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Details

Veranstaltung: Seminar: la vida cotidiana en España durante la dictadura franquista
Institution/Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für romanische Sprachen und Literaturen)
Tags: Spanien, Franco, Transición, Seminar, España
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 16
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 3  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 162 KB
Archivnummer: V3495
ISBN (E-Book): 978-3-638-12150-7

Textauszug (computergeneriert)

Spanien nach Franco - die Transición

von Christian Meister

Inhalt

1 EINLEITUNG 3
1.1 Der Übergang im Überblick 3
1.2 Die Kultur während der Transición 11
Literatur 16


1 Einleitung

Dieser Beitrag nimmt sich den Übergang Spaniens von der Diktatur unter Franco zu dem demokratischen Staat, wie wir ihn heute vorfinden, zum Thema. Im Verlauf der Schilderungen werden die Besonderheiten und Merkmale des Transitionsprozeßes deutlich werden.
Im folgenden wird ein grober Überblick über Rahmenbedingungen, Voraussetzungen, Hauptprobleme und Phasen des Demokratisierungsprozesses geliefert werden. Später werde ich mich einzelner elementarer Aspekte des Übergangs widmen.

1.1 Der Übergang im Überblick

Nicht erst mit Francisco Francos Tod am 20.11 1975 waren die Weichen in Spanien auf eine politische Veränderung gestellt worden; Bereits Ende der 60íger Jahre erkannten Beobachter die allmählichen Auflösungserscheinungen des franquistischen Regimes.
Die letzte Phase des Franquismus war schon von der Diskussion über die Zeit danach beherrscht: Gegenüber standen sich die reformorientierten Kräfte des Regimes, die eine allmähliche Veränderung und Anpassung an europäische Strukturen propagierten, die reaktionären Kräfte, die für eine Fortführung des Franquismus einstanden, sowie die demokratische Opposition mit ihrer Forderung nach einem kompletten Bruch mit den Strukturen des autoritären Regimes. Die Jahre ab 1969 werden im Nachhinein als "Vorphase des Übergangs" bezeichnet.
Francos Tod schließlich öffnete dem politischen Wandel und den damit verbundenen Reformen Tür und Tor. Bereits zwei Tage nach dessen Ableben
verkündete König Juan Carlos in seiner Thronrede die Ankündigung einer Demokratisierung und Öffnung des politischen Systems. Unter dem aus dem Franquismus übernommenen Ministerpräsidenten Carlos Arias Navarro konnte diese Ankündigung jedoch kaum oder nur partiell umgesetzt werden.
Die Problematik, die sich den politisch Verantwortlichen stellte war die Frage nach der Art und Weise, in der der Übergang von statten gehen sollte: radikaler Bruch mit dem Franquismus oder Fortsetzung bei unwesentlichen Systemkorrekturen?
Der schließlich eingeschlagene Weg stellt einen Kompromiß dar. Man verzichtete auf einen radikalen Kurswechsel. Statt einer abrupten Demontage des Franquismus beschränkte man sich auf ein kompromißhaftes Aushandeln von Veränderungen, den "paktierten Übergang".
Das Bemerkenswerte an diesem Regimewechsel ist die Tatsache, daß er unter maßgeblicher Anleitung und Kontrolle der alten politischen Elite und der franquistischen Institutionen durchgeführt wurde und auch im Rahmen der franquistischen Legalität stattfand. Inhaltlich stellte er jedoch einen Bruch mit den Strukturprinzipien des Franco-Systems dar, ohne dabei mit den franquistischen Grundgesetzen zu brechen. ( Die formelle Legalität des Regimeübergangs war wohl auch der Grund dafür, daß die stark den alten Strukturen verhafteten spanischen Streitkräfte nicht eingriffen, sondern die Veränderungen akzeptierten.)
"Die Transición erfolgte also als Reform, und ihre Originalität bestand darin, daß sie politisch zwischen Regierung und Vertretern des alten Regimes einerseits und den Kräften der demokratischen Opposition andererseits ausgehandelt wurde, und daß sie verfassungsrechtlich mittels der in den franquistischen Grundgesetzen vorgesehenen Mechanismen stattfand. Die franquistische Legalität wurde also für ihre eigene Ersetzung durch eine neue, demokratische Legalität instrumentalisiert."

[...]

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

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