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Autor: Alexander von Fenner
Fach: Geschichte - Ausland
Details
Tags: Vergleich, Weltausstellungen, Paris
Jahr: 2004
Seiten: 19
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 9 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 181 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-34931-4
Textauszug (computergeneriert)
Heinrich-Heine-Universität
Germanistik/Geschichte
HS: Paris im19.Jahrhundert
8. Semester
Ein Vergleich der Weltausstellungen 1889 und 1900 in Paris
von: Alexander von Fenner
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 1
1. Grundzüge der Weltausstellungen 1889 und 1900
1.1. Die Weltausstellung 1889 2-4
1.2. Die Weltausstellung 1900 4-6
2. Die Weltausstellungen 1889 und 1900 im Vergleich
2.1. Unterschiede der Ausstellungen von 1889 und 1900 6-9
3. Politische Zusammenhänge
3.1. Deutschlands Teilnahmeboykott 1878 und 1900 9-11
3.2. Darstellung des Kolonialismus auf den Weltausstellungen 11-12
4. Probleme der Weltausstellungen
4.1. Industrielle Schwierigkeiten bei der Ausrichtung 12-13
4.2. Finanzielle Aspekte der Ausstellungen 14-15
Fazit 15-16
Literaturverzeichnis 17
Einleitung
Die Weltausstellungen im 19. Jahrhundert lösten die schon lange in Europa abgehaltenen Gewerbeausstellungen ab. Frankreich hatte durch die Weltausstellungen 1855, 1867, 1878 bereits eine große Erfahrung in der Ausrichtung dieser Ausstellungen. Dennoch ist es interessant die beiden Ausstellungen von 1889 und 1900 zu vergleichen, da sie aus unterschiedlichen Gründen große Erfolge waren. Dazu werden im ersten Teil der Arbeit Grundzüge und Unterschiede von 1889 und 1900 dargestellt. Mit dem historisch wichtigen Datum 1889 (dem hundertjährigen Jubiläum der Französischen Revolution) und der letzten Ausstellung des ausgehenden 19. Jahrhunderts sind den beiden Ausstellungen auch gleichzeitig zwei schwierige Themen zur Umsetzung gegeben worden. Im zweiten Teil der Arbeit wird dann auf politische Zusammenhänge und Probleme der Weltausstellungen eingegangen.
Als Sekundärliteratur zu dieser Arbeit wird das Buch „Die Geschichte der Weltausstellungen“ von Winfried Kretschmer den Stellenwert der Weltausstellungen hervorheben und einen Einblick über ihre Inhalte geben.1 Weiterhin wird durch Martin Wörners „Vergnügung und Belehrung“ Kapitel 3. der Arbeit unterstützt.2 Für Kapitel 2. der Arbeit hat ein Beitrag von Wolf Schön in Uwe Schultz „Das Fest“ zur Kritik verholfen.3 Außerdem wurden die Bücher von Evelyn Kroker, „Die Weltausstellungen im 19. Jahrhundert“4 und Thomas Kuchenbuchs „Die Welt um 1900“5 zur Unterstützung der Arbeit herangezogen. Im Kapitel 3.2. wird neben genannter Literatur auch Eckhardt Fuchs „Weltausstellungen im 19. Jahrhundert“ zitiert.6 Im letzten Kapitel der Arbeit wird ein kurzer Überblick über Gewinne und Verluste der Ausstellungen von Paris gegeben, deren Zahlen ebenfalls aus Winfried Kretschmers Buch stammen.
1. Grundzüge der Weltausstellungen 1889 und 1900
1.1. Die Weltausstellung 1889
Mit der Weltausstellung 1889 stand für Paris ein schwieriges und bedeutendes Jahr in der Ausrichtung einer Ausstellung an. Es galt das Jubiläum der französischen Revolution von 1789 gebührend zu feiern und gleichzeitig das Hauptaugenmerk auf die Ausstellung zu richten, um die europäischen Herrscherhäuser nicht mit der Erinnerung an 1789 zu brüskieren.7 Man entschied sich dazu an der traditionellen Verfahrensweise der drei vorangegangenen Ausstellungen festzuhalten und in dieser Weise die Weltausstellung vorzubereiten. Im Verlauf der Ausstellung stellte man aber fest, dass es einen Unterschied gab zwischen dem „offiziellen“ und „inoffiziellen“ Denken über den Bezug zum Jubiläum von 1789. Offiziell wurde alles was an dieses Jubiläum erinnerte von der Weltausstellung getrennt, aber inoffiziell gab es viele Anknüpfungspunkte. So wurde die Historie der Erstürmung auf die Bastille nachgespielt und mit Nachbauten inszeniert.8
Der Zweck für diese Handhabung war nationales Bewusstsein und Frankreichs historische Vorreiterrolle zu demonstrieren.9 Neben innovativer Technik und neuen Maschinen trat dieses Mal die Architektur in den Vordergrund. Insbesondere der neu erbaute Eiffelturm war die Hauptattraktion und übertraf aus architektonischer Sicht alles was man bisher gesehen hatte. Die Idee zur Erbauung eines Turms dieser Art war nicht neu. Bereits in den 30´er Jahren war sie erstmals von Richard Trevitchick formuliert und zur ersten Weltausstellung in London von einem anderem Ingenieur wieder neu aufgelegt worden. Für die Weltausstellung 1876 in Philadelphia lag bereits ein vollständiges Konzept für den Bau eines 1.000 Fuß hohen Turm vor, dass allerdings nicht verwirklicht wurde.10 Zur Durchsetzung des Projekts gelangten nur Planungen des Ingenieursbüro von Gustave Eiffel, die bereits 1884 vorlagen, aber erst später von Eiffel ausgenutzt wurden. Dem entgegen stand, dass es eigentlich keinen Nutzen für diesen Turm gab, aber Eiffel letztlich davon überzeugt war ein einmaliges Monument zu schaffen.
[...]
1 Vgl. Kretschmer, Winfried: Die Geschichte der Weltausstellungen, Campus Verl., Frankfurt/ New York , 1999.
2 Vgl. Wörner, Martin: Vergnügung und Belehrung, Waxmann Verl. GmbH, Münster, 1999.
3 Vgl. Schultz, Uwe: Das Fest, C. H. Beck Verl. München, 1988.
4 Vgl. Kroker, Evelyn: Die Weltausstellungen im 19. Jahrhundert, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1975.
5 Vgl. Kuchenbuch, Thomas: Die Welt um 1900, J. B. Metzler Verl., Stuttgart, Weimar, 1992.
6 Vgl. Fuchs, Eckhardt: Weltausstellungen im 19. Jahrhundert, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig, 2000.
7 Vgl. Kretschmer, Winfried: Die Geschichte der Weltausstellungen, S.121.
8 Ebd., S.122.
9 Ebd., S. 123.
10 Ebd., S. 123.
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