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Moderation als Gesprächs-Führungsinstrument

Seminararbeit, 2003, 14 Seiten
Autor: Diplom-Kaufmann Uwe Plesch
Fach: Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft

Details

Veranstaltung: Kommunikation
Institution/Hochschule: Fachhochschule Osnabrück
Tags: Moderation, Gesprächs-Führungsinstrument, Kommunikation
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 14
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 5  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V33939
ISBN (E-Book): 978-3-638-34284-1

Dateigröße: 458 KB
Anmerkungen :
Diese Hausarbeit entstand im ersten Semester und diente der erstmaligen Auseinandersetzung mit dem wissenschaftlichen Arbeiten.



Textauszug (computergeneriert)

Moderation als Gesprächs-Führungsinstrument

von: Uwe Plesch

 


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung:
Leiten oder moderieren? 3

2. Das Instrument der Moderation 4

2.1 Was ist Moderation? 4
2.2 Grundprinzipien der Moderation 4
2.3 Unterschiede zwischen Leiten und Moderieren 6
2.4 Führungsaufgabe Moderation 7

3. Die Rolle des Moderators 8

4. Ziel- und Problemorientierung 10

4.1 Ziel- und Problemfindung 10
4.2 Vier Fragen der Zielfindung 11
4.3 Konsens der Zielfindung 12

5. Fazit 13

Literaturverzeichnis 14
 


 

1. Problemstellung:

Leiten oder moderieren?

Besprechungen sind ein fester Bestandteil im Arbeitsleben. Die Leitung dieser Sitzungen erfolgt in der Regel mit einer Gesprächsleitung. Dabei übernehmen Personen aus der Führungsebene diese Rolle der Leitung. In der methodischen Entwicklung findet jedoch eine Alternative zur Leitung immer größeren Anklang: die Anwendung der Moderation als ein Instrument zur Gesprächsführung. Diese Methode ist auch Thema der vorliegenden Seminararbeit. Die tägliche Bandbreite der Besprechungen reicht von Mitarbeiterbesprechungen bis hin zu strategischen Planungen. In diesen Sitzungen werden zukunftsweisende Entscheidungen für das Unternehmen und seine Mitarbeiter getroffen. Die Gesprächsleitung übernimmt dabei eine Doppelfunktion. Sie zeigt sich für das organisatorische und strukturelle verantwortlich und beteiligt sich daneben aktiv an der inhaltlichen Thematik. Das Bild dieser Sitzungen ist geprägt von endlosen Diskussionen, wenig Mitspracherecht oder Streitereien. Viele Nebensächlichkeiten stören die Konzentration auf das Wesentliche. Das am Ende erreichte Resultat spiegelt diesen Verlauf wieder. Ergebnisse sind oft nur Kompromisse womit keiner wirklich zufrieden ist. Betrachtet man die Ursachen für diese Uneffizienz, kann die Gesprächsleitung in ihrer Doppelfunktion an die oberste Stelle gesetzt werden. Zu sehr ist sie inhaltlich beteiligt und dadurch geht die Aufmerksamkeit auf den Prozess verloren.

Was hat dagegen die Moderation im Vergleich zur Gesprächsleitung für Möglichkeiten? Wo liegen Unterschiede in den Methoden? Thematisch soll neben der Grundfunktion im weiteren Verlauf dieser Seminararbeit auf diese Fragen eingegangen werden. Dazu erfolgt weiter ein Blick auf die Rolle des Moderators sowie eine Betrachtung auf die Ziel- und Problemorientierung innerhalb der Moderation.

2. Das Instrument der Moderation

2.1 Was ist eine Moderation?

Der Begriff „Moderator“ wird häufig mit dem Leiter einer Hörfunk- bzw. Fernsehsendung in Verbindung gebracht. Diese Person strukturiert Gespräche, hinterfragt oder motiviert. Diese Form des Eingreifens in die Gesprächsführung geschieht oftmals unauffällig. Der Moderator ist also für das Geschehen maßgebend. Übersetzt man den Begriff aus seiner lateinischen Herkunft „moderare“, so bedeutet dies „mäßigen“. Eine Moderation soll mäßigen, d. h. sie soll bescheiden, nicht machtvoll, agieren. Sie soll einen Prozess steuern und überwachen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Geschichtlich geht die Methode der Moderation in die 60er und 70er Jahre zurück. Im Laufe der Zeit hat die Moderation, nicht nur in der Arbeitswelt, immer stärker an Bedeutung dazu gewonnen. Eine Weiterentwicklung fand über die Jahre kontinuierlich statt. Heute stellt die Moderation ein effektives Instrument zur Gesprächsführung dar. Eine steigende Anwendung ist vor allem im Arbeitsalltag aufzuzeigen1.

2.2 Grundprinzipien der Moderation

Um das Instrument der Moderation erfolgreich in der Praxis anzuwenden, bedarf es verschiedener Grundprinzipien. Diese bilden sowohl für den Moderator als auch für die Moderierten ein Fundament, auf dem der weitere Prozess aufgebaut wird. Am Ende soll dieses zu einem erfolgreichen Ergebnis führen2. Die Gleichberechtigung aller Teilnehmer steht an erster Stelle. Es findet prinzipiell keine Bevorzugung oder Benachteiligung von Personen statt. Damit haben alle Teilnehmer dieselben Möglichkeiten, sich inhaltlich einzubringen. Somit ist es möglich Minderheiten in der Gruppe zu unterstützen und ihnen ermöglichen sich aktiv und gleichberechtigt an dem Arbeitsprozess zu beteiligen. In klassischen Führungsmodellen wird diesem Aspekt nur wenig Beachtung geschenkt3. Die Neutralität des Moderators im Moderationsprozess verstärkt diese Gleichberechtigung. Für die moderierende Person gibt es in den Aussagen kein „richtig“ oder „falsch“. Es erfolgt keine Bewertung der Beiträge. Die inhaltliche Debatte wird allein von den teilnehmenden Personen geführt. Dieses ermöglicht auch den Einsatz eines Moderators ohne spezifische Fachkenntnisse4. Dieses Grundprinzip besitzt den zusätzlichen Vorteil, das eine Moderation auch extern erfolgen kann. Sperling und Wasseveld fassen diese Bedingung der Neutralität wie folgt zusammen: „Moderieren bedeutet den Prozess zu fördern und nicht inhaltlich zu lösen.“5

[...]


1 Vgl. Hartmann, Martin u. a.: Gekonnt moderieren. Teamsitzungen, Besprechung und Meeting: zielgerichtet und ergebnisorientiert. Weinheim. Beltz Verlag, 2000. S. 12.

2 Vgl. Lehmann, Günter: Gestalten kommunikativer Situationen. Grundlagen der Kommunikation – Die Moderation. Band 2. Frankfurt am Main. Verlag Peter Lang, 1998. S. 115 f.

3 Vgl. Hartmann, Martin u. a.: a. a. O., S. 23 ff.

4 Vgl. Hartmann, Martin u. a.: a. a. O., S. 25 f.

5 Sperling, Jan u. Wasseveld, Jacqueline: Führungsaufgabe Moderation. Besprechungen, Teams und Projekte kompetent managen. Planegg. 3. überarbeitete Auflage. WRS-Verlag, 1998. S. 17. Abb. 2.1: „Wie wir verankern“ aus Sperling, Jan u. Wasseveld, Jacqueline. 1998. S. 93.


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