Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Supply Chain Management im Lebensmittelhandel close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Supply Chain Management im Lebensmittelhandel

Scholarly Research Paper, 2004, 38 Pages
Author: Christoph Rahn
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics

Details

Category: Scholarly Research Paper
Year: 2004
Pages: 38
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 16  Entries
Language: German
Archive No.: V35169
ISBN (E-book): 978-3-638-35172-0
ISBN (Book): 978-3-640-37156-3
File size: 208 KB

Abstract

„Stagnierende, rückläufige und sich fragmentierende Konsumgütermärkte, zunehmende Internationalisierung und Globalisierung von Handel und Industrie, gravierender Wertewandel der Verbraucher (hybrides Konsumentenverhalten, Schnäppchenjäger, Smart Shopper etc.), permanente Reizüberflutung bei einer kaum noch zu differenzierenden Markenvielfalt, eine stürmische Entwicklung der Informationstechnologie (…)“1. Diese Liste der Einflussfaktoren auf alle Beteiligten der Wertschöpfungskette ließe sich beliebig erweitern. Alle Beteiligten entlang der „Supply Chain“, Industrie und Handel sowie Vorlieferanten und Dienstleister müssen diese Entwicklungen in ihren strategischen Entscheidungen berücksichtigen. Schnell wird dabei deutlich, dass „Stand-alone-Lösungen“ wenig gewinnversprechend zu sein scheinen. „Kooperation“ ist das Zauberwort der letzten Jahre. Da die Umsätze stagnieren, die Ertragslage für viele Händler mittlerweile existenzbedrohend ist und Wachstumsimpulse an vielen Stellen ausbleiben, muss das Geld an anderer Stelle verdient werden. Ein enormes Optimierungs- und damit Kostensenkungspotenzial schlummert in der Überarbeitung und Restrukturierung der Geschäftsprozesse entlang der Supply Chain. Durch das Vorhandensein neuer, innovativer Technologien stehen dem Handel Instrumente zur Verfügung, mithilfe derer die Zusammenarbeit mit der Konsumgüterindustrie nachhaltig verbessert werden kann. Diese vertikalen Kooperationen zwischen Industrie und Handel zeichnen sich besonders aus durch die Optimierung der logistischen Abläufe über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg. Die enge und unbedingt vertrauensvolle Zusammenarbeit birgt somit für alle Beteiligten Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung durch Kosteneinsparungen in den logistischen Prozessen. In der vorliegenden Arbeit soll auf die Möglichkeiten, die sich speziell dem Lebensmittelhandel durch das Konzept des Supply Chain-Managements eröffnen, näher eingegangen werden.


Excerpt (computer-generated)

Supply Chain Management im Lebensmittelhandel

von: Christoph Rahn

 


Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Vorwort

2. Grundlegendes zum Supply Chain Management

2.1 Was bedeutet Supply Chain Management (SCM)?

2.1.1 Historisches zum SCM und aktuelle Entwicklung
2.1.2 Die Konzeptmerkmale des SCM

2.2 Supply Chain Management im Unternehmen

2.2.1 Einflussgrößen auf die Supply Chain
2.2.2 Ziele des Managementansatzes SCM
2.2.3 Aufgaben des Supply Chain Managements

3. Das Supply Chain Management im Handel

3.1 Voraussetzungen für die Implementierung

3.1.1 Effizienzsteigerung durch optimale Logistik entlang der Supply Chain
3.1.2 Kostensenkungspotenziale von SCM

3.2 Efficient Replenishment (ER) in der Supply Chain des Handels

3.2.1 Computer Assisted Ordering
3.2.2 Vendor Managed Inventory

3.3 Efficient Administration

3.3.1 Kostenreduzierung durch effiziente Konditionssysteme
3.3.2 Effiziente Daten- und Informationsadministration

3.4 Efficient Operating Standards

3.4.1 Cross Docking
3.4.2 Barcoding
3.4.3 Roll-Cage Sequencing
3.4.4 Efficient Unit Loads
3.4.5 Mehrweg-Transportverpackungen

4. Schlussbetrachtungen

5. Literaturverzeichnis
 


Abkürzungsverzeichnis

[...]
[...]
CAO = Computer Assisted Ordering
CCG = Centrale für Coorganisation
CRP = Continous Replenishment Program
EAN = European Article Number
EANCOM = European Article Number Communications
ECR = Efficient Consumer Response
EDI = Electronic Data Interchange
EDIFACT = Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport
EPAL = European Pallet Association
ER = Efficient Replenishment
[...]
[...]
[...]
NVE = Nationale Versandeinheit
[...]
POS = Point of Sale
RCS = Roll-Cage Sequencing
SCM = Supply Chain Management
[...]
[...]
VMI = Vendor Managed Inventory
[...]


 

1. Vorwort

„Stagnierende, rückläufige und sich fragmentierende Konsumgütermärkte, zunehmende Internationalisierung und Globalisierung von Handel und Industrie, gravierender Wertewandel der Verbraucher (hybrides Konsumentenverhalten, Schnäppchenjäger, Smart Shopper etc.), permanente Reizüberflutung bei einer kaum noch zu differenzierenden Markenvielfalt, eine stürmische Entwicklung der Informationstechnologie (…)“1. Diese Liste der Einflussfaktoren auf alle Beteiligten der Wertschöpfungskette ließe sich beliebig erweitern. Alle Beteiligten entlang der „Supply Chain“, Industrie und Handel sowie Vorlieferanten und Dienstleister müssen diese Entwicklungen in ihren strategischen Entscheidungen berücksichtigen. Schnell wird dabei deutlich, dass „Stand-alone-Lösungen“ wenig gewinnversprechend zu sein scheinen. „Kooperation“ ist das Zauberwort der letzten Jahre. Da die Umsätze stagnieren, die Ertragslage für viele Händler mittlerweile existenzbedrohend ist und Wachstumsimpulse an vielen Stellen ausbleiben, muss das Geld an anderer Stelle verdient werden. Ein enormes Optimierungs- und damit Kostensenkungspotenzial schlummert in der Überarbeitung und Restrukturierung der Geschäftsprozesse entlang der Supply Chain. Durch das Vorhandensein neuer, innovativer Technologien stehen dem Handel Instrumente zur Verfügung, mithilfe derer die Zusammenarbeit mit der Konsumgüterindustrie nachhaltig verbessert werden kann. Diese vertikalen Kooperationen zwischen Industrie und Handel zeichnen sich besonders aus durch die Optimierung der logistischen Abläufe über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg. Die enge und unbedingt vertrauensvolle Zusammenarbeit birgt somit für alle Beteiligten Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung durch Kosteneinsparungen in den logistischen Prozessen. In der vorliegenden Arbeit soll auf die Möglichkeiten, die sich speziell dem Lebensmittelhandel durch das Konzept des Supply Chain-Managements eröffnen, näher eingegangen werden.

2. Grundlegendes zum Supply Chain Management

Im folgenden sollen grundsätzliche Erläuterungen und Definitionen einen Einstieg in das breite Feld des „Supply Chain Management“ liefern.

2.1 Was bedeutet Supply Chain Management (SCM)?

Eine Supply Chain (engl. Lieferkette) besteht aus einem Wertschöpfungsverbund mit verschiedenen Partnern. Aus Sicht des herstellenden Unternehmens können dies folgende Teilnehmer sein:

- Lieferanten und Unterlieferanten
- Großhändler und Speditionen
- Distributionslager
- Verteilzentren
- Einzelhändler
- Entsorgungsunternehmen
- Logistikdienstleister
- Point of Sale bzw. Endkunden

Die Supply Chain umfasst alle Aktivitäten, die mit dem Güter- sowie dem Materialfluß von den Rohmaterialien bis zum Endverbraucher zusammenhängen. In der Literatur werden u.a. folgende Begriffe als Synonyme für das SCM verwendet: „Network Sourcing“, „Supply Pipeline Management“, „Value Stream Management“ oder „Demand Chain Management“. Bei der Definition von SCM kollidieren immer wieder der Begriff „Logistik“ und „SCM“ miteinander. Oft wird beides als Synonym verwendet, teilweise geht der Begriff des SCM aber über die klassische Definition von Logistik hinaus. Eine einheitlich anerkannte Definition für das SCM hat sich aufgrund der unterschiedlichen Teildisziplinen, die sich damit beschäftigen und der differenzierten Denkschulen, die sich entwickelt haben bis heute nicht durchgesetzt. Fakt ist, dass man die Logistik – ebenso das Marketing oder beispielsweise das Controlling – sowohl als eine Unternehmensfunktion als auch ein Unternehmensprinzip (Leitung- oder Managementansatz) interpretieren und im Unternehmen implementieren kann. Die zunehmende Bedeutung der Logistik wird durch ihren Wandel von einer Unternehmensfunktion zu einem Leitungskonzept deutlich. Eng verbunden mit diesem Leitungskonzept steht der Begriff des SCM für welches die folgenden Definitionen exemplarisch gelten sollen:

„Beim Supply Chain Management handelt es sich um ein strategisches Unternehmensführungskonzept, das darauf abzielt, die Geschäftsprozesse, die entlang der Versorgungskette (Supply Chain) vom ersten Rohstofflieferanten bis zum Endverbraucher auftreten, zur Kundenzufriedenheit zu gestalten.“2 Eine weitere Definition, die neben der Zufriedenstellung des Kunden auch die Kostenvorteile für das Unternehmen herausstellt, lautet: „Supply Chain Management umfasst alle Strategien, welche die Reduzierung von Kosten der Waren- und Informationsflüsse eines durch die Kundenbedürfnisse vorgegebenen Sortiments im Sinne der Logistikoptimierung zum Ziel haben“.3

2.1.1 Historisches zum SCM und aktuelle Entwicklung

Betrachtet man die Entwicklung des SCM in den letzten 20 Jahren, wird deutlich, dass sich dieser Managementansatz stetig weiterentwickelt hat. In den 80er Jahren betrachteten die Unternehmen eher einzelne Glieder in der Supply Chain. Man zielte darauf ab, sogenannte Einzelfunktionen wie z.B. die Produktion oder die Distribution zu optimieren. Eine ganzheitliche Sichtweise des Logistikkanals fehlte jedoch. Hauptsächlich die Effizienzprobleme des operativen Managements waren im Blickpunkt des Interesses – „die Dinge richtig tun“ war das Hauptaugenmerk. Erst mit Einführung des „Just-in-Time“- Konzeptes in der Automobilbranche schloss sich die Lücke zwischen dem Lieferanten auf der einen und dem Produzenten auf der anderen Seite und eine optimaler Materialfluss wurde erreicht. Der Mitte der 90er Jahre im Handel immer bedeutsamer werdende ECRAnsatz (Efficient Consumer Response) erweiterte den Fokus auf die gesamte Logistikkette. Im Zentrum der Betrachtungen stand dabei die Koordinierung zwischen den Schnittstellen Produktion und Distribution sowie die Optimierung der Distributionslogistik. Heutige Anstrengungen haben die Ausrichtung der gesamten Supply Chain auf die Bedürfnisse des Endverbrauchers zum Ziel. Hierbei wird nicht nur die Schnittstelle zwischen Distribution und Verbraucher koordiniert und in eine Nahtstelle umgewandelt, sondern alle Flüsse in der Supply Chain. Im Unternehmensumfeld lässt sich durch diese Entwicklung eine Abkehr der bisherigen, lediglich auf die logistischen Kern- und Unterstützungsprozesse nach innen gerichtete Betrachtungsweise erkennen. Es geht heute vermehrt um das Effektivitätsproblem des strategischen Managements – die richtigen Dinge tun –, welches sich in seiner Implementierung durch Kooperationen und Verbunde durchaus auch auf die Unternehmensstruktur auswirkt. Zukünftige Aufgabe wird es sein, die zur Bewältigung der bei der Entwicklung, Gestaltung und Lenkung von (internationalen) Supply Chains entstehenden Wert- und Interessenskonflikte zu bewältigen. Zwar weist das SCM-Konzept bereits einen hohen Bekanntheitsgrad auf, jedoch existiert noch eine große Lücke zur endgültigen Implementierung dieses Konzeptes.

Abb. 1: Entwicklungsstand von Supply Chain Managementkonzepten in europäischen Unternehmen [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

2.1.2 Die Konzeptmerkmale des SCM

[...]


1 Heydt, 1999

2 Buscher, 1999, S. 449

3 Barth, K., 1999


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Supply Chain Management

Author: Diplom-Betriebswirt (FH) Matthias Koston
Economics / Business: Supply, Production, Logistics, 2004 Download as PDF-file for 6,99 EUR

Supply Chain Management in der Automobilindiustrie

Authors: Diplomkauffrau Antje Diedrichs, Marc Budach
Economics / Business: Supply, Production, Logistics, 2004 Download as PDF-file for 9,99 EUR

Internationales Supply Chain Management

Author: Daniela Kandrova
Economics / Business: Business Management, Corporate Governance, 2003 Download as PDF-file for 9,99 EUR

Logistikcontrolling - Aufgaben und Gestaltung

Author: Sascha Kuhnen
Economics / Business: Supply, Production, Logistics, 2005 Download as PDF-file for 7,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/35169/supply-chain-management-im-lebensmittelhandel
please wait Please wait