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Marktorientierte Konzepte zur Kalkulation von Eigenkapitalkosten in Banken - Eine vergleichende Analyse

Autor: Jürgen Hummel
Fach: Wirtschaft - Bank, Börse, Versicherung

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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2000
Seiten: 25
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 22  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 212 KB
Archivnummer: V3486
ISBN (E-Book): 978-3-638-12145-3

Textauszug (computergeneriert)

Marktorientierte Konzepte zur Kalkulation von Eigenkapitalkosten in Banken - Eine vergleichende Analyse -

von Jürgen Hummel

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III

Symbolverzeichnis IV

1 Einleitung

2 Shareholder Value in Banken
2.1 Besondere Bedeutung des Eigenkapitals
2.2 Bankeigenkapitalbegriffe
2.4 Besondere Rolle der Eigenkapitalkosten

3 Kapitalmarkttheoretische Modelle zur Eigenkapitalkostenermittlung
3.1 Modellauswahl
3.2.1 Modellvorstellung
3.2.2 CAPM bei nicht-börsenotierten Banken
3.2.3 Kritik
3.3 Optionspreismodell
3.3.1 Modellvorstellung
3.3.2 Kritik
3.4 Marktzinsmethode
3.4.1 Grundmodell
3.4.1.1 Modellvorstellung
3.4.1.2 Kritik
3.4.2 Erweitertes Modell
3.4.2.1 Modellvorstellung
3.4.2.2 Kritik

4 Vergleich der vorgestellten Modelle
4.1 Zielsetzungen der Modelle
4.2 Vergleich der getroffenen Annahmen
4.3 Praxistauglichkeit
4.4 Kosten/Nutzen-Vergleich

5 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Der seit den achtziger Jahren sich vollziehende Strukturwechsel im internationalen Bankgeschäft hat deutliche Auswirkungen auf den Bankensektor. Nie zuvor waren die Kreditinstitute so sehr gezwungen, sich an den Bedürfnissen ihrer Kapitalgeber und Kunden auszurichten wie heute. War es früher noch üblich, die Geschäftsausweitung als primäres Ziel einer Bank anzusehen, wird heute zunehmend die Ertragsorientierung, unter besonderer Berücksichtigung des Risikos, in den Vordergrund gestellt. Der sich verstärkende Wettbewerb, sowohl auf der Kapital- als auch auf der Kundenseite, ist deutlich sichtbar und auf eine Vielzahl von Gründen zurückzuführen. Die Wichtigsten sind dabei die Globalisierung und die Deregulierung der Finanzmärkte in den letzten Jahren. Die immer noch zunehmende Verbindung der nationalen Märkte zu einem weltumspannenden Verbund von Handelsplätzen wurde vor allem durch die fortgeschrittene Technologie der jüngsten Zeit möglich. Der Abbau behördlicher Beschränkungen führte ebenfalls zu einem wahren ,,Kampf" um das Kapital. Dies aber nicht nur unter den inländischen Instituten, sondern auch mit den nun zunehmend in den Markt drängenden ausländischen Banken, sowie neuartigen Finanzintermediären, wie z. B. Direktbanken, oder Onlinebrokern. Nicht zuletzt hat auch im Sparkassen- und Genossenschaftssektor, durch die in den letzten Jahren beobachtbaren Fusionswellen eine Sensibilisierung für den Instititutswert stattgefunden. Die in der Vergangenheit meist unzufriedenstellende Rentabilität der Banken mit gleichzeitig zunehmendem Wettbewerb um das Kapital führt dazu, dass sich die Kreditinstitute mit den Forderungen, die durch ihre Anteilseigener gestellt werden, auseinandersetzen müssen.

Daraus resultiert eine zunehmende Fokussierung der Geschäftstätigkeit auf eine Steigerung des Shareholder Value, welcher sich spätestens seit den neunziger Jahren als Managementvorgabe durchgesetzt hat. Da sich der dabei betrachtete Unternehmenswert vor allem am Kapitalmarkt mit anderen Instituten messen muss, ist es sinnvoll, zur Bestimmung des Shareholder Value auf kapitalmarkttheoretische Ansätze zurückzugreifen. Dabei wird vornehmlich untersucht, ob die von einer Bank getätigten Maßnahmen in der Lage sind, ihre jeweiligen Kapital- bzw. Opportunitätskosten zu verdienen.
Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, die Eigenkapitalkosten der Banken, welche bei der Bestimmung des Unternehmenswertes eine wesentliche Rolle spielen, unter kapitalmarkttheoretischen Überlegungen zu untersuchen und die unterschiedlichen Verfahren zu deren Ermittlung, sowohl für die Gesamtbanksteuerung, als auch für das jeweilige Einzelengagement, miteinander zu vergleichen und die Unterschiede zwischen den vorgestellten Modellen aufzuzeigen. Dazu wird zu Beginn die besondere Situation der Banken im Hinblick auf den Shareholder Value aufgezeigt, bevor im dritten Kapitel die verschiedenen Modelle vorgestellt werden. Den Abschluss bildet ein kritischer Vergleich der vorgestellten Verfahren.

2 Shareholder Value in Banken

Der Grundgedanke des Shareholder Value Ansatzes, die Maximierung des Aktionärsvermögens, geht einher mit der Forderung nach der Erfüllung der Interessen der Unternehmenseigentümer.2 Vor allem im Bankenbereich hat dieser Ansatz zunehmend an Bedeutung gewonnen. Nach Amely (1997) sind die Gründe hierfür:
· Bessere Beurteilung und Steuerung des Geschäftes, als mit traditionellen Rechnungsgrößen
· Verschärfter Wettbewerb zwischen den Instituten, aufgrund der erhöhten Mobilität des Kapitals
· Performancedruck, auch bei den institutionellen Anlegern
· Besser informierte und anspruchsvollere Kleinanleger
· Schutz vor feindlichen Übernahmen
· Geeignetes System zur Leistungsvergütung des Management, bzw. um Interessenskonflikte zwischen Management und Eigentümern zu vermeiden
Die Kreditinstitute müssen sich dabei in einem speziellen Umfeld zurechtfinden, das sich von anderen Unternehmen vor allem durch besondere exogene Faktoren, sowie speziellen gesetzlichen Bestimmungen und geschäftspolitischen Besonderheiten unterscheidet.3

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