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Gegenüberstellung der Spracherwerbstheorien von Chomsky und Bruner

Autor: Meike Schröder
Fach: Pädagogik - Päd. Psychologie

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Details

Kategorie: Vordiplomarbeit
Jahr: 2001
Seiten: 31
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 136 KB
Archivnummer: V356
ISBN (E-Book): 978-3-638-10257-5
ISBN (Buch): 978-3-638-63680-3
Anmerkungen :
Schriftliche Hausarbeit zur Diplom – Vorprüfung gemäß § 15 DPO für den Studiengang Erziehungswissenschaft (neu)

Zusammenfassung / Abstract

Mit meiner Sprache kann ich mein körperliches und seelisches Befinden ausdrücken, sowie meine Wünsche und Bedürfnisse formulieren. Ich kann mich über die Sprache mit meinen Freunden, Nachbarn und Arbeitskollegen verständigen und austauschen. Die Sprache ist eine Möglichkeit, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Doch wie erlernen wir Sprache? Was macht uns dies möglich? Diese Aufgabe versuchten schon die Linguistik und die Entwicklungspsychologie zu lösen. Eine Lösung scheint es nicht zu geben, sondern viele Theorien. Drei bekannte Ansätze sind der behavioristische, der nativistische und der kognitive. Auf sie wird im Laufe meiner Arbeit noch näher eingegangen, doch speziell werde ich auf die Theorien von Noam Chomsky, einem Anhänger des Nativismus, und Jerome Bruner, einem Anhänger des kognitiven Ansatzes, eingehen. Ich möchte diese Ansätze darstellen, später ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede vorstellen und Überlegungen über die Zweckmäßigkeit dieser Theorien anstellen.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Bremen
Fachbereich 12

Gegenüberstellung der Spracherwerbstheorien von
Chomsky und Bruner

Schriftliche Hausarbeit zur Diplom - Vorprüfung
gemäß § 15 DPO für den Studiengang
Erziehungswissenschaft (neu)

Verfasserin: Meike Schröder

Studienrichtung:
Diplom-Erziehungswissenschaft, 4. Semester
Abgabetermin:
24. September 2001

 

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung 3

II. Noam Avram Chomsky 5
II.1 Ein biographischer Abriß 5
II.2 Die Sprachentwicklungstheorie Chomskys 6
II.2.1 Eigenschaften von Sprache bei Chomsky 6
II.2.2 Das ,,LAD" 9

III. Jerome Seymour Bruner 15
III.1 Kurzer biographischer Abriß 15
III.2 Die Spracherwerbstheorie Bruners 16
III.2.1 Die ,,kognitive Grundausstattung" nach Bruner 16
III.2.2 Der Aspekt der Pragmatik bei Bruner 20

IV. Gegenüberstellung Chomsky - Bruner 24

V. Resumée 28

VI. Verwendete Literatur 30

 

 

I. Einleitung

Die Sprache stellt ein abstraktes Zeichensystem dar, das Dingen und Gegenständen eine Bedeutung gibt und somit die menschliche Kommunikation ermöglicht.
Sprache ist in der Erziehungswissenschaft ein wichtiges Werkzeug. Im Gegensatz zur Naturwissenschaft oder Wirtschaft basiert die Erziehungswissenschaft auf dem Zwischenmenschlichen. Ein Austausch im zwischenmenschlichen Bereich findet häufig durch Sprache statt.
Grundbedingungen für das Sprechen sind die Fähigkeiten, Sprachlaute zu erzeugen, die Sprache grammatisch zu gliedern und das Sprachverständnis.
Doch wieso erlernen wir Sprache? Was macht uns dies möglich?
Das Kind erlernt die Sprache der Kultur, in die es hineingeboren wurde, mit scheinbarer Leichtigkeit. Doch fällt es um so schwerer herauszufinden, welcher ,,Mechanismus" dafür verantwortlich ist.


,,Um (Sprache) zu lernen, genügt es nicht, einfach das Material zur Verfügung zu haben... Wir müssen entdecken, was notwendig ist, um das System zum Funktionieren zu bringen."1

Diese Aufgabe, die Noam Chomsky definierte, versuchte schon die Linguistik und die Entwicklungspsychologie zu lösen. Eine Lösung scheint es nicht zu geben, sondern viele Theorien.
Drei bekannte Ansätze sind der behavioristische, der nativistische und der kognitive. Auf sie wird im Laufe meiner Arbeit noch näher eingegangen, doch speziell werde ich auf die Theorien von Noam Chomsky, einem Anhänger des Nativismus, und Jerome Bruner, einem Anhänger des kognitiven Ansatzes, eingehen.
Ich möchte im zweiten und dritten Teil meiner Arbeit versuchen, diese beiden Theorien darzustellen.
Im vierten Teil stelle ich die beiden Theorien gegenüber, um die grundlegenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider herauszuarbeiten.

In einem Resumée möchte ich Überlegungen über die Zweckmäßigkeit der beiden Theorien anstellen.

II. Noam Avram Chomsky
II.1 Ein biographischer Abriß

Noam Chomsky wurde am 7. Dezember 1928 in einem antisemitischen Arbeiterviertel in Philadelphia geboren. Durch seinen Vater, William Chomsky, Hebräisch-Lehrer am Gratz-Collage in Philadelphia, der sich „mit mittelalterlichen Grammatiktexten und der Geschichte der Sprache beschäftigte“2 kam er zum ersten Mal in Berührung mit Linguistik. Er besuchte ein Kibbuz, gab aber bald den ursprünglichen Plan, für längere Zeit nach Israel zu gehen wegen der damaligen israelischen Politik wieder auf. Schon früh beschäftigte er sich mit dem Bürgerkrieg und der anarchistischen Revolution in Spanien.

Er studierte an der University of Pennsylvania, wo er stark durch das „halb anarchische Denken“ Z. S. Harris3 angezogen wurde.
1949 heiratete er.
1955 legte er seine Dissertation „Syntatic Structures“ vor, in der u.a. die traditionelle Linguistik kritisiert. Im gleichen Jahr begann er seine wissenschaftliche Laufbahn am MIT (Massachusetts Institute of Technology), zuerst als Assistenzprofessor und seit 1961 als ordentlicher Professor für Linguistik und Philosophie.

In den 60er Jahren wurde seine linguistische Arbeit anerkannt und seitdem gilt er als einer der wichtigsten Theoretiker auf diesem Gebiet. Darüber hinaus wurde er zu einem der bedeutendsten Kritiker der US-Außenpolitik, der weltpolitischen Entwicklungen und der Macht der Medien. Immer wieder beschrieben und kritisiert werden von ihm die Verhältnisse von ökonomischer Ausbeutung und wirtschaftlicher, sozialer und politischer Macht und die Funktion der Medien unter diesem Aspekt. Für seine sprachwissenschaftlichen Forschungen erhielt Chomsky mehrere akademische Ehrungen; seine politischen Analysen werden jedoch von denen, die ihn sonst wegen seiner linguistischen Erkenntnisse loben, weitgehend „totgeschwiegen“.

[...]


1 N. Chomsky in J. Bruner, 1987, S. 13

2 H. Weydt, 1976, S. 107

3 Internet: http:// www.uni-essen.de/sesam/klassiker/aufsätze/chomsky/chomsky3_3.html

Kommentare

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