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Termpaper, 2004, 18 Pages
Author: Nina Reddemann
Subject: Politics - International Politics - Topic: European Union
Details
Institution/College: University of Bremen
Tags: Demokratie, Europäischen, Union, Demokratie, Europäischen, Union
Year: 2004
Pages: 18
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-35030-3
File size: 305 KB
Vergleich der Texte von Berthold Rittberger: The Creation and Empowerment of the European Parliament und Georg Tsebelis und Xenophon Yataganas: Veto Players and Decision-making in the EU after Nice: Policy Stability and Bureacratic/ Judicial Discretion
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Excerpt (computer-generated)
Demokratie in der Europäischen Union
von: Nina Reddemann
4.Semester
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 4
2 Erkenntnisziel der Autoren 4
2.1 Was möchten die Autoren herausfinden? 4
2.2 Wollen die Autoren eine These bestätigen oder widerlegen? 5
2.3 Ist die Fragestellung für unsere Lernziele relevant 7
3 Verfahren oder Weg, wie die Autoren ihre Fragestellung verfolgen 7
3.1 Wie versuchen die Autoren ihre Fragestellung zu lösen? 7
3.2 Auf welche Daten oder Dokumente stützen sich die Autoren dabei? 14
3.3 Ist die Methode dem Erkenntnisziel angemessen? 14
4 Schlussfolgerungen der Autoren 15
4.1 Was haben die Autoren letztlich in ihren Studien herausgefunden? 15
4.2 Haben die Autoren der beiden Texte ihre Fragestellungen dabei zufriedenstellend gelöst? 17
4.3 Inwieweit lassen sich die Schlussfolgerungen kritisieren? 18
5 Textquellen 19
6 Internetquellen 19
1 Einleitung
Die beiden Texte, die in dieser Hausarbeit verglichen werden sollen, stammen von Berthold Rittberger und Georg Tsebelis und Xenophon Yataganas. Berthold Rittberger arbeitet als Prize Research Fellow am Nuffield College (University of Oxford). Sein Artikel „The Creation and Empowerment of the European Parliament“ wurde 2003 im Journal of Common Market Studies (JCMS) veröffentlicht und im Seminar „Demokratie in der Europäischen Union“ im Abschnitt „Ursachen und Folgen des europäischen Regierens“ aufgeführt und besprochen. Ein Jahr zuvor veröffentlichte das JCMS den Artikel „Veto Players and Decision-making in the EU after Nice: Policy Stability and Bureacratic/ Judicial Discretion“ von Georg Tsebelis, Professor der politischen Wissenschaft an der Universität von Kalifornien (Los Angeles) und Xenophon Yataganas, Berater der Europäischen Kommission. Bei dem Vergleich geht es um die Fragestellungen der Autoren, die Methoden, die sie angewendet haben und die Ergebnisse, die zum Schluß dargestellt werden sollen.
2 Erkenntnisziel der Autoren
2.1 Was möchten die Autoren herausfinden?
Berthold Rittberger beschäftigt sich in seinem Artikel mit der Frage, warum nationale Parlamente/ Regierungen dem Europäischen Parlament immer mehr Macht gegeben haben oder um die Kernfrage aus dem Seminar zu nennen: Warum haben die nationalen Regierungen das Europäische Parlament als zusätzlichen Vetospieler etabliert und kontinuierlich gestärkt – und damit gleichzeitig ihre eigenen Machtpotentiale auf der europäischen Ebene geschwächt?1 George Tsebelis und Xenophon Yataganas gehen mit ihrem Artikel auf den Vertrag von Nizza ein. Im Vertrag von Nizza wurde die dreifache Mehrheit als Bedingung für Entscheidungen des Rates vorgestellt:
- qualifizierte Mehrheit
- absolute Mehrheit der Mitgliedsstaaten.
- 62 % der Gesamtbevölkerung der EU-Länder
Sie wollen vor allem erklären, warum diese Änderungen in den Richtlinien auftraten und was die wahrscheinlichen Konsequenzen sind. Im Gegensatz zu Berthold Rittberger beschäftigen sich die beiden Autoren sowohl mit dem Warum, als auch mit den Konsequenzen für die Zukunft der Europäischen Union. Sie haben sich einen Punkt aus dem Vertrag Nizza herausgesucht und wollen diesen, unter Berücksichtigung weiterer Änderungen, beleuchten.
2.2 Wollen die Autoren eine These bestätigen oder widerlegen?
Zu der Frage, mit der sich Berthold Rittberger beschäftigt, warum die EU eine leistungsfähige und repräsentative Institution wie das Europäische Parlament hat und warum die Staaten diesem immer Souveränität geben, ist bis heute keine Theorie entwickelt worden. Ansätze wie der „approach of institutional choice“ (Regierungen entscheiden sich für eine Institution, die den meisten Nutzen bringt) oder der „approach of delegation“ haben diese Frage völlig vernachlässigt. B. Rittberger macht den Vorschlag einer „theory of delegation to majoritarian institutions“2 und bezeichnet sie als „Bewerbertheorie“ „the theory is a canditate theory“ (Rittberger, Seite 210). Die Theorie müsse erst noch inhaltlich getestet werden. Er selbst führt dazu drei zentrale Wendepunkte in der Geschichte des Europäischen Parlaments an:
- Die Bildung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (1951)
- den Luxemburger Bericht (1970), mit dem das Europäische Parlament Haushaltsrechte zugesprochen bekam
- und die Einheitliche Europäische Akte (1986), mit der dem Parlament Legislativrechte zugesprochen wurden.
Im Laufe seines Textes erläutert er die historischen Daten und versucht damit die Beantwortung seiner Frage weiterzuentwickeln und die von ihm aufgestellte Theorie zu bestätigen bzw. zu festigen.
[...]
1 Wimmel, Andreas: Seminar Demokratie in der Europäischen Union, Universität Bremen. 6. Juli 2004.
2 Majoritarian institutions sind z.B. Parlamente. Sie bekommen ihre Legitimität durch Wahlen, durch die Repräsentanten dann auf Zeit regieren können. Politische Entscheidungen sind hier legitimiert, weil sie mit einem gesellschaftlich und gesetzlich/ rechtlichen Verfahren durchgeführt werden. Das Gegenteil sind Non-Majoritarian institutions wie z.B. die Europäische Zentralbank oder auch die Europäische Kommission. Sie sind nicht gegenüber Wählern oder Behörden verantwortlich. Ihre Legitimation ist verfahrensrechtlich festgelegt.
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