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Selbstgesteuertes Lernen: Ein Unterrichtsbeispiel im Mathematikunterricht

Unterrichtsentwurf,  2004, 38 Seiten
Preis: 12,99 EUR (E-Book), 17,99 EUR (Buch)
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Details zum Text

Beschreibung

Veranstaltung:
Selbstgesteuertes Lernen
Institution / Hochschule:
Autor:
Archivnummer:
V34085
ISBN (E-Book):
978-3-638-34402-9
ISBN (Buch):
978-3-638-65035-9
DOI:
10.3239/9783638344029
Dateigröße:
842 KB

Kategorie:
Unterrichtsentwurf
Jahr:
2004
Seiten:
38
Bibliografie:
~ 19   Einträge
Note:
Sehr gut (1,0)
Sprache:
Deutsch

Schlagworte:

Zusammenfassung / Abstract

Oft schaut man auf die eigene Schulzeit zurück und findet dort positive aber auch negative Dinge. So ärgert man sich zum Beispiel über den Lehrer, der langweilig unterrichtet hat und man deshalb kein Interesse am Unterrichtsstoff hatte, oder man erinnert sich wiederum an Unterrichtsfächer, die Spaß gemacht haben. Im Laufe meines Studiums sind mir viele solcher Gedanken gekommen. Ein wesentlicher Gedanke, vor allem zu Beginn meines Studiums, war der des selbständigen Lernens. Mir ist aufgefallen, dass ich kaum Strategien und Methoden kannte, um mir bestimmte Studieninhalte anzueignen. Das Seminar „Selbstgesteuertes Lernen“, innerhalb meiner Lehrerausbildung, füllte diese Lücke. Ein weiterer Grund, sich mit dem Thema „selbstgesteuertes Lernen“ zu beschäftigen sind die sich schnell verändernden beruflichen Qualifikationsanforderungen, die Selbständigkeit und lebenslanges Lernen beinhalten. Wenn den Schülern schon in der Schule vermittelt wird, wie sie selbständiger Lernen und welche Strategien sie dabei anwenden können, erleichtert es ihnen das zukünftige Lernen sowohl motivational, als auch prozessual. [...] Das Seminar „Selbstgesteuertes Lernen“ zeigte mir, wie Strategien, die den Lernerfolg verbessern können, in den Unterricht sinnvoll zu integrieren sind, wobei deren Erfolg durch viele empirische Untersuchungen bestätigt wurde. Unsere Seminaraufgabe war es, ein Unterrichtskonzept innerhalb eines selbst gewählten Unterrichtsfaches vorzustellen, in dem den Schülern Strategien zum „Selbstgesteuerten Lernen“ vermittelt werden soll. Dieses Konzept, bei dem noch drei weitere Kommilitonen mitgewirkt haben, werde ich in dieser Hauptseminarsarbeit vorstellen. Es soll die Möglichkeit aufzeigen, dass man den laufenden Unterrichtsstoff einer 7./8. Klasse mit der Vermittlung von Lernstrategien verbinden kann. Als erstes erfolgt ein Versuch der Begriffsbestimmung des Selbstgesteuerten Lernens, gefolgt von der Begriffsbestimmung der Lernstrategie und den verwendeten Lernstrategien. Damit sind die Vorraussetzungen geschaffen, um unser Unterrichtskonzept im Fach Mathematik mit dem Thema „Umgang mit Körpern“ vorzustellen. Zuvor werde ich einen Überblick und die Rahmenbedingungen für die Unterrichtseinheiten erläutern. Nachdem ich das Unterrichtskonzept näher beschrieben habe, werden im Fazit mögliche Probleme und eine Gesamteinschätzung des Unterrichtskonzeptes diskutiert.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Potsdam
Seminar: „Selbstgesteuertes Lernen bei Schülern“
9.Semester

Selbstgesteuertes Lernen. Ein Unterrichtsbeispiel
im Mathematikunterricht

von: Jens Schütz

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung Seite: 2

2. Zum Begriff des Selbstgesteuerten Lernens Seite: 4

3. Zum Begriff der Lernstrategie Seite: 7

4. Zu den verwendeten Lernstrategien Seite: 8

4.1 Kognitive Strategien Seite: 10

4.1.1 Memorierstrategien Seite: 10
4.1.2 Elaborationsstrategie Seite: 11
4.1.3 Transformationsstrategie Seite: 12

4.2 Metakognitive Strategien Seite: 12
4.3 Ressourcenmanagement Seite: 14

5. Unterrichtskonzept zum Selbstgesteuerten Lernen im Fach Mathematik Seite: 16

5.1 Überblick und Rahmenbedingungen der Unterrichtseinheiten Seite: 16
5.2 Das Unterrichtskonzept Seite: 18

5.2.1 1. Unterrichtsstunde Seite: 18
5.2.2 2./3. Unterrichtsstunde Seite: 21
5.2.3 4./5. Unterrichtsstunde Seite: 28
5.2.4 6. / 7. Unterrichtsstunde Seite: 30
5.2.5 8./9. Unterrichtsstunde Seite: 35

6. Fazit Seite: 36

7. Literaturverzeichnis Seite: 37


1. Einleitung

Oft schaut man auf die eigene Schulzeit zurück und findet dort positive aber auch negative Dinge. So ärgert man sich zum Beispiel über den Lehrer, der langweilig unterrichtet hat und man deshalb kein Interesse am Unterrichtsstoff hatte, oder man erinnert sich wiederum an Unterrichtsfächer, die Spaß gemacht haben. Im Laufe meines Studiums sind mir viele solcher Gedanken gekommen. Ein wesentlicher Gedanke, vor allem zu Beginn meines Studiums, war der des selbständigen Lernens. Mir ist aufgefallen, dass ich kaum Strategien und Methoden kannte, um mir bestimmte Studieninhalte anzueignen. Das Seminar „Selbstgesteuertes Lernen“, innerhalb meiner Lehrerausbildung, füllte diese Lücke. Ein weiterer Grund, sich mit dem Thema „selbstgesteuertes Lernen“ zu beschäftigen sind die sich schnell verändernden beruflichen Qualifikationsanforderungen, die Selbständigkeit und lebenslanges Lernen beinhalten. Wenn den Schülern schon in der Schule vermittelt wird, wie sie selbständiger Lernen und welche Strategien sie dabei anwenden können, erleichtert es ihnen das zukünftige Lernen sowohl motivational, als auch prozessual.

Selbst im Rahmenplan Mathematik der Sekundarstufe I des Landes Brandenburg wird unter anderem die Fähigkeit zum selbständigen Lernen in der Persönlichkeitsbildung mit eingeschlossen und ist somit ein wichtiger Bestandteil in der Unterrichtsplanung. Weiterhin sollen dem Schüler Sach-, Methoden-, Sozial- und personale Kompetenz vermittelt werden. So können zum Beispiel fachunabhängig: Lesefähigkeit, Aneignen, Verarbeiten und Präsentieren von Informationen/Erfahrungen, Organisation des eigenen Lernens, Arbeitens, Übens, Leistens und Gesprächsführung und Kommunikation zur Methodenkompetenz beitragen (MBJS Land Brandenburg, 2002, S.9-10). Vor allem in den Praktika, die ich innerhalb meines Studiums zu absolvieren hatte, suchte ich vergeblich nach Unterrichtsmethoden der Lehrer, die den Schülern diese Kompetenzen vermittelten.

Das Seminar „Selbstgesteuertes Lernen“ zeigte mir wie Strategien, die den Lernerfolg verbessern können, in den Unterricht sinnvoll zu integrieren sind, wobei deren Erfolg durch viele empirische Untersuchungen bestätigt wurde. Unsere Seminaraufgabe war es, ein Unterrichtskonzept innerhalb eines selbst gewählten Unterrichtsfaches vorzustellen, in dem den Schülern Strategien zum „Selbstgesteuerten Lernen“ vermittelt werden soll. Dieses Konzept, bei dem noch drei weitere Kommilitonen mitgewirkt haben, werde ich in dieser Hauptseminarsarbeit vorstellen. Es soll die Möglichkeit aufzeigen, dass man den laufenden Unterrichtsstoff einer 7./8. Klasse mit der Vermittlung von Lernstrategien verbinden kann.
Als erstes erfolgt ein Versuch der Begriffsbestimmung des Selbstgesteuerten Lernens, gefolgt von der Begriffsbestimmung der Lernstrategie und den verwendeten Lernstrategien. Damit sind die Vorraussetzungen geschaffen, um unser Unterrichtskonzept im Fach Mathematik mit dem Thema „Umgang mit Körpern“ vorzustellen. Zuvor werde ich einen Überblick und die Rahmenbedingungen für die Unterrichtseinheiten erläutern. Nachdem ich das Unterrichtskonzept näher beschrieben habe, werden im Fazit mögliche Probleme und eine Gesamteinschätzung des Unterrichtskonzeptes diskutiert.

2. Zum Begriff des Selbstgesteuerten Lernens

Bei meiner Recherche nach einer Definition für das Selbstgesteuerte Lernen ist mir aufgefallen, dass in der Literatur unterschiedliche Definitionen und Auffassungen für den Begriff „Selbstgesteuertes Lernen“ existieren. Eine einheitliche Definition gibt es nicht. So beschreibt Weinert treffend, dass „…zwar alle vom gleichen zu reden glauben, jeder aber etwas anderes darunter versteht“ (Weinert 1982, S.99). Die unterschiedlichen Positionen sind „…Hinweise auf verschiedene Phänomene, Theorien und/oder Ideologien, die lediglich mit dem gleichen Wort bezeichnet werden“ (Weinert 1982, S.102). Auch Deitering bemerkt ähnliches, findet aber Gemeinsamkeiten in den unterschiedlichen Ansätzen: „Der lernende Mensch steht im Mittelpunkt; er ist Initiator und Organisator seines eigenen Lernprozesses. Die Zielvorstellungen der Förderung von Selbstbestimmung, Selbsttätigkeit und Selbstverantwortung im Lernprozess ist in vielen Ansätzen zu finden“ (Deitering 1995, S. 11). Deitering hält sich an die Umschreibung des Begriffes von Neber: „Selbstgesteuertes Lernen ist eine Idealvorstellung, die verstärkte Selbstbestimmung hinsichtlich der Lernziele, der Zeit, des Ortes, der Lerninhalte, der Lernmethoden und Lernpartner sowie vermehrter Selbstbewertung des Lernerfolgs beinhaltet“ (Neber 1978, S.22).
Die folgenden ausgewählten Definitionen für selbstgesteuertes Lernen spiegeln die Vielfalt der unterschiedlichen Definitionen für selbstgesteuertes Lernen wieder.
Schiefele und Pekrum schlagen folgende Definition für selbstreguliertes Lernen vor: „Selbstreguliertes Lernen ist eine Form des Lernens, bei der die Person in Abhängigkeit von der Art ihrer Lernmotivation selbstbestimmt eine oder mehrere Selbststeuerungsmaßnahmen (kognitiver, metakognitiver, volitionaler oder verhaltensmäßiger Art) ergreift und den Fortgang des Lernprozesses selbst überwacht“ (Schiefele, Pekrum 1996, S.258).

Weinert definiert selbstgesteuertes Lernen als eine Lernform, bei der „ … der Handelnde die wesentlichen Entscheidungen, ob, was, wann und worauf er lernt, gravierend und folgenreich beeinflussen kann“ (Weinert 1982, S.102). Für Knowles ist selbstgesteuertes Lernen ein Prozess, bei dem „… der Lerner – mit oder ohne Hilfe anderer – initiativ wird, um seine Lernbedürfnisse festzustellen, seine Lernziele zu formulieren, menschliche und dingliche Ressourcen für das Lernen zu identifizieren, angemessene Lernstrategien zu wählen und zu realisieren und um die Lernergebnisse zu evaluieren“ (Knowles 1980, S.18; übersetzt durch den Autor.
In „Dorsch psychologisches Wörterbuch“ findet man folgende Definition: „… beim selbstgesteuerten Lernen bestimmt das Individuum sein Handeln eigenständig unter Verzicht auf Fremdsteuerung“ (Häcker 1998, S. 776). Die unterschiedlichen Bezeichnungen, die unter den Begriff selbstgesteuertes Lernen fallen, zeigt Schreiber, indem sie eine auszugsweise Auflistung der synonym verwendeten Begriffe im deutschen, sowie im englischen gibt, z.B.:

[...]

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