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Seminararbeit, 2004, 21 Seiten
Autor: Robert Merker
Fach: Soziologie - Alter
Details
Tags: Nachberufliche, Tätigkeiten
Jahr: 2004
Seiten: 21
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 10 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-35102-7
Dateigröße: 255 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Nachberufliche Tätigkeiten
von: Robert Merker
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Modelle des Alterns 4/5
3. Übergang in das nachberufliche Leben 5 - 8
4. Nachberufliche Tätigkeiten
4.1. Altenbildung an Volkshochschulen 9 - 12
4.2. Sportliche Betätigung 12 - 14
4.3. Soziales Ehrenamt 14 - 16
4.4. Erwerbstätigkeit 16/17
4.5. Reisen im Alter 17 - 19
5. Schluss 20
Literaturverzeichnis 21
1. Einleitung
„Wie gestalte ich meinen Lebensabend?“; „Welchen Aktivitäten gehe ich in dieser Zeit nach?“; „Kann ich Hobbys, die ich jetzt betreibe auch noch im höheren Alter ausüben?“; „Zur Zeit ist mein Job für mich der Sinn meines Lebens; wer oder was soll dieser Sinn im Ruhestand sein?“ Dies sind alles Fragen, die die über 50-Jährigen in Deutschland beschäftigen bzw. beschäftigen sollten, da sie rein statistisch gesehen noch zwischen 19,7 und 23,8 Jahre leben werden, sobald sie das 60. Lebensjahr erreicht haben. Somit kann man wohl feststellen, dass die Phase des Ruhestandes im Leben, neben der Phase Kindheit/Jugend die meiste frei verfügbare Zeit bietet. Zudem kann man einem Spektrum an potentiellen Freizeitbetätigungen nachgehen.
Da die absolute und auch relative Zahl der über 60-Jährigen in Deutschland in den nächsten Jahren zunehmend sein wird, gewinnt die Problematik einer effektiven und sinnvollen Freizeitgestaltung im Alter immer mehr an Bedeutung. Deshalb werde ich zunächst die drei bekanntesten Modelle des Alterns kurz vorstellen um dann die Übergangsphase von dem Erwerbs- in das Ruhestandsleben darzustellen. Danach werde ich, basierend auf dem Werk „Bildung und Freizeit im Alter“ von Fred Karl und Walter Tokarski, verschiedene Möglichkeiten von nachberuflichen Aktivitäten darlegen.
2. Modelle des Alterns
Disengagement-Theorie
Die Vertreter der Disengagement- Theorie gehen davon aus, dass das Alter durch biologisch bedingte und scheinbar unabwendbare körperliche und geistige Abbauprozesse charakterisiert ist. Der alte Mensch hat das Bedürfnis, sich aus dem Leben zurückzuziehen; er fühlt sich zufrieden und glücklich, wenn er seine sozialen Kontakte einschränken kann, nachdem er sich aus dem beruflichen Leben verabschiedet hat. Trotz geringer Sozialkontakte kann eine Lebenszufriedenheit vorhanden sein. Die Disengagement-Theorie ist heutzutage nicht mehr „aktuell“. Man geht eher von einem aktivitätstheoretischen Bild des Alters aus. Aktivitätstheorie
Die Aktivitätstheorie behauptet, dass nur der Mensch zufrieden und glücklich ist, der ein aktives Leben führt und das Gefühl hat, von anderen gebraucht zu werden. Diejenigen hingegen, die ihre Aktivität einschränken und der Meinung sind, von der Gesellschaft nicht mehr gebraucht zu werden, sind unglücklich und unzufrieden. Somit müsse der aktive Lebensstil gerade nach dem Eintritt in den Ruhestand beibehalten oder durch neue Aktivitäten ersetzt werden, um auch im Alter ein positives Selbstbild zu gewährleisten. Ein optimales Altern ist nur durch einen aktiven Lebensstil zu erreichen ist (wer rastet, der rostet). Die alten Menschen haben soziale Anliegen und Bedürfnisse, die befriedigt werden müssen. Deshalb müssen Kontaktmöglichkeiten geschaffen und unterstützt werden, Aktivität müssen angeboten und gefördert werden, so dass der alte Mensch weiterhin in die Gesellschaft eingebunden ist und nicht nur das Gefühl, hat gebraucht zu werden. Die daraus folgende Steigerung der Lebenszufriedenheit führt unweigerlich zu einem gesunden und zufriedenen Altwerden. Um dieses Ziel zu erreichen unterscheidet man in:
- Informeller Aktivität: bspw. der Kontakt mit Bekannten, Verwandten und Nachbarn.
- Formale Aktivität: bspw. die Teilnahme beziehungsweise die Übernahme einer Aufgabe für eine Gemeinschaft.
- Einsame Aktivität: bspw. das Betreiben eines Hobbys. 1
Ich beziehe mich in meinen folgenden Ausführungen ausschließlich auf ein aktivitätstheoretisches Bild des Alters.
3. Übergang in das nachberufliche Leben
Der Übergang in das nachberufliche Leben weist zahlreiche Facetten auf. Ich versuche, Aspekte, die mir persönlich am Wichtigsten erschienen, darzustellen, nehme allerdings keine explizite Gliederung vor: Zwischen Pensionsschock und den „Neuen Alten“ In den modernen westlichen Gesellschaften wird in der Phase der Berufsausübung eines Menschen, der Status und auch Wert desselben anhand der jeweils erreichten beruflichen Stellung bestimmt. Scheidet nun dieser Mensch aus dem Berufsleben aus, erlebt er diese Situation meist als krisenhaft, da nun diese gewohnten Faktoren, die o. g. Status determinierten, wegfallen. Der Übergang in den Ruhestand ist somit für die meisten Menschen als eher problematisch anzusehen. Aber wo liegen die Ursachen für diese Sichtweise?
[...]
1 Vgl. Donicht-Fluck, B.: Altersbilder und Altersbildung, nach: Karl, F. und Tokarski, W.: Bildung und Freizeit im A lter, 1. Aufl., Bern 1992, S. 15ff
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