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Heidelberger Versammlung und Frankfurter Vorparlament

Scholary Paper (Seminar), 2004, 16 Pages
Author: Nadine Zunker
Subject: History - 19. Century

Details

Event: Revolution in Baden 1848/49
Institution/College: University of Education Heidelberg
Tags: Heidelberger, Versammlung, Frankfurter, Vorparlament, Revolution, Baden
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 16
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V33690
ISBN (E-book): 978-3-638-34106-6
ISBN (Book): 978-3-640-14957-5
File size: 177 KB

Abstract

Zwischen 1845 und 1847 wurden West- und Mitteleuropa von einer Wirtschaftskrise heimgesucht. Diese wirtschaftliche Notsituation führte zu einem Anwachsen der Opposition gegen die Regierungen. Natürlich warteten die Politiker nicht lange mit ihrer Antwort auf die Ausbreitung des liberalen Gedankengutes, auf die ersten Arbeiterzusammenschlüsse und auf das Streben nach Freiheit der Nationalitäten in Europa. Es folgten starke Restriktionen. Ganz offensichtlich stand eine politische Umwälzung in Europa bevor.1 Die Revolution von 1848 hatte ihren Ursprung wieder in Frankreich von wo aus sie sich über weite Teile Europas ausbreitete. Besonders in Deutschland entzündete die Nachricht von der Pariser Februarrevolution eine revolutionäre Bewegung. Sie begann in Baden und setzte sich in anderen Staaten des Deutschen Bundes fort. Hier hatte man eindeutige Ziele der Revolution vor Augen: liberale Verfassungen, nationale Einheit sowie wirtschaftlich-soziale Sicherheit.2 In der folgenden Ausarbeitung werde ich mich nur mit einem inhaltlich und regional begrenzten Teil dieser Revolution befassen. Ich werde nicht die sogenannte „ele mentare“ Revolution3, wie Müller die Revolution seitens der Bauern, der Handwerker und der Arbeiter nennt, die unter anderem gegen die bestehenden Feudalrechte, gegen die neue Gewerbereform und für bessere wirtschaftliche Arbeitsverhältnisse kämpften, behandeln, sondern die Verfassungs- und Nationalrevolution, die ihre Wurzeln hier bei uns in Baden hat. Wie der Name bereits vermuten lässt, geht es bei dieser Revolution um die Errichtung eines Nationalstaates und um die damit verbundene Verwirklichung einer gesamtstaatlichen Verfassung. Die erste Station auf dem Weg dorthin, die Heidelberger Versammlung vom 5. März 1848, werde ich im ersten Kapitel meiner Ausarbeitung behandeln. Das zweite Kapitel hat das Frankfurter Vorparlament, das vom 31. März 1848 bis zum 3. April 1848 in Frankfurt tagte, zum Thema. 1 Hummerl, Karl-Joseph: Die Revolution von 1848/49. In: bsv Geschichte. Hrsg. von Karl-Heinz Zuber und Hans Holzbauer. München: Bayrischer Schulbuchverlag 1986. S. 122 2 Rohlfes, Joachim: Staat und Nation im 19. Jahrhundert. In: Historisch-politische Weltkunde. Hrsg. von Dr. Hans-Jürgen Pandel und Prof. Dr. Joachim Rohlfes.Stuttgart 2003. S. 56 3 Müller, Frank Lorenz: Die Revolution von 1848/49. Hrsg. von Martin Kintzinger u. a. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2002 (= Geschichte kompakt). S. 59


Excerpt (computer-generated)

Pädagogische Hochschule Heidelberg
Fachwissenschaftliches Seminar:
Die Revolution in Baden 1848/49
3. Semester

Heidelberger Versammlung und Frankfurter Vorparlament

von: Nadine Zunker

 


Inhalt

1. Einleitung 3

2. Die Heidelberger Versammlung (3. März 1848) 4

2.1 Ziel der Heidelberger Versammlung 5
2.2 Ergebnisse der Heidelberger Versammlung 6 - 7
2.3 Fazit 7

3. Das Frankfurter Vorparlament (31. März – 3. April 1848) 8

3.1 Verlauf des Frankfurter Vorparlaments 8 -11
3.2 Fazit 12

4. Reflexion 13

5. Literaturverzeichnis 14


 

1. Einleitung

Zwischen 1845 und 1847 wurden West- und Mitteleuropa von einer Wirtschaftskrise heimgesucht. Diese wirtschaftliche Notsituation führte zu einem Anwachsen der Opposition gegen die Regierungen. Natürlich warteten die Politiker nicht lange mit ihrer Antwort auf die Ausbreitung des liberalen Gedankengutes, auf die ersten Arbeiterzusammenschlüsse und auf das Streben nach Freiheit der Nationalitäten in Europa. Es folgten starke Restriktionen. Ganz offensichtlich stand eine politische Umwälzung in Europa bevor.1

Die Revolution von 1848 hatte ihren Ursprung wieder in Frankreich von wo aus sie sich über weite Teile Europas ausbreitete. Besonders in Deutschland entzündete die Nachricht von der Pariser Februarrevolution eine revolutionäre Bewegung. Sie begann in Baden und setzte sich in anderen Staaten des Deutschen Bundes fort. Hier hatte man eindeutige Ziele der Revolution vor Augen: liberale Verfassungen, nationale Einheit sowie wirtschaftlich-soziale Sicherheit.2 In der folgenden Ausarbeitung werde ich mich nur mit einem inhaltlich und regional begrenzten Teil dieser Revolution befassen. Ich werde nicht die sogenannte „ele mentare“ Revolution3, wie Müller die Revolution seitens der Bauern, der Handwerker und der Arbeiter nennt, die unter anderem gegen die bestehenden Feudalrechte, gegen die neue Gewerbereform und für bessere wirtschaftliche Arbeitsverhältnisse kämpften, behandeln, sondern die Verfassungs- und Nationalrevolution, die ihre Wurzeln hier bei uns in Baden hat. Wie der Name bereits vermuten lässt, geht es bei dieser Revolution um die Errichtung eines Nationalstaates und um die damit verbundene Verwirklichung einer gesamtstaatlichen Verfassung.

Die erste Station auf dem Weg dorthin, die Heidelberger Versammlung vom 5. März 1848, werde ich im ersten Kapitel meiner Ausarbeitung behandeln. Das zweite Kapitel hat das Frankfurter Vorparlament, das vom 31. März 1848 bis zum 3. April 1848 in Frankfurt tagte, zum Thema. In allen zwei Kapiteln werde ich zunächst den Verlauf und die Resultate der einzelnen Versammlungen darstellen und versuchen, die Problematik herauszuarbeiten, derer sich die Teilnehmer , aufgrund ihrer unterschiedlichen politischen Einstellungen und Vorstellungen zur Verwirklichung ihrer Ziele, gegenüber gestellt sahen.

2. Die Heidelberger Versammlung (3. März 1848)

Aus heutiger Sicht sieht man die Heidelberger Versammlung vom 3. März 1848 im Gasthof Badischer Hof als eines der wichtigsten Geschehnisse zu Beginn der Revolution in Deutschland an.4 Auslöser war wohl, wie bereits kurz erwähnt, die Meldung von der Revolution in Paris, denn dort hatte nur wenige Tage zuvor ein Volksaufstand zur Ausrufung der Republik am 24. Februar 1848 geführt.5 Eingeladen nach Heidelberg hatte Johann Adam von Itzstein, der dann später den Vorsitz in Heidelberg führte, 51 liberale und demokratische Politiker aus Süd- und Mitteldeutschland, genauer gesagt aus Baden, Bayern, Frankfurt, Hessen, Nassau, Württemberg und Rheinpreußen, die ohne direkten Auftrag des Volkes zusammenkamen. Die Begründung für die regionale Begrenztheit der Einladungen zur Heidelberger Versammlung war der Wille, so schnell wie möglich ein Zusammenkommen zu arrangieren. Dieses schnelle Zusammentreffen wäre nicht möglich gewesen, hätte man zum Beispiel Abgeordnete aus Hannover eingeladen. Die Anreise dieser hätte einfach zu viel Zeit in Anspruch genommen.6

Im Großen und Ganzen war die komplette Bandbreite der deutschen führenden Opposition, von Gustav Struve und Friedrich Hecker als Radikaldemokraten und Heinrich von Gagern als gemäßigter Liberale, vertreten.7 Fast alle Teilnehmer verfügten über ein Landtagsmandat. Ausnahmen waren im Grunde nur Gustav Struve, Georg Gottfried Gervinus, Ludwig Häusser, Friedrich Wilhelm Carové, Karl Hagen und Adolph Wiesner. 8 Gründe Heidelberg als Veranstaltungsort zu wählen gab es mehrere. Zum Einen die geografische Lage, die, durch die für damalige Verhältnisse sehr guten Verkehrsanbindungen, für jedermann gleichermaßen gut zu erreichen war. Zum Anderen war Heidelberg der Standort der Redaktion und der Druckerei der Deutschen Zeitung. Dadurch hatte man sofort die Möglichkeit, die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Heidelberger Versammlung zu informieren.9

2.1 Ziel der Heidelberger Versammlung

[...]


1 Hummerl, Karl-Joseph: Die Revolution von 1848/49. In: bsv Geschichte. Hrsg. von Karl-Heinz Zuber und Hans Holzbauer. München: Bayrischer Schulbuchverlag 1986. S. 122

2 Rohlfes, Joachim: Staat und Nation im 19. Jahrhundert. In: Historisch-politische Weltkunde. Hrsg. von Dr. Hans-Jürgen Pandel und Prof. Dr. Joachim Rohlfes.Stuttgart 2003. S. 56

3 Müller, Frank Lorenz: Die Revolution von 1848/49. Hrsg. von Martin Kintzinger u. a. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2002 (= Geschichte kompakt). S. 59

4 Engehausen, Frank: Die Heidelberger Versammlung und der Beginn der deutschen Revolution. In: Auf dem Weg zur Paulskirche. Hrsg. von Frank Engehausen und Frieder Hepp. Ubstadt: Regionalkultur 1998. S. 11

5 Rohlfes, Joachim: Staat und Nation im 19. Jahrhundert. In: Historisch-politische Weltkunde. Hrsg. von Dr. Hans-Jürgen Pandel und Prof. Dr. Joachim Rohlfes.Stuttgart 2003. S. 56

6 Engehausen, Frank: Die Heidelberger Versammlung und der Beginn der deutschen Revolution. S. 13

7 Müller, Frank Lorenz: Die Revolution von 1848/49. S. 53

8 Engehausen, Frank: Die Heidelberger Versammlung und der Beginn der deutschen Revolution. S. 14


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