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Scholary Paper (Seminar), 2004, 19 Pages
Author: Kristina Beisel
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Tags: Corporate, Governance, Definition, Aspekte, Frage, Nutzen, Corporate, Governance
Year: 2004
Pages: 19
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 20 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-34549-1
ISBN (Book): 978-3-638-74917-6
File size: 250 KB
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Abstract
Seit jeher diskutieren Aktionäre, Manager, Wissenschaftler und Politiker über die Streitfrage, wie ein Unternehmen richtig zu führen und zu kontrollieren sei. Unerlässlich für die Klärung dieser Corporate Governance-Debatte ist die genaue Kenntnis der theoretischen Fundierung, mit der sich die vorliegende Arbeit beschäftigt. Zunächst wird geklärt, was sich hinter dem Begriff „Corporate Governance“ verbirgt und warum wir Corporate Governance in einem marktwirtschaftlichen System überhaupt brauchen. Neben der Beantwortung der Frage, was Corporate Governance ist, wird analysiert, inwieweit ihre Sinnhaftigkeit bzw. Daseinsberechtigung von der Definition der Unternehmung und den Charakteristika der Vertragswelt abhängt. Aufbauend auf den daraus gewonnen Erkenntnissen wird schließlich gezeigt, wie sich die Frage, welcher Akteur bzw. welche Akteursgruppe die Unternehmung kontrollieren soll, klären lässt, und wo die Grenzen der Generalisierbarkeit liegen.
Excerpt (computer-generated)
Corporate Governance
von: Kristina Beisel
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG 1
1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG 1
2. Der theoretische Bezugsrahmen 3
3. Begriffliche Abgrenzungen 3
3.1 WAS IST CORPORATE GOVERNANCE? 3
3.2 WAS IST EINE UNTERNEHMUNG? 4
4. Warum braucht eine Unternehmung ein Governance-System? 5
5. Corporate Governance und ökonomische Effizienz 6
5.1 ALLGEMEINE AGENTURPROBLEME 7
5.2 DAS KONTROLLPROBLEM DER UNTERNEHMUNG 10
6. Schlussbetrachtung und Kritik 13
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Die geglückte Übernahme des Mannesmann-Konzerns durch Vodafon, die geplatzte Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank, die Aufdeckung zahlreicher Unternehmensskandale (z.B. Enron, Worldcom und Tyco in den USA), die steigende Einflussnahme institutioneller Investoren, die Diskussion über transparentere Vergütungssysteme für Top-Manager und verbindliche Regelwerke für Unternehmen - all das sind junge Beispiele dafür, weshalb die Corporate Governance-Debatte, wie ein Unternehmen richtig zu führen und zu kontrollieren sei, aktueller kaum sein kann. Unerlässlich für die Klärung dieser Debatte ist die genaue Kenntnis der theoretischen Fundierung, mit der sich Luigi Zingales in seinem Paper „Corporate Governance“ (1997) beschäftigt hat. Der Autor, dessen Überlegungen der vorliegenden Arbeit als Bezugspunkt dienen, versucht zunächst zu klären, was sich hinter dem Begriff „Corporate Governance“ verbirgt und warum wir Corporate Governance in einem marktwirtschaftlichen System überhaupt brauchen. Neben der Beantwortung der Frage, was Corporate Governance ist, analysiert Zingales, inwieweit ihre Sinnhaftigkeit bzw. Daseinsberechtigung von der Definition der Unternehmung und den Charakteristika der Vertragswelt abhängt. Aufbauend auf den daraus gewonnen Erkenntnissen zeigt der Autor schließlich, wie sich die Streitfrage, welcher Akteur bzw. welche Akteursgruppe die Unternehmung kontrollieren soll, klären lässt und wo die Grenzen der Generalisierbarkeit liegen.
1.2 Gang der Untersuchung
Um Zingales’ Analyse nachzuvollziehen, wurde für diese Arbeit der folgende Aufbau gewählt, den Abbildung 1 anschaulich darstellt: Kapitel 2 stellt zunächst einen theoretischen Bezugsrahmen her, innerhalb dessen Corporate Governance- Diskussionen geführt werden. In Kapitel 3 wird der Begriff „Corporate Governance“ definiert und aufgezeigt, welches Konzept der Unternehmung mit diesem in engem Zusammenhang steht. Das vierte Kapitel enthält Erklärungsansätze, weshalb Corporate Governance-Systeme (CGS) in Marktwirtschaften überhaupt notwendig sind, bevor Kapitel 5 auf das Agentur- und Kontrollproblem der Unternehmung eingeht und Bedingungen nennt, die an ein Corporate Governance-System gestellt werden müssen, um die angesprochenen Schwierigkeiten zu meistern. Kapitel 6 setzt sich schließlich kritisch mit Zingales’ Theorieansatz auseinander und gibt Hinweise auf künftige n Forschungsbedarf.
Abb. 1: Zinagles’ Argumentationsaufbau, eigene Darstellung [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2. Der theoretische Bezugsrahmen
Die theoretischen Säulen der Corporate Governance bilden Elemente der Prinzipal- Agenten-Theorie, der Transaktionskostentheorie und der Theorie der Verfügungsrechte, die allesamt der Disziplin „Neue Institutionenökonomik“ zuzuordnen sind. Als wichtigste Forschungsvertreter dieser Disziplin sind die Herren Berle, Means, Jensen, Meckling, Coase und Williamson zu nennen, die mit ihren Arbeiten wertvolle Beiträge in Bezug auf die Erklärung von unterschiedlichen Vertragsgestaltungen, Organisationsformen und Eigentumsstrukturen gegeben haben.
3. Begriffliche Abgrenzungen
3.1 Was ist Corporate Governance?
„Corporate Governance is the governance of a corporation“ - diese Definition klingt einleuchtend und simpel, wird aber der Tatsache nicht gerecht, dass sich hinter dem Begriff ein breites Spektrum von Konzepten und Vorstellungen zur Unternehmensführung und -kontrolle verbirgt. Aus diesem Grunde konnte sich wohl auch eine deutsche Übersetzung, die sinngemäß in aller Kürze etwa „Leitungsstruktur eines Unternehmens“ (vgl. Witt 2002, S. 41) oder auch „Unternehmensverfassung“ (vgl. Seger 1997, S. 7 und Valcárcel 2002, S. 145) lautet, nicht durchsetzen, seit der Begriff Anfang der 90er Jahre hierzulande Erwähnung gefunden hat. Es werden bevorzugt englischsprachige Autoren zitiert, wie zum Beispiel Keasy, Thompson und Wright, die unter Corporate Governance Folgendes verstehen: „In its narrowest sense, the term may describe the formal system of accountability of senior management to the shareholders. At its most expansive the term is stretched to include the entire network of formal and informal relations involving the corporate sector and their consequences for society in general” (Keasy, Thompson und Wright 1997, S. 2).
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