder Lumiere. Sie entwickeln den Kinematograph, der technisch wesentlich ausgereifter ist als das Bioskop.
Ihr Prototyp ist Kamera, Filmkopierer und Projektor in einem. Die Gebrüder Lumiere übernehmen das Filmformat und die Perforation von Edison. Die bedeutende Neuerung ist die Installation des Greifers, der den Film ruckartig transportiert. Für einen Sekundenbruchteil bleibt der Film vor der Linse stehen, wird belichtet bzw. projiziert, die Blende schließt sich und der Greifer transportiert das Filmband weiter. Der Kinematograph hat mit einer Bildfrequenz von 16 Bildern pro Sekunde bereits eine gute Qualität. 1896 führt Oskar Messter das Malteserkreuzgetriebe als Transportmechanismus ein. Es bewegt und stoppt den Film im optimalen Zeitverhältnis. [4, 5, 6]
Abb. 1
[Abb. 1 in Downloaddatei enthalten]
[....]
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