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Gesundheitsförderung im Kindergarten unter besonderer Berücksichtigung von übergewichtigen und sozial benachteiligten Kindern

Scholary Paper (Seminar), 2004, 26 Pages
Authors: Dipl. Pflegewirt Daniel Fischer, Manuel Greune
Subject: Health Science

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 26
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 26  Entries
Language: German
Archive No.: V33705
ISBN (E-book): 978-3-638-34113-4

File size: 245 KB


Excerpt (computer-generated)

Gesundheitsförderung im Kindergarten unter besonderer
Berücksichtigung von übergewichtigen und sozial
benachteiligten Kindern

von: Daniel Fischer

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  1

2 Einführung in das Thema Gesundheit und Gesundheitsförderung  2

2.1 Begriffserklärung von Gesundheit und Gesundheitsförderung  2
2.2 Bedeutung des Begriffs Setting in der Gesundheitsförderung 3
2.3 Daten zur Betreuungssituation von Kindern 4

3 Gesundheitsprobleme im Kindesalter 4

3.1 Primäre Handlungsfelder zur Gesundheitsförderung im Kindergarten  6
3.2 Ziele der Gesundheitsförderung im Kindergarten  7

4 Gesundheitsförderung am Beispiel bei Kindern mit Adipositas  7

4.1 Allgemeines zu Kindern mit Übergewicht und Adipositas  7
4.2 Entstehung des Übergewichtes bei Kindern  8
4.3 Ernährungsverhalten von Kindern 9
4.4 Gesundheitsfördernde Ernährung für Kinder 10
4.5 Projekte zur Gesundheitsförderung übergewichtiger Kinder  13

5 Gesundheitsförderung sozial benachteiligter Kinder 15

5.1 Soziale Benachteiligung von Kindern  16
5.2 Physische Auswirkungen sozialer Benachteiligung bei Kindern  16
5.3 Psychische Auswirkungen von sozialer Benachteiligung bei Kindern 17
5.4 Interventionsansätze 18

6 Schlussbetrachtung  19

Literaturverzeichnis 1


 

1 Einleitung

Die Erkrankungen an so genannten Zivilisationskrankheiten sind in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen. Hierunter verstehen wir eine Bezeichnung für funktione lle und organische Gesundheitsstörungen und Krankheitszustände, bei denen materielle Einflüsse der Zivilisation auf den Menschen von auslösender, begünstigender oder auch ursächlicher Bedeutung sind. Die Einflüsse sind vielfältig und betreffen unter anderem die Lebensbedingungen der Wohnung, Kleidung, Ernährung sowie der Hygiene und gehen bis zu den nachteiligen Seiten der Technisierung wie z. B. unphysiologisch einseitige Belastungen, Lärmeinfluss, Luftverunreinigung oder den Genussmittelmissbrauch. Zu den Zivilisationskrankheiten gehören unter anderem Verdauungs- und Stoffwechselstörungen, der Verfall des Gebisses durch Karies, zahlreiche Erkältungskrankheiten, Neurosen und Kreislaufstörungen. 1

Inzwischen bleibt selbst ein großer Teil unserer Kinder vor solchen schädlichen Einflüssen nicht verschont. Heutzutage lassen sich Krankheiten wie zum Beispiel Ad ipositas, Haltungsschäden und Organschäden schon im Kindesalter diagnostizieren. Gerade in der Altersgruppe der Kindergartenkinder findet ein wesentlicher Teil der Sozialisation statt, hierbei besonders in den Tageseinrichtungen. ErzieherInnen bzw. KindergärtnerInnen begleiten die Kinder im Kindergarten, als erste Stufe des Bildungssystems in einer zentralen Alters, - und Entwicklungsphase in der die Grundlagen des Gesundheitsverhaltens gelegt werden und somit erhebliche Chancen der Gesundheitsförderung bestehen. Wir sind der Meinung, dass nur eine frühzeitige Gesundheitserziehung zu einer bewussten und gesunden Lebensweise führen kann, deshalb wollen wir uns in dieser Hausarbeit mit der Situation der Kinder beschäftigen und die wichtigsten Ansatzpunkte und Interventionsmöglichkeiten aufzeigen, die der Kindergarten als Ort der Gesundheitsförderung bietet. Exemplarisch werden wir dies anhand der Diagnose Adipositas bei Kindern sowie den gesundheitlichen Auswirkungen von sozialer Benachteiligung tun.

2 Einführung in das Thema Gesundheit und Gesundheitsförderung

Wenn man sich mit dem Thema Gesundheitsförderung und Gesundheit im Setting Kindergarten beschäftigt, sollte zunächst einmal eindeutig geklärt werden was diese Begriffe genau bedeuten, um Missverständnissen im weiteren Verlauf der Hausarbeit vorzubeugen.

2.1 Begriffserklärung von Gesundheit und Gesundheitsförderung

Für den Begriff Gesundheit legen wir im Folgenden die Definition der WHO aus dem Jahre 1948 zugrunde: „Gesundheit ist der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur des Freiseins von Krankheit und Gebrechen. Sich des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu erfreuen, ist eines der Grundrechte jedes Menschen, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Überzeugung, der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung. “2 Wir möchten aber anmerken, dass wir uns des utopischen Charakters bewusst sind und wir diese Definition als ein wünschenswertes Ziel erachten, dem wir uns möglichst weit nähern wollen.

Für den Begriff Gesundheitsförderung legen wir die Definition der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung, ebenfalls von der WHO zugrunde: „Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Lebensumstände und ihre Umwelt zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. “3 In diesem Sinne ist Gesundheit als ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens zu verstehen und nicht als vorrangiges Lebensziel. Gesundheit steht für ein positives Konzept, das in jeglicher Weise die Bedeutung sozialer und individueller Ressourcen für die Gesundheit ebenso betont wie die körperlichen Fähigkeiten.

Gesundheit ist ein flexibles, dynamisches System mit komplexen Wechselwirkungen. Jeder Mensch muss für sich seine eigene Balance in seinem System, seiner Lebenswelt finden und zwar ständig neu. So entwickelt jeder Mensch eigene Verhaltensweisen, die er oder sie für sich als bekömmlich oder schädlich empfindet. Gesundheit ist also etwas sehr individuelles und persönliches. Gesundheitsförderung bedeutet die Stärkung der Selbstsicherheit, die Befähigung im Leben zurechtzukommen, das frühe Begreifen, für sich und seinen Körper verantwortlich zu sein und zwar nicht moralisierend unter Betonung der Risiken und Gefahren sondern positiv und handlungsorientiert. Gesundheitsförderung zeigt sich in alltäglichen Kleinigkeiten, beim Essen, beim Spielen, beim Erzählen, oder beim toben.

2.2 Bedeutung des Begriffs Setting in der Gesundheitsförderung

Unter dem Begriff Setting wird ein soziales System verstanden, in dem verschiedene relevante Umwelteinflüsse auf eine bestimmte Personengruppe, die Mitglieder des Settings, wirken. Ergänzend beinhaltet die Betrachtung von Umwelten als Settings die Chance, Einfluss auf die relevanten Umwelten nehmen zu können, sie im Fokus der Gesundheitsförderung so zu gestalten, dass sie den Mitgliedern des Settings Gesundheit ermöglichen. 4 Eine weitere Möglichkeit den Begriff Setting zu definieren, leitet sich aus seiner wörtlichen Übersetzung ab. Danach ist ein Setting ein Rahmen oder Schauplatz. Gesundheitsfördernde Maßnahmen nach dem Setting Ansatz sind danach auf Lebensbereiche, auf die Schauplätze des Zusammenlebens ausgerichtet, in denen Menschen die meiste Zeit verbringen und die durch ihre Struktur die Gesundheit von Menschen am meisten beeinflussen.5 Der Fokus des Setting-Ansatzes liegt auf den Rahmenbedingungen unter denen Menschen leben, lernen, arbeiten und konsumieren. Maßnahmen und Interventionen richten sich damit nicht allein an homogene Zielgruppen wie zum Beispiel alte Menschen, Kinder oder Jugendliche und ihre spezifischen (Gesundheits-) Probleme, vielmehr wirken sie auf die jeweiligen Lebensräume/ Settings in denen unterschiedliche soziale Gruppen leben können.

[...]


1 Vgl. http://www.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=Suche&SEARCHTYPE=topic&query= zivilsationskrankheiten, Stand 02.06.2004

2 Hurrelmann / Franzkowiak 2003, S. 53

3 Kaba-Schönstein 2003, S. 73

4 Vgl. Grossmann / Scala, 1999

5 Vgl. WHO, 1997


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