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Autor: Kurt Annen
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre
Details
Institution/Hochschule: Universität zu Köln (Staatswissenschaftliches Seminar)
Tags: VWL, Wachstum, Verteilung, Galor, Zeira
Jahr: 2002
Seiten: 32
Note: 1.0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 412 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12155-2
Analyse des Wachstum und Verteilungsmodell von Galor und Zeira ´Income and Distribution and macroeconomics´ mit Kritik an den Bedingungen des Modelles.
606 KB
Textauszug (computergeneriert)
Kreditrationalisierung und
Humankapitalbildung
Eine Analyse des Wachstums- und Verteilungsmodells
von Galor und Zeira
Kurt Annen
17. April 2002
Universität zu Köln
Staatswissenschaftliches Seminar — Lehrstuhl Prof. B. Felderer
Hauptseminar WS 2001/02
”Wachstum und Verteilung”
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 2
2 DasBasismodell ... 3
2.1 Annahmen ... 3
2.2 Die Unvollkommenheit desKapitalmarktes ... 4
2.3 Nutzenmaximierung ... 4
2.3.1 Nutzenmaximierung der ungelerntenKräfte ... 5
2.3.2 Nutzenmaximierung der gelerntenKräfte ... 6
2.4 Entscheidungsregeln ... 8
2.4.1 KeineKreditaufnahme: ... 8
2.4.2 Kreditaufnahme: ... 9
2.5 Anzahl der Individuen in den jeweiligenKlassen ... 9
3 Die Dynamik des Basismodelles ... 11
3.1 steady state 1 ... 12
3.2 steady state 2 ... 13
3.3 steady state 3 ... 13
4 Variable Löhne 15
4.1 Der Arbeitsmarkt für ungelernteKräfte ... 15
4.2 Dyamik ... 16
4.2.1 ”Weniger entwickelte”Volkswirtschaften ... 18
4.2.2 ”Entwickelte” Volkswirtschaften ... 18
5 Auswirkungen von exogenen Schocks ... 19
5.1 Nachfragerückgang ... 19
5.2 Technische Innovation ... 21
6 Die Schwäche des Modells ... 22
7 Fazit ... 26
8 Anhang ... 27
1 Einleitung
Das Forschungsgebiet ”Humankapital” hat in den letzten Jahrzehnten in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen an Bedeutung gewonnen. Common sense bei den Ökonomen und besonders den Wachstumstheoretikern ist, dass Humankapital einen positiven E.ekt auf das volkswirtschaftlicheWachstum und damit auf denWohlstand der Ökonomie besitzt. So ist es nicht verwunderlich, dass das relativ schlechte Abschneiden Deutschlands in der PISA-Studie zu einem Aufschrei führte. Wenn aber Humankapital einen wichtigen Einfluss auf das Wachstum und den Wohlstand der Ökonomie besitzt, so ist es legitim zu fragen, ob es ökonomische Gründe dafür gibt, dass nicht jede Person in Humankapital investieren kann. Liegt eventuell eine ökonomische Schranke vor?
Oded GALOR und Joseph ZEIRA versuchen mit ihrem Modell ”Income Distribution and Macroeconomics”1 diese Frage zu lösen. Das Modell nutzt den Ansatz eines Generationenmodells, wobei das ganze Bildungssystem privat finanziert und bereitgestellt wird. Dabei kommt ein interessantes Ergebnis heraus. Die Anfangsverteilung des Einkommens hat einen starken Einfluss auf das Wohl der Ökonomie. Es ergibt sich sogar, dass eine ungleiche Verteilung des Einkommens zu multiplen steady states führt, d.h. die Gesellschaft teilt sich in ”arm” und ”reich”.
Nun kann der interessierte Leser dem Modell schon jetzt vorwerfen, dass die Annahme eines privaten Bildungssystems nicht mit der Realität vereinbar ist. Dies mag für die Grundausbildung stimmen. Dennoch gibt es viele Staaten, in denen die Investition in Humankapital z.B. über das universitäre Studium nicht staatlich finanziert wird. Auch werden sog. Zusatzqualifikation oft nicht staatlich bereitgestellt.
Die vorliegende Arbeit richtet ihren Fokus hauptsächlich auf das Modell von Oded GALOR und Joseph ZEIRA. Dessen Herleitung und Aussagen werden analytisch bewiesen und durch Erläuterungen, die ich aus didaktischen Gründen für wichtig halte ergänzt. In einem darauf folgenden Kapitel wird gezeigt, dass das Modell Schwächen besitzt, da die Existenz von multiplen steady states nur ein Sonderfall ist, der mit der Realität nichts zu tun hat.
2 Das Basismodell
2.1 Annahmen
Jedes ökonomische Modell baut auf Annahmen auf. Unsere zu betrachtende Ökonomie soll eine kleine o.ene Volkswirtschaft mit vollkommenen Märkten und ohne Staatstätigkeit sein. In dieser Ökonomie gibt es zwei verschiedene Typen von Individuen, zum einen gelernte Arbeitskräfte und zum anderen ungelernte Kräfte. Die jeweiligen Produktionsfunktionen lauten:
[...]
1GALOR, O., und ZEIRA, J., Income distribution and mocroeconomics, Review of Economic Studies 60, 1993, S. 35-52
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