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Hausarbeit, 2005, 32 Seiten
Autor: Hagen Zywicki
Fach: Pflegemanagement / Sozialmanagement
Details
Institution/Hochschule: Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel; Standort Wolfenbüttel
Tags: Mitarbeitergespräch, Führungsinstrument, Personalmanagement
Jahr: 2005
Seiten: 32
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 26 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-34544-6
ISBN (Buch): 978-3-638-65267-4
Dateigröße: 249 KB
Die Arbeit gibt einen guten Überblick über die grundlegenden Inhalte und Funktionen von Mitarbeitergesprächen. Die Frage, wie zielorientiertes Führen in Organisationen entwickelt werden kann, wird geklärt. Schwerpunkt der Arbeit ist darüberhinaus die Bedeutung und Entwicklung von Zielvereinbarungen in Organisationen
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Zusammenfassung / Abstract
Organisationen der Sozialwirtschaft sind durch teilweise tiefgreifende Veränderungen ihrer finanzwirtschaftlichen Überlebensbedingungen mehr und mehr mit steigendem Wettbewerbsdruck und dynamischen Umweltveränderungen konfrontiert. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, eigene Ressourcen zu optimieren und mehr Schnelligkeit und Flexibilität im Hinblick auf Marktorientierung zu erreichen. Die Entwicklung und Kommunikation von Organisationszielen werden zunehmend wichtigere Handlungsfelder für Sozialmanager. Die Weiterentwicklung bürokratisch und tayloristisch geprägter Organisationsstrukturen durch z.B. neue Steuerungsmodelle erfordert zumehmend mehr soziale Kompetenz als notwendige Eigenschaft von Führungskräften. Führung ohne Kommunikation zwischen Vorgesetzten und ihren Mitarbeitern ist in Organisationen nicht denkbar. Wichtige Grundsatzfragen wie Arbeitsziele, Fragen der Zusammenarbeit, Wünsche und Ziele der Mitarbeiter sind für eine Alltagskommunikation „zwischen Tür und Angel“ ungeeignet. Strukturierte Mitarbeitergespräche bieten einen Rahmen, diese Themen abgekoppelt von der alltäglichen Arbeitsituation zu besprechen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich in ihrem ersten Teil mit den grundlegenden Inhalten und Funktionen von Mitarbeitergesprächen. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich der Frage, wie zielorientiertes Führen in Organisationen entwickelt werden kann.
Textauszug (computergeneriert)
Das Mitarbeitergespräch –
ein zielorientiertes Führungsinstrument
von: Hagen Zywicki
1 EINLEITUNG 2
2 DAS MITARBEITERGESPRÄCH 3
2.1 WAS IST EIN MITARBEITERGESPRÄCH? 3
2.2 ABGRENZUNG VON ANDEREN PERSONALGESPRÄCHEN 4
2.3 INHALTE DES MITARBEITERGESPRÄCHS 6
2.3.1 Interaktion und Feedback 6
2.3.2 Potentialermittlung und -förderung 7
2.3.3 Zielfindung und Zielvereinbarung 7
2.4 NUTZEN DES ZIELORIENTIERTEN MITARBEITERGESPRÄCHS 8
2.5 KULTUR DER MITARBEITERGESPRÄCHE 11
3 FÜHRUNG DURCH ZIELVEREINBARUNGEN 13
3.1 ZIELE 14
3.2 ZIELE IN UNTERNEHMEN 16
3.3 GRUNDLAGEN DER ENTWICKLUNG VON ZIELEN IN ORGANISATIONEN 18
3.4 PROZESS DER ZIELENTWICKLUNG IN ORGANISATIONEN 19
4 DAS ZIELVEREINBARUNGSGESPRÄCH 22
4.1 GRUNDLAGEN 22
4.2 WENN ZIELE VERÄNDERT WERDEN MÜSSEN 24
4.3 ZIELE BEI UNTERSCHIEDLICHEN MITARBEITERTYPEN 25
5 FAZIT 27
6 LITERATURVERZEICHNIS 29
1 Einleitung
„Als wir das Ziel aus den Augen verloren, verdoppelten wir die Anstrengungen“ (Mark Twain) Organisationen der Sozialwirtschaft sind durch teilweise tiefgreifende Veränderungen ihrer finanzwirtschaftlichen Überlebensbedingungen mehr und mehr mit steigendem Wettbewerbsdruck und dynamischen Umweltveränderungen konfrontiert. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, eigene Ressourcen zu optimieren und mehr Schnelligkeit und Flexibilität im Hinblick auf Marktorientierung zu erreichen. Die Entwicklung und Kommunikation von Organisationszielen werden zunehmend wichtigere Handlungsfelder für Sozialmanager.1
Die Weiterentwicklung bürokratisch und tayloristisch geprägter Organisationsstrukturen durch z.B. neue Steuerungsmodelle erfordert zumehmend mehr soziale Kompetenz als notwendige Eigenschaft von Führungskräften. Führung ohne Kommunikation zwischen Vorgesetzten und ihren Mitarbeitern ist in Organisationen nicht denkbar. Wichtige Grundsatzfragen wie Arbeitsziele, Fragen der Zusammenarbeit, Wünsche und Ziele der Mitarbeiter sind für eine Alltagskommunikation „zwischen Tür und Angel“ ungeeignet. Strukturierte Mitarbeitergespräche bieten einen Rahmen, diese Themen abgekoppelt von der alltäglichen Arbeitsituation zu besprechen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich in ihrem ersten Teil mit den grundlegenden Inhalten und Funktionen von Mitarbeitergesprächen. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich der Frage, wie zielorientiertes Führen in Organisationen entwickelt werden kann. Ein tiefer gehendes Eingehen auf Kommunikation, Gesprächstechniken und Führungsstile ist im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich und kann thematisch nur gestreift werden. Auch die Bedeutung einer intensiven Vorbereitung und eines verbindlichen Leitfadens für Mitarbeitergespräche sprengte den Rahmen dieser Hausarbeit. Der letzte Teil der Arbeit bricht die gewonnenen Erkenntnisse auf die operative Ebene des direkten Zielvereinbarungsgesprächs zwischen Führungskraft und Mitarbeiter herunter und beschreibt grundlegende Probleme der direkten zielorientierten Mitarbeiterführung und versucht Problemlösungen aufzuzeigen.
2 Das Mitarbeitergespräch
Das Mitarbeitergespräch gewinnt in Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Als Führungsinstrument hat es eine wichtige Funktion für eine positive, erfolgreiche Unternehmens- und Organisationsentwicklung eingenommen. Gespräche zwischen Vorgesetztem und nachgeordnetem Mitarbeiter über die unternehmensstrategische und persönliche Entwicklung, über das Erreichen von Zielen und Ergebnissen, die Arbeitsatmosphäre und die Zusammenarbeit werden zum festen Bestandteil von Führungsaufgaben.2
2.1 Was ist ein Mitarbeitergespräch?
Zu den Themen Kommunikation und Führung gibt es eine nahezu unüberschaubare Menge von Literatur. Unter dem Ausdruck Mitarbeitergespräch verbergen sich unterschiedliche Begriffe und Vorstellungen zur Gestaltung dieser Gespräche. Eine einheitliche Definition des Begriffes ist nicht vorhanden. Die Gesprächsinhalte sind jedoch trotz unterschiedlicher Bezeichnung vergleichbar. Nach Mentzel3 zählen zum Mitarbeitergespräch alle Gespräche zwischen Vorgesetzten und ihren Mitarbeitern, die über die routinemäßige Alltagskommunikation hinausgehen. Mit dem Begriff Mitarbeitergespräch wird die hierarchische Distanz, die zwischen den Gesprächspartnern besteht nicht verschleiert. Sie ist ein Charakteristikum eines Mitarbeitergesprächs, die es von den meisten anderen Gesprächsformen abhebt.4 Mitarbeitergespräch heißt es auch, weil es zwischen Angehörigen derselben leistungsorientierten Organisation geführt wird. Diese Organisationen können nur dann ihr Leistungspotential voll ausschöpfen, wenn Zusammenarbeit nicht nur horizontal sondern auch vertikal praktiziert wird. Das Mitarbeitergespräch wird oft auch als Beratungs- und Fördergespräch oder Personalentwicklungsgespräch bezeichnet, dient der beruflichen Weiterentwicklung des Mitarbeiters und soll die Arbeitszufriedenheit steigern. Im Allgemeinen besteht das Mitarbeitergespräch aus den Einzelelementen Beratung, Zielvereinbarung und Förderung.5 Von der vorstehenden Definition abweichend wird im Rahmen dieser Hausarbeit der Begriff Mitarbeitergespräch in einem engeren Rahmen verstanden. Gemeint sind ganz bestimmte, in festem, meist jährlichen Turnus stattfindende Gespräche, auch Jahresmitarbeitergespräche genannt. Im Weiteren wird der Begriff Mitarbeitergespräch in diesem Kontext verwendet.
2.2 Abgrenzung von anderen Personalgesprächen
Regelmäßig stattfindende Mitarbeitergespräche sollten von Gesprächen, die der Lohn- und Gehaltsfindung dienen klar abgegrenzt werden, da sonst der Entwicklungsaspekt schnell zu einer Nebensache werden kann. Es handelt sich beim Mitarbeitergespräch auch nicht um ein Beurteilungsgespräch, wie es in öffentlichen Verwaltungen üblich ist. „Es geht nicht um das Mahnen, sondern um eine Beratung, bei der der Vorgesetzte – frei von Statusallüren - als Coach agieren soll.“6
Das Mitarbeitergespräch dient von seiner grundsätzlichen Funktion nicht der Bearbeitung von tieferen Konflikten, sondern zur Reflektion der Arbeit, zur gemeinsamen Entwicklung von Zielvereinbarungen und zur Kommunikationsverbesserung. Ungelöste private oder dienstliche Konflikte sollten vor der Durchführung des Mitarbeitergesprächs behandelt und wenn möglich ausgeräumt werden.7 Es sollte auch nicht benutzt werden, um ein bestimmtes grobes Fehlverhalten eines Mitarbeiters zu kritisieren. Das Mitarbeitergespräch ist ein Instrument der Personalentwicklung, das von einem positiven Menschen- bzw. Mitarbeiterbild ausgeht.
[...]
1 Um der besseren Lesbarkeit Willens wird in dieser Arbeit überwiegend die männliche Form gewählt. Es sind aber jeweils sowohl männliche, als auch weibliche Personen gemeint.
2 Hofbauer, S. 2
3 Vgl. Mentzel, S. 13
4 Vgl. Neuberger, S. 5
5 Vgl.Bayrisches Staatsministerium, S. 27
6 Patland, S. 90
7 Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Hannover, Leitfaden, S. 5
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