Seminararbeit, 2000, 25 Seiten
Autor: Michael Appelt
Fach: Wirtschaft - Bank, Börse, Versicherung
Details
Institution/Hochschule: Fachhochschule Kempten (Fachbereich Bankwirtschaft)
Tags: Aktienanleihen, Bank-, Finanz-, Investitionswirtschaft
Jahr: 2000
Seiten: 25
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-12196-5
ISBN (Buch): 978-3-638-63822-7
Dateigröße: 225 KB
Stichworte: Reverse Convertibles, Equity Linked Bonds, Equity Linked Notes.
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Zusammenfassung / Abstract
Inhaltsverzeichnis 1. Was sind Aktienanleihen und wie funktionieren sie? 2. Pricing 2.1 Methoden zur Bewertung von Aktienanleihen 2.2 Pricing einer einfachen Aktienanleihe 3. Wie Aktienanleihen vermarktet werden 3.1 Wie strukturierte Produkte entworfen und kalkuliert werden 3.2 Produktentwicklung bei Aktienanleihen 3.3 Produktkalkulation 3.4 Vermarktung 4. Aktienanleihen aus Anlegersicht 4.1 Chancen für Anleger 4.2 Gefahren für Anleger 5. Steuerliche Behandlung bei Privatanlegern 6. Aktienanleihen und die Börsentermingeschäftsfähigkeit 7. Mögliche Beweggründe zur Emission einer strukturierten Anleihe 8. Verschiedene Formen von Aktienanleihen Literaturverzeichnis Abbildungsverzeichnis Anhang
Textauszug (computergeneriert)
Aktienanleihen
von Michael Appelt
Inhaltsverzeichnis
1. Was sind Aktienanleihen und wie funktionieren sie? 3
2. Pricing 5
2.1 Methoden zur Bewertung von Aktienanleihen 5
2.2 Pricing einer einfachen Aktienanleihe 5
3. Wie Aktienanleihen vermarktet werden 11
3.1 Wie strukturierte Produkte entworfen und kalkuliert werden 11
3.2 Produktentwicklung bei Aktienanleihen 12
3.3 Produktkalkulation 13
3.4 Vermarktung 15
4. Aktienanleihen aus Anlegersicht 16
4.1 Chancen für Anleger 16
4.2 Gefahren für Anleger 16
5. Steuerliche Behandlung bei Privatanlegern 18
6. Aktienanleihen und die Börsentermingeschäftsfähigkeit 20
7. Mögliche Beweggründe zur Emission einer strukturierten Anleihe 20
8. Verschiedene Formen von Aktienanleihen 21
Literaturverzeichnis 22
Abbildungsverzeichnis 22
Anhang 23
1. Was sind Aktienanleihen und wie funktionieren sie?
"Vollkommen neu sind Reverse Convertibles oder Equity Linked Bonds - wie Aktienanleihen auch genannt werden - nicht. Solche Papiere wurden schon Anfang der neunziger Jahre angeboten. Richtiges Interesse haben die Anleger damals aber nicht gezeigt, was wohl hauptsächlich daran gelegen hat, dass das Marktumfeld nicht unbedingt ideal war. Andererseits waren die Erträge bei herkömmlichen festverzinslichen Produkten so hoch, dass Anleger gar nicht den Drang nach alternativen Sparformen verspürten."
Auffällig ist nicht nur der hohe, meist erheblich über dem Marktniveau liegende Kuponzins. Außergewöhnlich ist vor allem die Art und Weise, wie die Rückzahlung (Tilgung) am Ende der Laufzeit zustande kommt. Der Emittent kann wählen, ob er den Nominalwert zurückzahlt oder statt dessen eine bestimmte vorher festgelegte Anzahl von Aktien liefert. Anhand des nun folgenden Beispiels, möchte ich dies genauer betrachten:
Eine Bank gibt eine Aktienanleihe mit einjähriger Gesamtlaufzeit zum Nennwert von 100 € heraus, Kupon: elf Prozent. Das Papier ist so ausgestattet, dass der Emittent die Wahl hat, am Ende entweder zum Nennbetrag zu tilgen oder dem Anleger alternativ zwei Aktien der Telekom AG zu liefern. Ob sich der Emittent für die Aktienlieferung entscheidet oder eine Rückzahlung in Höhe des Nennwertes vorzieht, hängt vom Wert der T-Aktie in einem Jahr ab. Liegt ihr Börsenkurs unter
50 € - beispielsweise bei 40 € -, ist es für den Schuldner vorteilhafter, Aktien zu liefern. Damit hat er seine Pflicht erfüllt, faktisch aber nur einen Gegenwert von 80 € zurückgezahlt, was ihm - verglichen mit dem Nennwert - eine Ersparnis von 20 € einbringt. Notiert die T-Aktie hingegen oberhalb der Marke von 50 €, lohnt sich die Aktienlieferung nicht. In diesem Fall wird sich der Emittent für eine Tilgung zum Nennwert entscheiden.
Es ist unschwer zu erkennen, dass Anleger in punkto Tilgung ein hohes Verlustrisiko übernehmen, das Gewinnpotential hingegen nach oben aber begrenzt wird. Mehr als 100 € fließen dem Investor in keinem Fall zurück, schlimmstenfalls erleidet der Anleger einen Totalverlust (Kuponzahlung unberücksichtigt).
Somit wird auch klar, warum die Aktienanleihe einen vergleichsweise hohen Nominalzins von elf Prozent hat. Der exorbitante Kupon ist eine Art Entschädigungsleistung für das übernommene Rückzahlungsrisiko. Je größer dieses Risiko, um so höher ist im allgemeinen auch der Kupon.
2. Pricing
2.1 Methoden zur Bewertung von Aktienanleihen
Aktienanleihen können sehr unterschiedlich konzipiert sein und von Emittenten mit zum Teil sehr individuellen Ausstattungselementen versehen werden, welche für die Mehrzahl der Investoren oft intransparent erscheinen.
Eine ziemlich einfache Lösung um den sogenannten fair value einer Anleihe zu bestimmen besteht darin, die Preise einzelner Aktienanleihen untereinander zu vergleichen.
In der Praxis ist diese Methode jedoch schwierig umzusetzen, da kaum vergleichbare Produkte vorhanden sind. Emittenten neigen dazu, Aktienanleihen so auszustatten, dass eine direkte Gegenüberstellung mit Konkurrenzprodukten in vielen Fällen unmöglich ist.
Allerdings besteht auch die Möglichkeit, eine Aktienanleihe in ihre Einzelbausteine zu zerlegen (Stripping) und so die Zahlungsstruktur durch andere Finanzinstrumente nachzubilden (Pricing by Duplication). Aus dem Preis des Duplikats wird anschließend der Wert der Anleihe abgeleitet.
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