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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 20
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 23  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 183 KB
Archivnummer: V35541
ISBN (E-Book): 978-3-638-35428-8
ISBN (Buch): 978-3-638-78999-8
Anmerkungen :
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand

Zusammenfassung / Abstract

Dem Risikomanagement in Unternehmen ist eine immer größer werdende Bedeutung beizumessen. Die nicht enden wollende Reihe von Unternehmens-zusammenbrüchen ist hierfür der wichtigste Grund. Risiken wurden entweder zu spät, oder oftmals auch überhaupt nicht erkannt. Das Erkennen und Bewer-ten von Risiken spielt daher eine wichtige Rolle im Risikomanagement. Bereits im Vorfeld werden Unternehmensbereiche und -Prozesse auf mögliche Risiken untersucht, um dann geeignete Wege zu gehen, diese Risiken zu eliminieren oder zu begrenzen. Risiken komplett auszuschalten ist aber meist nicht möglich oder bedeutet den Verlust eines großen Chancenpotentials. Aus diesem Grund muss das Unternehmen geeignete Methoden finden, um mit potentiellen Risiken adäquat umgehen zu können...Aber nicht nur übergreifend auf das ganze Unternehmen spielt Risikomanagement eine wichtige Rolle. Besonders auch in Projekten ist ein gezielter und bewusster Umgang mit Risiken von Vorteil. Projekte der heutigen Zeit wer-den immer umfangreicher und komplexer in Ihren Aufgabenstellungen. Dies zeigt sich in immer kürzer werdenden Produkt- und Innovationszyklen und in den ansteigenden technologische Anforderungen seitens der Kunden. Aber auch unternehmensintern steigen die Anforderungen an die Abwicklung von Projekten, da oftmals Entwicklungs- und Innovationsaufgaben intern in Form von Projekten abgewickelt werden. Dieser Bereich birgt noch Verbesserungspotential hinsichtlich Projektauswahl und Projektdurchführung. In der vorliegenden Arbeit werde ich auf die Ausgestaltung des Risiko-managements in Projekten eingehen. Zu Beginn erkläre ich die Begriffe Risiko und Projekt. Im Kapitel Grundlagen werde ich die gesetzlichen Regelungen des KonTraG und Sinn und Zweck von Risikomanagement in Projekten aufzeigen. Der Hauptteil der Arbeit konzentriert sich auf die Anwendung des Risikomanagement-Prozesses in Projekten. Ich werde die einzelnen Phasen des Prozes-ses näher beschreiben und Möglichkeiten zu deren Ausgestaltung vorstellen. Ebenso soll mit dieser Arbeit ein Überblick über die Komplexität des Risikomanagement-Prozesses gegeben und seine Wichtigkeit für ein Unternehmen un-terstrichen werden.

Textauszug (computergeneriert)

FACHHOCHSCHULE HILDESHEIM/ HOLZMINDEN
Fachbereich Wirtschaft, Prüfungsfach: Controlling
Arbeit im: Hauptstudium
Semester: 4

Risikomanagement in Projekten

von: Jasmine Schieber

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Begriffserklärungen 2

2.1. Definition des Begriffes Risiko 2
2.2. Definition des Begriffes Projekt 2

3. Grundlagen 3

3.1. Gesetzliche Grundlagen 3
3.2. Risikomanagement in Projekten 3
3.3. Der Risikomanagement-Prozess 4

4. Die Phasen des Risikomanagement-Prozesses 6

4.1. Risikoidentifikation 6
4.2. Risikoanalyse 7
4.3. Risikobehandlung 9
4.4. Risikocontrolling 10

4.4.1. Der Controlling-Prozess 11
4.4.2. Projektüberwachung als Aufgabe des Projektcontrollings 12

4.5. Risikodokumentation 13

5. Schlussbetrachtung 15

6. Literaturverzeichnis 16

7. Erklärung zur Hausarbeit gemäß § 26 Abs. 6 DiplPrüfO 18
 

 

1. Einleitung

Dem Risikomanagement in Unternehmen ist eine immer größer werdende Bedeutung beizumessen. Die nicht enden wollende Reihe von Unternehmenszusammenbrüchen ist hierfür der wichtigste Grund. Risiken wurden entweder zu spät, oder oftmals auch überhaupt nicht erkannt. Das Erkennen und Bewerten von Risiken spielt daher eine wichtige Rolle im Risikomanagement. Bereits im Vorfeld werden Unternehmensbereiche und -Prozesse auf mögliche Risiken untersucht, um dann geeignete Wege zu gehen, diese Risiken zu eliminieren oder zu begrenzen. Risiken komplett auszuschalten ist aber meist nicht möglich oder bedeutet den Verlust eines großen Chancenpotentials. Aus diesem Grund muss das Unternehmen geeignete Methoden finden, um mit potentiellen Risiken adäquat umgehen zu können. Auch von Seiten der Legislative wurde mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, kurz KonTraG, ein Grundstein für die Einrichtung eines Risikomanagement- Systems geschaffen. Damit ist die Unternehmensführung auch gesetzlich dazu verpflichtet, ein System einzu-führen, um sich systematisch mit Ihren Risiken auseinander zu setzen.

Aber nicht nur übergreifend auf das ganze Unternehmen spielt Risikomanagement eine wichtige Rolle. Besonders auch in Projekten ist ein gezielter und bewusster Umgang mit Risiken von Vorteil. Projekte der heutigen Zeit werden immer umfangreicher und komplexer in Ihren Aufgabenstellungen. Dies zeigt sich in immer kürzer werdenden Produkt- und Innovationszyklen und in den ansteigenden technologische Anforderungen seitens der Kunden. Aber auch unternehmensintern steigen die Anforderungen an die Abwicklung von Projekten, da oftmals Entwicklungs- und Innovationsaufgaben intern in Form von Projekten abgewickelt werden. Dieser Bereich birgt noch Verbesserungspotential hinsichtlich Projektauswahl und Projektdurchführung. In der vorliegenden Arbeit werde ich auf die Ausgestaltung des Risikomanagements in Projekten eingehen. Zu Beginn erkläre ich die Begriffe Risiko und Projekt. Im Kapitel Grundlagen werde ich die gesetzlichen Regelungen des KonTraG und Sinn und Zweck von Risikomanagement in Projekten aufzeigen. Der Hauptteil der Arbeit konzentriert sich auf die Anwendung des Risikomanagement- Prozesses in Projekten. Ich werde die einzelnen Phasen des Prozesses näher beschreiben und Möglichkeiten zu deren Ausgestaltung vorstellen. Ebenso soll mit dieser Arbeit ein Überblick über die Komplexität des Risikomanagement- Prozesses gegeben und seine Wichtigkeit für ein Unternehmen unterstrichen werden.

2. Begriffserklärungen

2.1. Definition des Begriffes Risiko

Der Risikobegriff ist in der Literatur in verschiedenen Kontexten zu finden. Im Folgenden soll dieser Begriff aber nur in dem Sinne erläutert werden, wie er für die Arbeit von Relevanz ist. Schnorrenberg definiert ein Risiko als „ein Ereignis, von dem nicht sicher bekannt ist, ob es eintreten und/ oder in welcher genauen Höhe es einen Schaden verursachen wird. Es lässt sich aber eine Wahrscheinlichkeit für den Eintritt dieses Ereignisses und/ oder für die Höhe des Schadens angeben“1. Im Zusammenhang mit dem Risikobegriff ist die Wahrscheinlichkeit ein ganz wichtiger Aspekt, da der Eintritt eines möglichen Risikos und dessen Schadenshöhe lediglich geschätzt werden können. Hinsichtlich Projekten, werden als Risiken nur diejenigen Ereignisse eingestuft, die den Projekterfolg gefährden könnten. Unternehmensübergreifende Ereignisse, die nicht direkt mit dem Projekt in Verbindung stehen, bleiben unberücksichtigt.

2.2. Definition des Begriffes Projekt

Der Begriff Projekt wird in der DIN-Normen 69900 beziehungsweise 69901 geregelt. Nach DIN 69901 wird ein Projekt als „ein Vorhaben, das im wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist“ näher beschrieben. Diese einmaligen Bedingungen können beispielsweise die Zielvorgabe oder eine projektspezifische Organisation sein, genauso aber auch eine zeitliche, finanzielle und personelle Begrenzungen, und die Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben2. Diese Definition unterstreicht besonders die Einmaligkeit eines jeden Projektes. Jedes Projekt weist seine eigene Problematik auf, da die Aufgaben und Arbeitsabläufe jeweils variieren. Dies erschwert den Prozess des Risikomanagements immens, da man keine Standard-Lösung zur Risiko-Behandlung anwenden kann. In diesem Fall setzt man daher oft auf bereits gesammelte Erfahrungen und auch auf Intuition3. Die Schwierigkeit der Handhabung von Risiken wird auch durch die Projekt-Definition aus Gablers Wirtschaftslexikon bestärkt. Hierin wird ein Projekt als eine „zeitlich befristete, relativ innovative und risikobehaftete Aufgabe von erheblicher Komplexität [beschrieben], die aufgrund ihrer Schwierigkeit und Bedeutung meist ein gesondertes Projektmanagement, u. U. Krisenmanagement, erfordert“4.

3. Grundlagen

3.1. Gesetzliche Grundlagen

Mit Verabschiedung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, kurz KonTraG, am 05. März 1998 wurde ein Artikelgesetz geschaffen, welches bestehende Gesetzte hinsichtlich den Elementen Risiko- Erkennung, -Berichterstattung und -Behandlung ergänzt und erweitert5. Besonders sind davon das Aktiengesetz und das Handelsgesetzbuch betroffen. Das Risikomanagement liegt primär in den Neuerungen des § 91 Abs. 2 des Aktiengesetzes begründet. Hierin fordert der Gesetzgeber, dass der Vorstand „geeignete Maßnahmen zu treffen [hat], insbesondere [hat dieser] ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden“6. Hiermit zwingt das KonTraG die Geschäftsführung, sich künftig verstärkt mit zukünftigen Risiken beschäftigen zu müssen. Dieses unternehmenseigene Überwachungssystem kommt in Form eines Risikomanagement- Systems zum Ausdruck. Aufgabe dieses Systems soll sein, sowohl bestehende Risiken als auch zukünftige Risiken kontrollierbar und kalkulierbar zu machen, um eine langfristige Existenzsicherung zu gewährleisten. Die Pflicht zur Einrichtung eines Überwachungssystems gilt primär für börsennotierte Aktiengesellschaften. Da bestandsgefährdende Entwicklungen grundsätzlich in allen Unternehmensbereichen auftreten können, sollte ein Überwachungssystem auf alle betrieblichen Prozesse und Funktionsbereiche im Unternehmen angewandt werden.

3.2. Risikomanagement in Projekten

[...]


1 Schnorrenberg, U; Goebels, G.: Risikomanagement in Projekten, 1997, S. 6.

2 DIN 69901, Projektmanagement, Berlin, 1987.

3 Schnorrenberg, U; Goebels, G.: Risikomanagement in Projekten, 1997, S. 15f.

4 Gablers Wirtschaftslexikon, 2000, S. 2521.

5 Saitz, B.: Braun, F.: Das Kontroll- und Transparenzgesetz, 1999, S. 5.

6 AktG (1965), Aktiengesetz vom 06.09.1965, i.d.F.v. Sept. 2003, BGB1.I, S. 1089.

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