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Autor: Mario Brandt
Fach: Soziologie - Kinder und Jugend
Details
Institution/Hochschule: Berufsakademie Sachsen in Breitenbrunn (FB Sozialpädagogik)
Tags: Jugend, Soziologie, Lebensalter
Jahr: 2005
Seiten: 41
Note: 1,5
Literaturverzeichnis: ~ 17 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 360 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-35300-7
Textauszug (computergeneriert)
Berufsakademie Sachsen - Staatliche Studienakademie Breitenbrunn/ Erzg.
Studienrichtung: Sozialpädagogik/ Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
Studienarbeit:
Jugend in der ausgehenden DDR
Student: M. Brandt
Fach: Soziologie der Lebensalter
Datum: 24. Dezember 2004
Gliederung
1. Einleitung 2
2. Jugend in der ausgehenden DDR 2
3. Jugendlich von wann bis wann? 3
3.1. biologische Eckdaten 3
3.2. biographische Eckdaten 3
4. Mitgliedschaft in Kinder- und Jugendorganisationen 4
4.1. Zu Normen, Regeln und Statuten der SED-nahen Kinder- & Jugendorganisationen 5
4.2. Die Pionierorganisation "Ernst Thälmann" 6
4.2.1. Beispiel Altstoffsammelaktion 7
4.2.2. Zur Eichel- & Kastaniensammelaktion 8
4.2.3. Spendenaktionen 8
4.2.4. Unterschriftenaktionen 8
4.3. Die Freie Deutsche Jugend 9
4.4. Junge Gemeinde 10
4.5. Kinder- und Jugendsektionen von Vereinen 10
4.6. (Jugend-) Arbeitsgemeinschaften 11
5. die Clique 11
6. Schulfreizeit 11
7. Resümee 12
8. Literaturverzeichnis 14
Anhang
1. Einleitung
In den letzten Jahren war und ist immer noch viel zu hören über die ehemalige DDR. Von unterschiedlichster Seite und aus unterschiedlichstem Interesse. Auch geschrieben und gesendet wird dazu viel. Die einen möchten ihre Publikationen am liebsten "mit Trauerflor umrahmen", die anderen verteufeln und verdammen den gewesenen ostdeutschen Staat “in Bausch und Bogen”. Da ich, Jahrgang 1974 und “gelernter” DDR-Bürger, die ausklingende DDR als Jugendlicher erlebte, hat mich das Thema “Jugend in der ausgehenden DDR und ihre (Freizeit-) Organisationen” einmal besonders interessiert, schon allein weil ich da auch persönliche Erfahrungen kann einfliessen lassen. Ich möchte darüber schreiben, welche Organisationsformen es gab, in welcher Form das Leben in diesen Organisationen Statt fand, ob es z. B. "Gruppenarbeit" gab, und wenn ja, in welcher Form.
Als Überschrift habe ich "Jugend in der ausgehenden DDR" gewählt. Hillary Clinton sagt: "It takes a village to raise a child." (Rodham-Clinton, 1996, S. 12). Dieser Ausspruch besagt, dass es bei der Erziehung Minderjähriger auf jeden Erwachsenen einzeln, aber auch auf die Gesellschaft als Ganzes ankommt. Was meiner eigenen Überzeugung entspricht. Auf einen Teil des "villages", dass sich zu Zeiten der DDR um die hiesige Jugend kümmerte, die der Jugend der DDR zu Gebote stehenden (Freizeit-) Organisationen, möchte ich hier eingehen und ein Schlaglicht darauf werfen, wie ihr Organisationsleben funktionierte. Bei den Zitaten habe ich Rechtschreibung und Interpunktion so belassen, wie vorgefunden.
2. Jugend in der ausgehenden DDR
Ich schreibe hier über Jugend in der DDR zwischen etwa 1980 und 1990. Nicht aber über "die" Jugend in der DDR. Die gab es nämlich nicht! Es gab viele Millionen Jugendlicher, die alle ihre ganz spezielle Jugend hatten. Manche Leute behaupten heutzutage, vielleicht nicht wortwörtlich, aber doch sinngemäss, dass es in der DDR keine "richtige" oder "ordentliche" oder auch "normale" Jugend gegeben habe. Kindheit und Jugend sind immer Einzelschicksale, immer individuell. Aber es gab in der DDR sehr wohl normbildende Grundmuster: Kinderkrippe, Kindergarten, Schule, Berufsausbildung, Pioniermitgliedschaft, FDJ-Mitgliedschaft, Mitgliedschaft in der DSF (Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft), Militärdienst, u. s. w. Dass ich hier auch Grundmuster anführe, die vor der Jugendzeit liegen liegt daran, dass die Dinge, die in der Zeit vor der Jugendphase erlernt wurden, in dieser immer noch wirksam sind (Freundschaften zu schliessen etwa wird im Krippen-/ Kindergartenalter erlernt).
3. Jugendlich von wann bis wann?
Auch in der DDR gab es kein Gesetz, das genau festlegte, von wann bis wann man Jugendlicher war. Aber es gab Eckdaten.
3.1. biologische Eckdaten
Mit etwa dem 10./ 12. Lebensjahr setzte die Pubertät ein und endete ab circa dem 18. Lebensjahr (Vgl. Friedrich, Fuchs, Paul et al., 1966, S. 185 f.).
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