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Referat (Ausarbeitung), 2005, 16 Seiten
Autor: Maike Wörsching
Fach: Pädagogik - Päd. Psychologie
Details
Tags: Ursachen, Schizophrenie
Jahr: 2005
Seiten: 16
Note: entfällt
Literaturverzeichnis: ~ 12 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-34792-1
Dateigröße: 252 KB
Ohne Benotung, mündliche Bewertung: sehr ausführlich
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Zusammenfassung / Abstract
Die Ursachen der Schizophrenie konnten zum derzeitigen Forschungsstand von der Wissenschaft noch nicht eindeutig geklärt werden. Man geht davon aus, dass nicht eine Ursache klar definiert werden kann. Es handelt sich vermutlich um ein Krankheitsbild mit multikausaler Ätiologie. Im Folgenden werden die wichtigsten Forschungsergebnisse dargestellt, um einen Überblick über die möglichen Ursachen dieser Erkrankung zu geben. Dabei werden genetische, neurophysiologische und neuroanatomische Ursachen angeführt. Ebenso spielen psychogene Faktoren und Umweltfaktoren eine große Rolle.
Textauszug (computergeneriert)
Die Ursachen der Schizophrenie
von: Maike Wörsching
4. Semester
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 1
2. Einordnung der Schizophrenie Seite 1
3. Ursachen Seite 3
3.1 Genetische Ursachen Seite 3
3.1.1 Zwillingsstudien Seite 4
3.1.2 Adoptionsstudien Seite 5
3.2 Neurophysiologische Ursachen Seite 6
3.2.1 Dopamin-Hypothese Seite 6
3.3 Neuroanatomische Ursachen Seite 7
3.4 Psychogene Faktoren Seite 8
3.5 Umweltfaktoren Seite 9
4. Beispiel Seite 10
5. Zusammenfassung der Ergebnisse Seite 11
6. Ausblick Seite 12
7. Literaturverzeichnis Seite 13
1. Einleitung
Die Ursachen der Schizophrenie konnten zum derzeitigen Forschungsstand von der Wissenschaft noch nicht eindeutig geklärt werden. Man geht davon aus, dass nicht eine Ursache klar definiert werden kann. Es handelt sich vermutlich um ein Krankheitsbild mit multikausaler Ätiologie. Im Folgenden werden die wichtigsten Forschungsergebnisse dargestellt, um einen Überblick über die möglichen Ursachen dieser Erkrankung zu geben. Dabei werden genetische, neurophysiologische und neuroanatomische Ursachen angeführt. Ebenso spielen psychogene Faktoren und Umweltfaktoren eine große Rolle.
2. Einordnung der Schizophrenie
Bei der Schizophrenie handelt es sich nicht um eine einheitliche Krankheit. Sowie die Manifestation, als auch der Krankheitsverlauf und die Symptome weisen von Patient zu Patient große Unterschiede auf. Dieser Sachverhalt erleichtert die Suche nach den Ursachen verständlicherweise nicht. Somit konnten bisher zwar Vermutungen bestätigt und Zusammenhänge entdeckt werden, zu einem eindeutigen Schluss über den oder die verursachenden Faktoren kam die Wissenschaft jedoch noch nicht. Die Wissenschaft konnte keinen monogenen Erbgang nachweisen, wie er bei vielen bekannten Erbkrankheiten, wie der zystischen Fibrose oder Chorea Huntington vorliegt. Bei diesen liegt ein rezessiver oder dominanter Erbgang vor. Die schizophrenen Erkrankungen dagegen werden der Gruppe der komplexen genetischen Erkrankungen zugeordnet. Dieser Gruppe gehören viele sehr verbreitete Krankheiten, wie Asthma bronchiale, Diabetes oder Bluthochdruck an. „Komplex“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man über genetische und molekulare Struktur der Krankheit nur sehr wenig weiß.
Die komplexen genetischen Erkrankungen grenzen sich gegenüber den Krankheiten mit monogenem Erbgang vor allem durch ihre Häufigkeit ab. Während diese nur bei 0,01% der Menschen vorkommen, finden sich komplexe genetische Erkrankungen bei 1% und mehr. Weiterhin finden sich hier quantitative Unterschiede des Phänotyps, also der äußeren Ausprägung und dem Erscheinungsbild der Krankheit. Dies kann daran liegen, dass mehrere Gene ihren Beitrag zu einer komplexen genetischen Erkrankung leisten. Handelt es sich hierbei um zwei Gene spricht man von einem olygogenen Erbgang, bei mehreren verursachenden Genen bezeichnet man ihn als polygen. Bemerkenswert ist hierbei, dass die Betroffenheit unterschiedlicher Gene zur selben Erkrankung führen kann, man spricht von genetischer Heterogenität. Sind zwei oder mehr Gene von der Krankheit betroffen, so erhöht sich zwar das Risiko einer Erkrankung, sie tritt allerdings nicht notwendigerweise ein. Erst verschiedene umweltbedingte Einflüsse können die Krankheit auslösen. Aus diesem Grund spricht man von einer „multifaktoriellen“ Ursache (vgl. Remschmidt u.a. 2004, S. 55; Gottesman 1993, S. 101). Im folgenden Modell einer komplexen Erkrankung wird angenommen, dass in der Bevölkerung Genvarianten bestehen, die je nach Kombination den Phänotyp Schizophrenie oder eine abgeschwächte Form, wie schizophreniforme Störungen oder Nichterkrankung ausprägen. Betrachtet man diese Besonderheiten einer komplexen Erkrankung wird verständlich, dass eine genetische Analyse sehr erschwert wird und man nicht unbedingt schnelle Erfolge durch Anwendung der Analysemethoden erwarten kann (vgl. Remschmidt u.a. 2004, S. 55).
3. Ursachen
Die Erkenntnis, dass Erkrankungen des schizophrenen Formenkreises genetische Gründe haben geht auf Emil Kraepelin zurück. Bereits um die Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert stellte er ein gehäuftes Vorkommen der Erkrankung im familiären Kreis fest und untermauerte seine Schlussfolgerungen durch Familienstudien. Es gab jedoch auch Verfechter der Meinung, das Auftreten der Schizophrenie sei ausschließlich von Umwelteinflüssen bestimmt. So entstand ein „nature vs. nurture“ -Konflikt. Heutzutage geht man von einer „nature and nurture“-Hypothese aus, die besagt, dass sich genetische Grundlagen und umweltbedingte Faktoren bei der Entstehung der schizophrenen Krankheiten gegenseitig bedingen. Jedoch ist noch nicht bestimmbar, wie hoch der jeweilige Beitrag ist oder auf welche Weise die Bereiche zusammenwirken (vgl. ebd. S. 53).
3.1 Genetische Ursachen
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